Beiträge von Print Instructor

    Hierzu hätte ich einige Fragen, die zur Klärung beitragen können.

    1. womit wird der PH-Wert ermittelt ?
    2. Ist die Kühlung des Feuchtmittels zuverlässig ?
    3. Wie wird IPA dosiert ? (Schwimmersystem ?)
    4. Welche Druckplatten werden verwendet ? (Prozesslos ?)
    5. Wie wird der Zusatz dosiert ? (Handmischung oder Automatisch?)

    Es gibt hierbei viele Einflußfaktoren und vielleicht sollte mal eine OBJEKTIVE PRÜFUNG stattfinden.

    Printmaster 74 mit Ecocolor Feuchtwerk

    Mich interessieren Erfahrungswerte von Druckern über den Umgang mit Ecocolor- Feuchtwerk an oben genannter Maschine.
    z.B. - unterschiedliche Vorgehensweise beim Voreinfärben, vor Jobbeginn; - Temperatur des Feuchtmittels (sind Vorgaben von HD in Punkto Temperatureinstellung von 18-20°C realistisch im Produktionsbetrieb ?); - Justage an Ecocolor- Feuchtwerk (Vorgaben von HD realistisch ?); - welchen Zusatz verwendet Ihr ?; - generell ohne Alkohol ?

    Würde mich über Erfahrungen sehr freuen. Danke.

    Hallo,
    es ist anzunehmen dass bei zukünftigen, neuen Waschmitteln der Anteil an Rapsöl stetig steigen wird. Grund hierfür sind VOC-Emissionen, die reduziert werden sollen (bzw. müßen). Bei den neuen, gängigen Waschmitteln der Typ-Klasse AIII (Flammpunkt>100°C) kommt es überwiegend zu demselben Effekt - nach dem Waschen ist das Gummituch einfach nicht mehr trocken. Die Hersteller halten sich bedeckt und geben die Zunahme an Rapsöl nicht an den Kunden weiter.

    Die Waschprogramme müßen angeglichen werden. Reduzierung der Waschmittelmenge bei gleichem Waschergebnis und/oder Erhöhung der Menge an Wasser führt zu einem zufriedenstellenden Ergebnis. Die Erhöhung der Wassermenge verdrängt das Rest-Waschmittel auf der Oberfläche. Jedes Waschprogramm kann individuell eingestellt werden.

    Ich denke BILD_2 weiter unten zeigt eine sehr alte GESTETNER.
    Eine ROTAPRINT hat keinen weißen Knauf - eine GESTETNER schon.
    Davon ausgehend dass die besagte Maschine auf Ihrem Foto nicht dem ursprünglichen Zustand entspricht (in 3.te Weltländern wird gerne improvisiert beim reparieren) könnte es sich um eine sehr alte Gestetner handeln.

    Für weitere Hilfe ist folgende Info notwendig: -das Maschinenbaujahr, -Wendung manuell oder halbautomatisch (?)
    Maschine ist blockiert, ein Betrieb unmöglich. Komplette Mechanik prüfen und Grundeinstellung der Wendung an Wendetrommel und Zahnkranz der Speichertrommel unbedingt notwendig. Es gibt keine Möglichkeit für den Drucker diesen Fehler selbst zu beheben.
    Was Ihr braucht ist ein TECHNIKER von Heidelberg oder einen fachlich kompetenten ´freien´ Techniker.
    Ich sehe keine andere Möglichkeit, dies wird mit erheblichen Kosten verbunden sein.

    Fehlerbehebung:
    Tuchrolle austauschen, neue Rolle einbauen - falls selbst aufgerollte Tuchrollen verwendet werden, sind diese zu schwach aufgerollt.
    Verursacht wird der Fehler durch die Tuch-Spannungsüberwachung am Waschmodul. (ab Baujahr 2000)
    Bei Waschen Gegendruck wird bei der geringsten Spannungsverlust die Überwachung ausgelöst und Waschgang unterbrochen.
    Dies verhindert dass der Greifer das Tuch erfasst und in die Maschine zieht.
    Falls Tuchrollen von Fremdlieferanten, diese sind meist preiswerter damit aber auch Störungsbehaftet, Produkt ändern und mit original SAPHIRA Tuchrollen arbeiten.

    Hallo an Alle,

    selbstredend nehmen Prof´s die HEIDELBERG Druckmaschine als das Maß aller Dinge. Erinnern wir uns, die HEIDELBERG war Ende der 70er Jahre die 1. Maschine am Markt, die als Schmitzringläufer ausgelegt war. MAN ROLAND Maschinen hatten damals noch die 5-Zylinder-Anordnung mit zwei Druckwerken in einem Druckturm und Zwischengreifersystemen. Sehr anfällig in Bezug auf ´Dubliereffekte´ wurden später die neuen Maschinen auch auf Schmitzringläufer und Einzeldruckwerke umgestellt.

    Bei ´Druck-An-Stellung´ bewegt sich der Dreipunkt-gelagerte Gummizylinder zuerst zum Plattenzylinder und dann erst zum Gegendruckzylinder. Der Gegendruckzylinder ist fest gelagert und nicht beweglich. Dieses System sorgt für Laufruhe und gleichmäßige Druckabwicklung sofern die Zylinderaufzüge der vom Hersteller vorgegebenen Norm entsprechen.(!) Der Gummizylinder ist an 3-Punkten gelagert, damit die Bewegung in zwei Richtungen überhaupt möglich ist. In der Seitenwand verankert sieht man auch die Feder, die bei Stellung ´Druck-Ab´ dafür sorgt, dass der Zylinder wieder in die Ursprungsposition zurück geht. Dabei gibt es auch unterschiedliche Lagertypen, wie Axiallager / Nadellager und andere. Aber dies zu beschreiben würde zu viel Zeit in Anspruch nehmen.

    Nur ein Hersteller - die Tschechische ADAST und POLLY-Maschinen haben einen beweglichen Gegendruckzylinder. Hier sind die Platten- und Gummituchzylinder fest verankert. Der Gegendruckzyl. muß demnach auch nach unbestimmter Produktionszeit oftmals nachjustiert werden. Hier ist die mechanische Beanspruchung höher und Druckprobleme öfters gegeben.

    Hoffe dies erklärt einiges.