Beiträge von Cyberfisch

    Komme leider nicht weiter...

    anbei 2 Bilder der Zahnräder unter dem Tisch. Das Mittlere Zahnrad nimmt nur noch teilweise mit, rutscht über die Zähne. Daher wird das vordere , große Band nicht mehr angetrieben und steht. alle Zahnräder sind fest verzapft.

    Abmontieren geht nicht , da alles verbaut und zu eng. Habe angefangen, den Gesamttisch abzuschrauben. Aber auch hier gehts im Moment nicht weiter. Gibt es noch Techniker der Firma Schneider , die uns weiterhelfen können?

    stolki

    Wahrscheinlich ist das mittlere Zahnrad exzentrisch gelagert und müsste wahrscheinlich mit einem Gabelschlüssel in die richtige Position zu drehen sein. Auf den Fotos ist das aber nicht recht zu erkennen. Vielleicht sehe ich es an unserer Maschine. Ich werde berichten, sobald ich wieder in den "Stollen" eingefahren bin...

    Nachtrag:

    War heute noch in der Druckerei und habe mir den Anleger angeschaut. Sorry, die Zahnräder sind tief im Inneren der Maschine verbaut, von aussen sieht man kaum dazu. Ich werde an unserer Maschine nichts demontieren.

    Die Firma "Schneider & Co. AG" in Muri (Schweiz) existiert noch. Ich würde mal dort anfragen, wer in DE den Service der Maschinen innehat. Vor drei, vier Jahren haben wir bei Schneider Kleinteile für den Anleger gekauft und es wurde uns damals auch ein Service für die Maschine angeboten.

    Alternativ ist vielleicht besser, eine zweite Gebrauchtmaschine zu kaufen und deine als Ersatzteilträger zu verwenden. Wegen den vielen Druckereischliessungen sind gebrauchte Kuvertanleger heute zu einem günstigen Preis zu kaufen. Auf maschinensucher.de sind einige schöne Exemplare zu finden.

    Vielen Dank für die Rückmeldung. Freut mich, wenn wir Forumianer beitragen konnten, den Tiegel am leben zu erhalten.

    Was mich noch interessiert, ob der Freelancer die Greifer mit einer Lehre bzw. Tastwerkzeugen einjustiert hat oder "frei Schnauze" den Greiferträger wieder auf den Zapfen gepresst hat?

    Hallo Printer67, deine Fotos riechen nach tiefem Griff ins Portemonnaie...

    Was du zum Öffnen des Tiegels versuchen kannst:

    Tiegel ab Druck, Druckbeistellung auf Minimum, Maschine bei abgestelltem Motor einrücken und den Rücklauf-Sperrhebel hinter dem Schwungrad anheben, Maschine von Hand vorsichtig zurückdrehen.

    Was mit den Greifern geschehen ist, dass diese nicht mehr in der korrekten Position stehen, kann aus der Ferne nicht erklärt werden. Vielleicht hat sich der Greiferträger auf dem Lagerzapfen verdreht, vielleicht ist ein Zahnrad im Greiferantrieb gebrochen, vielleicht ist ein Lager der Kardanwelle geborsten.

    Aus meiner Sicht ist mit "Druckerwissen" da nichts mehr zu reparieren. Ich weiss von früher, dass unsere Tiegel regelmässig gewartet wurden und die Greifer regelmässig mit Lehren und Tastwerkzeugen von den Heidelberg-Technikern eingestellt wurden.

    Wer weiss heute noch wies geht, wer hat noch Ersatzteile? Kaschke?

    Hallo Maxlas

    Den Schleifring folgendermassen "putzen"

    Streifen feines Schleifpapier schneiden, Maschine auf ein und wieder auf aus und auf dem auslaufenden Schwungrad mit dem Schleifpapierstreifen den Schleifring polieren. (Ähnlich wie man mit Zahnseide die Zahnzwischenräume reinigt.)

    Nein, der Sicherungsbolzen ist nicht der Berstbolzen. Der Sicherungsbolzen verhindert, dass zum Beispiel bei abgestellter Maschine der Messerbalken ungewollt runtersaust. Wenn man die Klappe vorne rechts an der Maschine öffnet und dort hochschaut, sieht man diesen Bolzen. Wenn der Schnitt ausgelöst wird, hört man ein typisches "Glagg", das ist der Elektromagnet, welcher den Bolzen zurückzieht und den Messerbalken für den Schnitt freigibt. Ist dieses "Glagg" nicht zu hören, ist eventuell der Elektromagnet defekt oder die Steuerung der Maschine. Zum Elektromagneten kommt man von der Rückseite, oberhalb des Schwungrads ist eine zusätzliche Abdeckung, hinter welcher der Elektromagnet zu finden ist. Klemmt der Elektromagnet, niemals auf die Idee kommen, diesen zu schmieren.

    Wir hatten lange Jahre eine 76 EM, bei den neuen Polars ist die Konstruktion aber auch nicht anders.

    Die wahrscheinlichste Ursache sind verschmutzte Kohlenschleifringe, welche die Kupplung einrücken. Wir hatten dieses Problem vor noch nicht allzu langer Zeit durch, einfach Suchfunktion benutzen.

    Es kann auch der Sicherungsbolzen sein, welcher nicht einrückt und den Schnitt frei gibt.

    Den Spruch „Sie benötigen 61.500.000 Wahlzettel? Wir benötigen 3 Wochen“, finde ich als Werbung für die Leistungsfähigkeit einer Druckerei sehr originell.

    Der Rest der Geschichte ist Geschmackssache und kommt für mich einer Beschimpfung des Wahlvolkes gleich, welches die nun gescheiterte Regierung damals demokratisch gewählt hat.

    Deutsche Sprache, schwere Sprache...

    Wenn eine neue Heizplatte angefertigt werden soll, muss im allgemeinen Sprachverständnis eine alte Heizplatte vorhanden sein. Sonst müsste geschrieben stehen, ich möchte aus Aluminium eine Heizplatte für meinen Tiegel anfertigen. Dass die angefertigte Heizplatte neu ist, versteht sich von selbst. Man kann keine alte Heizplatte anfertigen im Sinne des Zeitablaufs.

    Karstens Rückfrage war also berechtigt. Gleich patzig werden muss man deswegen nicht.

    Viele haben feste Verträge mit Recyclingfirmen. Daher hoffe ich, vielleicht hier noch jemanden zu erreichen, bei dem eine kleine Abnahme von gebrauchten Platten möglich ist. Mein nächster Schritt ist es dann, mich an die Recyclingfirmen zu wenden. Es gibt ein Budget dafür, es muss nicht kostenlos sein.

    Feste Verträge hin oder her, wenn jemand bei uns nett anfragt oder ein Kunde ist, versuchen wir immer mit Gefälligkeit zu reagieren.

    Nix gibts für Schnorrer und Firmen, welche noch nie den Weg zu uns gefunden haben. Auch für diejenigen gibts nichts, welche eine Schleimspur zu legen versuchen in der Art: "Ich habe gar nicht gewusst, dass es um die Ecke eine Druckerei gibt."

    Eigentlich ist die Sache einfach und gilt für jede in Schieflage geratene Firma:

    Ist die Wahrscheinlichkeit vorhanden, dass eine Firma zukünftig wieder Gewinne realisieren kann, wird sich ein Investor finden, der auch Geld einschiessen will.

    Ist keine Gewinnaussicht abzusehen, werden sich die "Hyänen" über eine Firma hermachen und die Teile daraus auszureissen versuchen, welche noch Gewinn versprechen.

    Im Fall von Stark Druck dürften sich die Probleme schon seit längerer Zeit angehäuft haben, der Strukturwandel in der grafischen Branche ist kaum zu übersehen. Wenn sich ein Investor findet, wird dieser in erster Linie an den Druckaufträgen interessiert sein. Natürlich wird dieser Investor vor versammelter Presse erklären, wie wichtig es sei, die Arbeitsplätze oder Teile davon zu erhalten. Aber schlussendlich frisst heute in der grafischen Branche der Stärkere den Schwächeren, um eigene Kapazitäten mit Aufträgen zu füllen, damit das eigene Überleben eine Zeitlang wieder gesichert ist.

    Ich kenne Stark Druck nicht näher, auch gehört der Rollenoffset nicht zu meinen Kompetenzen. Auf der Website von Stark Druck ist mir nur aufgefallen, dass diese nicht Drucksachen anbieten, sondern "Lösungen". Ach herrjemine, wie oft habe ich dieses Unwort schon gehört, auch von einer grossen grafischen Zulieferfirma. Das tönt für ich so, wie man sich genieren würde, ein Maschinenparkbetreiber zu sein, der "nur" bedrucktes Papier verkauft. "Lösungen" erwartet heute niemand mehr von einer Druckerei. Was von einer Druckerei erwartet wird, dass sie Papier bedruckt in guter Qualität und zu tiefstmöglichem Preis. Wer dies begriffen hat, wir eine Zukunft als Druckerei haben.

    Habe noch nachgefragt:

    Bei uns steht die Fotozelle meistens im Bereich des 1. kurzen Strichs bis zum 3. langen Strich der Skala (von den Saugern aus gemessen).

    Je nach Qualität der Kuverts muss oben der Anschlag mit den Rädchen vor- oder zurückgestellt werden. Und bei uns sind die besten Erfahrungen gemacht worden, wenn die Rädchen das Kuvert nur leicht an der Kuvertkante berühren. Auf keinen Fall, dass die Rädchen eine Abrollbewegung machen müssen beim Abziehen des Kuverts vom Stapel.

    Diese Schraube ist bei uns noch niemandem aufgefallen, folgedessen hat auch niemand die Funktion gekannt und es hat auch nie jemand daran gedreht.

    Aber eigentlich ist alles klar, auf deinem Auszug der Betriebsanleitung steht es genau beschrieben: Mit dieser Schraube veränderst du den Zeitpunkt, an welchem die Sauger das angesaugte Kuvert wieder loslassen. Die Maschine kann von Hand schrittweise gefahren werden, wenn das Kuvert 2 mm über dem Transporttisch steht, sollte das Vakuum beginnen zusammenzubrechen. Wird nicht ganz einfach sein, ein Kuvert schrittweise in die 2-mm-Position zu führen, mit etwas Fingerspitzengefühl wird das korrekte Einstellen des Vakuums aber möglich sein.

    Ich meine, dass bereits das Abschneiden des Umschlags nicht ganz einfach ist. In der Vergangenheit mussten wir hin und wieder Klebebroschüren den Umschlag abschneiden und die Innenblätter vereinzeln, damit diese gelocht und in Ringordner abgelegt werden konnten. Bei dicken Broschüren nicht einfach, da sich der eigentlich flache Rücken spätestens nach dem ersten Öffnen wölbt. Bei dünnen Broschüren ist das Problem, dass immer ein Hohlraum zwischen den einzelnen Broschüren besteht, wenn diese im Stapel übereinander geschnitten werden sollen. Zudem ist die Eindringtiefe des Leims von Broschüre zu Broschüre aus derselben Fertigungscharge verschieden. Mal ist es 1 mm, dann 3 mm und um das Vorsatzblatt manchmal auch mehr.

    Ich bin kein Buchbinder, mein Wissen ist beschränkt. Als Drucker würde ich eine solche Arbeit aber niemals einem Buchbinder zumuten und den Kunden zu überzeugen versuchen, dass das Vorhaben nicht möglich sei. Wenn ein Korrigendum bei dieser Restauflage nötig ist, würde ich als pragmatische Lösung empfehlen, vielleicht ein Beiblatt der Broschüre beizulegen oder einen Kleber mit den zu korrigierenden Angaben zu drucken.

    Als Buchbinder würde ich den Auftrag auch nicht annehmen. Zu unwägbar wäre mir das Aussehen des Endresultats, zu unwägbar das Risiko einer Fehlkalkulation der aufzuwendenden Zeit.

    Habe gar nicht gewusst, dass eine Grundeinstellung definiert ist. Je nach Kuvertcharge und -qualität kann die Einstellung anders sein. Erfahrung macht auch hier den Meister.

    Hilfreich wäre, wenn du mal ein paar Fotos hier einstellen könntest, wenn das Vereinzeln nicht klappen will. Besser wäre noch ein Movie des laufenden Anlegers.

    Übrigens, bei unserem Anleger ist das Verstellen der Fotozelle über die gesamte Skala nicht möglich. Wir sind immer etwa auf dem zweiten Strich von der Saugerseite gesehen.

    Was mir gerade in den Sinn kommt: Ich weiss auch von Angebotsplattformen, auf welcher die öffentliche Hand Aufträge zur freien Konkurrenz ausschreibt, welche vom Auftragsvolumen her nicht freihändig vergeben werden dürfen. Darunter fallen auch Druckdienstleistungen, welche öffentlich ausgeschrieben werden müssen.

    Das ist vielleicht das, was die Kollegen von MasterE8000 meinen. Näheres dazu kann ich aber nicht schreiben, solcherart ausgeschriebene Aufträge gehören definitiv nicht in die Liga meines Betriebs.

    Solche Versteigerungsplattformen gibt es zum Beispiel für Bauhandwerker. Vor vielen Jahren gab es auch eine für Druckdienstleistungen. Hat wohl nicht funktioniert. Zwei Jahre nach meinem ersten Besuch dieser Plattform waren immer noch die beiden einzigen Offertanfragen von damals hängig.

    Wenn es eine solche Plattform noch gäbe, was möchtest du denn "reinnehmen"? 1000 Expl. A4-Einladungen eines Vereins falzen für den Briefversand? Angeliefert würde ein Heuhaufen kopierter Blätter. Offerieren dürftest du in Konkurrenz mit Hobbydruckern und Falzspezialisten, welche Ihr Bürofalzgerät aus dem Sperrmüll gezogen haben. Immerhin, wenn du den Zuschlag erhalten würdest, könntest du die stolze Summe von vielleicht 3 Euro fufzig in deiner Kasse verbuchen, sofern der Betrag auch bezahlt würde.

    Über etwas Feedback würde ich mich freuen.

    Hier mein Feedback:

    Wir kalkulieren seit bald 20 Jahren ausschliesslich mit Excel-Tabellen. Etwas anders als Massl haben wir für alle Drucksachenarten typische Mustervorlagen hergestellt, welche individuell für den einzelnen Auftrag angepasst werden können. So haben wir die grösstmögliche Freiheit, einen Auftrag individuell und nachvollziehbar zu kalkulieren. Bei grösseren Aufträgen werden Bemerkungen zur Nachkalkulation ins Dokument geschrieben, damit bei Folgeaufträgen Anpassungen gemacht werden können.