Hallo an Alle,
selbstredend nehmen Prof´s die HEIDELBERG Druckmaschine als das Maß aller Dinge. Erinnern wir uns, die HEIDELBERG war Ende der 70er Jahre die 1. Maschine am Markt, die als Schmitzringläufer ausgelegt war. MAN ROLAND Maschinen hatten damals noch die 5-Zylinder-Anordnung mit zwei Druckwerken in einem Druckturm und Zwischengreifersystemen. Sehr anfällig in Bezug auf ´Dubliereffekte´ wurden später die neuen Maschinen auch auf Schmitzringläufer und Einzeldruckwerke umgestellt.
Bei ´Druck-An-Stellung´ bewegt sich der Dreipunkt-gelagerte Gummizylinder zuerst zum Plattenzylinder und dann erst zum Gegendruckzylinder. Der Gegendruckzylinder ist fest gelagert und nicht beweglich. Dieses System sorgt für Laufruhe und gleichmäßige Druckabwicklung sofern die Zylinderaufzüge der vom Hersteller vorgegebenen Norm entsprechen.(!) Der Gummizylinder ist an 3-Punkten gelagert, damit die Bewegung in zwei Richtungen überhaupt möglich ist. In der Seitenwand verankert sieht man auch die Feder, die bei Stellung ´Druck-Ab´ dafür sorgt, dass der Zylinder wieder in die Ursprungsposition zurück geht. Dabei gibt es auch unterschiedliche Lagertypen, wie Axiallager / Nadellager und andere. Aber dies zu beschreiben würde zu viel Zeit in Anspruch nehmen.
Nur ein Hersteller - die Tschechische ADAST und POLLY-Maschinen haben einen beweglichen Gegendruckzylinder. Hier sind die Platten- und Gummituchzylinder fest verankert. Der Gegendruckzyl. muß demnach auch nach unbestimmter Produktionszeit oftmals nachjustiert werden. Hier ist die mechanische Beanspruchung höher und Druckprobleme öfters gegeben.
Hoffe dies erklärt einiges.