Hallo alle Zusammen,
die Probleme konnten mittlerweile behoben werden.
Bei der Feuchtung gab es mehrere kleinere Probleme in der Summe.
Diese waren eine Kombination aus zu hoher Zusatzdosierung und zu viel IPA und schlecht eingestellten Feuchtwerken.
Um die mangelhafte Feuchtwerksjustage zu kompensieren, haben die Kollegen die Dosierung vom Feuchtmittel und IPA erhöht, nach dem Motto "Viel hilft viel"...
Da der Zusatz für den Alkoholreduzierten druck ausgelegt ist emulgierte die Farbe nun stark. Dies führte zu weitern drucktechnischen Problemen, wie Tonen, mangelhafter Farbführung und verzögerter Trocknung.
Da viel ja bekanntlich viel hilft, wurde dies am Leitstand mit erhöhter Drehzahl der Feuchtung "kompensiert".
Wie man sich denken kann, recht ungünstige Bedingungen um gescheit drucken zu können.
Mittlerweile sind wir Messtechnisch so weit aufgestellt, dass ich in regelmäßigen Abständen relevante Wasserwerte überprüfen und notfalls zeitnah eingreifen kann.
Um dies zu vereinfachen bzw. eine klare Linie in die Produktion zu bringen, laufen jetzt alle drei SM102er mit dem gleichen Alkoholgehalt und der gleichen Feuchtmitteldosierung. Dies reduziert auch die Fehleranfälligkeit, wenn die Kollegen die mal Maschine wechseln müssen. Bei unserem "alten Schätzchen", einer SM 102 Bj 1984, muss immer mit einem Handansatz der Wassertank nachgefüllt werden, da es hier noch keine Dosierung gab.
Zitat von Dieter
Dieter schrieb:
Ob die Tücher nun 1.95 oder 1.97 stark sind, und ob die Platten 0.29 oder 0.31 stark sind
merkt doch keine Sau.... nicht mal die Druckmaschine.
Ihr habt doch kompressible Gummitücher.
Das Problem mit den Gummitüchern wurde ebenfalls gelöst.
Dies lag eindeutig an den zu großen Toleranzen unserer bisherigen Gummitücher (Teilweise
extreme zwischen 1.90 und 1.98mm), in Kombination mit den Feuchtwerksproblemen und zu hohen Druckbeistellungen.
Es wurden verschiedene Gummitücher von drei Herstellern getestet.
Hängen geblieben sind wir bei einem etwas härteren Gummituch eines anderen Herstellers, mit geringerer Neigung zum Walken.
Ein positiver Nebeneffekt, die Hersteller versuchten sich plötzlich gegenseitig zu unterbieten und der der Erkenntnisgewinn, dass wir Jahre lang zu viel für Gummitücher gezahlt haben (Preisdiffernez 35%)...
Um das Einspannen und Nachspannen zu vereinheitlichen wurde ein Drehmomentschlüssel angeschafft.
Daher hat sich in meinen Augen der Aufwand mehr als gelohnt. Da immer weniger Zeit für Wartung, Reparaturen
und Pflege eingesetzt wird, war dies nicht leicht durchzusetzen. Am
Ende spart die Firma in der Summe aber sogar Zeit, Geld und
Kundenreklamationen.
mfG Sebastian