Moin moin,
Heidelbär: Ich denke, dass ist eine Milchmädchenrechnung, die nicht aufgehen kann.
Es ist jetzt schon bewiesen, dass es bis zum Jahr 2020 derartig viele Rentenempfänger geben wird, dass sich das Idealverhältnis von 1:3 auf weniger als 1:1 reduzieren wird. Damit nicht eingerechnet sind die Zahl der Arbeitslosen, der Auswanderer, Zuwanderer und künftig Selbständige.
Selbst wenn wir bis 70 Arbeiten würden, würde das im Ergebnis nur ein Verschieben auf der Jahresskala bedeuten. Da wäre es sinnvoller, mehr Arbeitsplätze für junge Menschen zu schaffen (nicht nur Inländer sondern ganz inensiv Zuwanderer) um so zu versuchen, das Idealverhältnis wiederherzustellen.
Bsp. Schweden: Extrem gute Kinderversorgung, sehr gute Verdienstmöglichkeiten, sehr gute Kranken- und Rentenversorgung. So wurde Schweden zum Geheimtipp für Auswanderer.
So, und nun schauen wir uns die BRD an: Kinderversorgung: teuer, kann sich nicht jeder keisten und schon gar nicht, wenn man mehrere KInder hat. Verdienst ist sehr gut, aber mit sehr hohen Lohnnebenkosten versehen, so dass kaum ein ausländisches Unternehmen in Deutschland investieren möchte, es sei denn, es wird von der Regierung subventioniert (und wer zahlt das?), Krankenversicherung: jetzt schon 2 Klassensystem, zudem auch sehr teuer, Rentenversorgung: Wird auch schon subventioniert, weil es zu wenig Rentenzahler gibt.
Ich bin der Meinung, dass man in den 80gern hätte so weitermachen müssen, wie es die damalige Regierung unter Kohl begonnen aber schon von Schröder beendet wurde.
Die Spirale wird sich immer schneller drehen, es ist nur eine Frage der Zeit, bis diese in extreme Unwucht gerät.
Und noch etwas: Wenn Du Deine in sagen wir mal 45 Berufsjahren eingezahlten Beträge in sichere Anlagen investieren würdest, könnstest Du locker den Rest Deines Lebens von dessen Erträgen leben, ohne dass Du das Kapital angreifen müßtest. Den Rest veerbst Du Deinen KIndern und legst so den Grundstock für deren besseres Leben. Deswegen hat Bismarck den Generationenvertrag ins Leben gerufen, der bis in die späten 70er des vergangenen Jahrhunderts auch tadellos funktioniert hat. Dann kam der Murks, der jedes Jahr größer wird: Unser Staat hat über seine Verhältnisse gelebt. Es wird jedes Jahr schwerer, dem Staatsbankrott aus dem Wege zu gehen. Bsp. Griechenland.
So, und zum, Schluss noch der Bescheid der LVA:
Bei richtigen lesen wirst Du feststellen, dass die Rentenanwartschaft so wäre, wenn Du weiterhin diese Beiträge einzahlst. Aber auch Du wirst doch hoffentlich irgendwann mal mehr nach Hause tragen. Also steigt das dann. Wenn Du mal eine Leitungsfunktion hast und sagen wir mal 5000€ Brutto hast, dann sieht die Rentenanwartschaft entsprechend anders aus. Davon ziehst Du dann die jährliche Inflationsrate von 1-3% ab und erhältst die Kaufkraft in dem Jahr, in dem Du in Rente gehst.
So, für alle, die einen ganz kleinen Kurs in Volkwirtschaft lesen wollten.
P.S. Tschuldigung für die vielen Worte.
P.P.S. Hätts ja beinahe vergessen: Du mußt von Deiner Rentenanwartschaft noch Soli, Pflegeversicherung, Krankenversicherung und Steuer bezahlen. Rentebversicherung kommt irgendawann dann auch noch, der Staat braucht Geld.
P.P.P.S: Und lass vor Schreck dann ja keinen fahr´n, die CO2-Steuer ist bis dahin auch eingeführt...
Gruß