Beiträge von Maschinenmeister

    Hallo und schönen Nachmittag!
    Ich komme gerade von der Arbeit und heute hatte ich wieder das Problem, dass eine senkrechte Linie beim Nuten so ca. 3 vierteln schief läuft (von Druckbeginn zu Druckende). Habe das so behoben, dass ich eben seitlich ein Viertel dazu geschlossen habe damit die Linie wieder gerade läuft, doch das ist für mich keine Dauerlösung, ich möchte die Ursache dieses Phänomens ergründen.
    @ thomas.drucker: Unterm Druckzylinder Richtung Auslage ist alles sauber. Ich verstehe jetzt allerdings den Zusammenhang nicht: Kann es sein, dass altes Fett auf den Zahnrädern die Ursache für diese "Bauchbildung" bei waagrechten Linien ist?
    Die Zahnräder und Zahnschienen erscheinen mir jedoch sauber, doch ich kann mich irren. Weshalb müsste man da einen Monteur beiziehen? Und das Petroleum löst wirklich altes Fett und Schmutz?
    Ich werde es probieren, zumal jetzt sowieso gerade weniger zu tun ist.

    @ Jakob: Ich gehe so vor:
    Rillnute auf die Linie stecken, die Sensoren bei der Schwinganlage nach oben und dann UNTER DRUCK die Rillnute auf den Druckzylinder, ich mach das immer mit dem Motor, das klappt super.

    Sodale, jetzt habe ich gleich noch eine Frage:
    Ich müsste das Stanzblech wechseln, doch ich habe so etwas das letzte mal vor 30 Jahren gemacht noch dazu auf den Zylinder eine Nummer kleiner.
    Dieser hatte das große Rad in der Mitte bei den Zylindergreifern zum Zu- und Aufdrehen beim Aufzug machen.
    Doch der 64x90er hat statt dieses Rades zwei Muttern bei den Greifern.
    Ich nehme an die muss ich lösen um das Stanzblech raus zu bekommen?
    Einmal die eine Mutter ganz aufdrehen und dann die andere?

    Ich danke Euch schon mal für die Tips!
    Schönen Tag noch!

    So, schönen Abend an alle Mitglieder hier!

    Ich habe eine Frage an die gestandenen Buchdrucker in diesem Forum, ich hoffe es gibt noch welche...
    Seit einiger Zeit arbeite ich an einem wirklich sehr gut erhaltenen Heidelberg Zylinder SBD 64 x 90.
    Er läuft wie geschmiert, echt brav und zuverlässig nur ein kleines, jedoch interessantes Problemchen habe ich:
    Wenn ich quer übers ganze Format eine waagrechte Linie in den Rahmen schliesse und dann nuten möchte so bildet sich zur Druckmitte hin immer ein kleines "Baucherl", also links am Druckbeginn passt die Linie, rechts am Druckende ebenfalls wieder nur in der Mitte weicht die Linie immer nach oben oder unten aus, was ist die Ursache?
    Ich habe den rahmen immer voll mit Blindmaterial, achte peinlich genau darauf, daß alles gerade ist und sich keine Reglette oder Schliessmaterial irgendwo überschneidet, die Linie kann nicht ausweichen.
    Ebenso laufen senkrechte Linien immer so ca. 3 Vierterl Petit vom Druckbeginn zum Druckende schief, kann ebenfalls machen was ich will, wieder den Schliessrahmen von oben bis unten voll mit Stegen, damit die Linie ja nicht auskann und irgendwo schief laufen kann. Trotzdem stehen die Linien schief...
    Doch woran kann das liegen?
    So, das wars schon wieder, ich wünsche Euch einen schönen Wochenbeginn, schwitzt nicht zuviel und wenn Ihr Urlaub habt, erholt Euch gut!

    Ja, danke!
    Den Schalter habe ich heute gefunden.
    Mann, war ich blöd!
    Da hätte ich gleich drauf kommen können!
    Noch dazu weil es eh am Verkleidungskasten vom Schwungrad auf einen Schild so schön angeschrieben steht, naja, manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht...

    Aber ich sags Euch...ich hätte niemals mehr gedacht, dass mir mein Beruf wieder soviel Freude macht, am guten, alten Zylinder, MADE IN GERMANY!!
    Schönes Wochenende allen und danke für die Tipps!

    Dreht ihr die Maschine von Hand durch oder vom Motor?
    Ich schildere wie ich das mache:
    Ich lege die Pertinax-form auf die Stanzform (mit diesen Passstiften), danach so die Maschine mit abgestellten Vordermarken und natürlich ohne Papier sofort auf Druck.
    Doch das klappt nicht.
    Habe schon Karton unter die Form gegeben, noch eine Selbstklebefolie auf die Klebeseite dieser Pertinax damit die noch besser klebt, kein Erfolg, schön langsam verzweifle ich...
    Oder soll ich die Maschine zuerst mal eine Umdrehung LANGSAM drehen lassen und danach auf DRUCK?
    Wenn ich die Maschine zuerst mal langsam drehen lasse habe ich Angst, daß es mir diese Pertinax zerfetzt, deswegen gehe ich SOFORT auf Druck, oder ist das unbegründet?
    Ich wäre dankbar wenn ich die richtige Methode wüsste.

    Hallo, liebe Freunde, zuerst mal einen wunderschönen Feiertag!

    Nun zu meiner Frage:
    Kann mir bitte jemand erklären wie man den großen Heidelberg Zylinder 64x90 VON HAND durchdreht?
    Wir haben es gestern versucht:
    Maschine ausgeschaltet, Steuerhebel auf "DRUCK", beim Schwungrad auf dieses Bremspedal getreten (war das der Fehler?), doch es lies sich nicht drehen, oder nur sehr schwer.
    Was haben wir falsch gemacht?
    Ich bitte um Anregungen, danke schön!

    Danke Boston Presse, Du sprichst mir aus der Seele! Schön langsam klingelts bei mir was die Ursache für diese Passdifferenzen ist. Ich sag dem Papierschneider andauernd er soll doch bitte das Papier so genau wie möglich schneiden, doch BUMM, der haut die Stösse in die Maschine, schneidet als gäbs kein Morgen und obs genau ist oder nicht interessiert den nicht...wird schon der Drucker richten.
    Darf ich fragen über welches Internet-Portal Du das Blech gekauft hast und wieviel das gekostet hat? Danke schon mal im Voraus!

    Guter Tipp, das mit dem Stahlblech, muß nur schauen wo ich so eines herbekomme und daß es genau im Winkel geschnitten wird.
    Die Vordrucke wurden auf einer SM52 4Farben produziert und rein visuell hatte ich den Eindruck sie müssten eigentlich passgenau sein.
    Ich füge hinzu diese Vordrucke waren matt-zelophaniert und diese Zelophanfolie löste sich auf der Anlageseite (also die Bogenseite die der Greifer am Tiegel erfasst) ein wenig vom Bogen ab.
    Diese Seite habe ich beschnitten, sodaß diese wegstehende Folie weg war, daran kann es also meiner Meinung nach auch nicht gelegen haben.
    Ich werde jetzt mal versuchen das Stanzblech so gut es geht gerade zu biegen, wenn nicht organisiere ich mir ein Blech vom Klempner oder wo.
    Möchte nur wissen wie das gekommen ist, dass dieses Blech so verbogen ist...
    Danke für die guten Ratschläge!

    Naja, das Blech auf diesem Heidelberger Tiegel ist schon sehr gebogen. Ich habe es rausgenommen und die Biegung ist fast so wie beim Stanzblech für den Zylinder! Ich habe ein neues bestellt, doch leider werde ich keines bekommen weil zu teuer. Muss mir so behelfen.
    Wegen dem Passer: Normale Rillungen funktionieren passgenau, auch über da ganze Format. Doch diese Prägungen (die Prägung sollte passgenau auf einem Firmenschriftzug stehen) machte Probleme. Und es war ganz unterschiedlich, nicht jeder Zweite Bogen, der Papierlauf war einwandfrei, die Schiebemarke legte meiner Meinung nach tadellos an, also weshalb kein Passer ein Rätsel.
    Mir fällt nur noch das verbogenen Stanzblech ein, daß dieses die Greifer irgendwie beschädigt hat.

    Daneben habe ich noch einen kleinen Heidelberger Tiegel stehen (den mit zwei Farbauftragswalzen und die drehbare Druckstärkenverstellung).
    Der ist schön verpackt wie ein Weihnachtspackerl, weil er nicht oft in Funktion ist. ich werde ihn aktivieren und sehen wie es bei dem mit dem Passer aussieht, vielleicht werden die Prägungen dann perfekt.

    So, jetzt komme ich endlich dazu zu antworten, hab nämlich zu Hause im Haus auch noch jede Menge zu tun.
    Die Tipps zum Nutenschneiden werde ich alle beherzigen, ich bin noch nicht zu alt um gute Ratschläge anzunehmen, noch dazu bei einer Arbeit die mir sehr viel Spass macht!
    Hätte niemals gedacht, daß ich am guten alten Heidelberger Zylinder noch so gut mein Geld verdienen kann.
    Das Einrichten macht echt Spass, da vergeht die Zeit wie im Flug!

    Jetzt habe ich gerade einen, nunja, grenzwertigen Auftrag im Zylinder Format 64x90.
    Im großen Format, also 64x90 auf einem 100g Papier zu 16 Nutzen A5 Seiten ausstanzen mittels Registerstanzform, ich sags, euch...
    Das wird nicht gestanzt sondern mehr perforiert, soviele kleine Hacker musste ich in die Stanzform machen damit der Bogen sich nicht in der Maschine zerfetzt.
    Die Auslage ist das Problem, ich kann nur sehr langsam drucken weil sonst habe ich im Auslagestapel den größten Papiersalat.
    Da braucht man eben Geduld beim Einrichten, nix mit "Platte rein, Farbe, Stellung usw. stellt sich eh von selber und Vollgas!"
    Da muss man noch basteln, mein Lieber Schwan...

    Und noch eine Frage mehr an die Techniker hier im Forum die sich vielleicht am großen Zylinder noch auskennen, mich interessiert nämlich noch folgendes Phänomen:
    Der Zylinder auf dem ich arbeite hatte zu Beginn als ich ihn übernahm fast keine Blas- und Trennluft mehr im Anlagestapel, es gab Doppelbogen bis zum Abwinken.
    Dieses Problem wurde Gott sei Dank behoben, der Monteur reinigte alle Zuleitungen von der Kolbenpumpe und auch sämtliche Blaslöcher, jetzt ist alles okay.
    Dieser Zylinder 64x90 hat auch einen Kompressor, dessen Notwendigkeit ich allerdings immer noch nicht ganz nachvollziehen kann.
    Jetzt mit sauberen Blaslöchern und reparierter Blas- und Trennluft wird auch Karton tadellos angesaugt, doch fiel mir auf OHNE Kompressor springt der Bogen so komisch in die Vordermarken. Ich habe die Bürsten am Bogenende angestellt, Bogenniederhalter präziesest eingestellt, daß der Bogen ja genau in die Vordermarken geschoben wird, ohne Besserung.
    Auch staucht sich der Bogen nirgends oder bleibt wo hängen, alles okay.
    Als letztes habe ich rein probehalber den Kompressor zugeschaltet (den ich ja glaubte nicht zu benötigen weil die Bogen, selbst schwerer Karton einwandfrei angesaugt werden), und siehe da: Der Bogen legt auf einmal ganz ruhig ohne Springen an.
    Wo kommt da der Kompressor ins Spiel, ich dachte der ist nur da um die Bogen besser zu trennen, bzw. anzusaugen?
    Merkwürdig, was soll´s...jetzt schalt ich das Ding eben immer ein. Problem solcherart gelöst.

    So und da ich schon lästig bin wage ich es noch eine Frage zu stellen:
    Ich habe auch einen großen Heidelberger Tiegel (den mit den drei Farbauftragswalzen) in Verwendung, jedoch ist leider das Stanzblech am Presskörper gebogen, sodaß es hohl liegt.
    Vorige Woche musste ich passgenaue Prägungen herstellen, kam jedoch nicht auf einen Passer.
    Ich verwende natürlich die Anlage und habe auch die Schiebemarke richtig eingestellt und mir den Bogenlauf ganz genau angesehen, trotzdem die Passerdifferenzen.
    Liegt das nun am hohl liegendem Stanzblech welches diese Differenzen verursacht oder gibt's da noch ein anderes Problemchen auf das ich nicht komme?

    So, das wärs für heute, ich wünsche allen hier noch ein wunderschönes Wochenende!

    Ich bedanke mich für die guten Ratschläge!

    Von Printgott hätte ich nur gerne noch etwas ausführlicher erklärt wie das genau aussieht mit dem Nuten weigschneiden am Druckzylinder?
    Also stelle ich mir das so richtig vor:
    Die erste Kanalnute am Zylinder kleben, dann die zweite, aber die überlappen sich ja dann wenn der Abstand zu schmal ist.
    Soll ich das Überlappende mit dem Cutter dann wegschneiden?
    Ich kann mir das nicht so recht vorstellen, müsste das sehen um es richtig zu kapieren, Entschuldigung...

    Zweite Frage:
    Was kann man machen damit die Kanalnuten besser am Zylinder kleben?
    Das ist bei diesem Zylinder ein echter Witz, muss jede Nute EINZELN auf den Zylinder kleben (also mit Druck und natürlich ohne Bogen einmal durchlaufen lassen.)
    Manchmal kleben die überhaupt nicht am Druckzylinder.
    Der Kollege den ich vertrete hat nichts unter dem Stanzblech gegeben.
    Nun denke ich möglicherweise ist das zuwenig und es gehört vielleicht ein 80 oder 100 Gramm Bogen unter das Blech um auf die vorgeschriebene Aufzugsstärke zu kommen.
    Und demzufolge würden die Kanalnuten besser am Zylinder kleben.
    Habe ich den richtigen Denkansatz?

    Danke schon mal im Voraus.

    Danke für die Tipps!
    Das habe ich mir ungefähr auch überlegt, doch wie soll ich so genau schneiden, daß ich die Rillnut nicht beschädige?
    Ich muss vorausschicken, daß ich wie schon erwähnt eigentlich Offsetdrucker bin und meine Buchdruckerzeit ca. 30 Jahre zurückliegt.
    Ich vertrete einen Kollegen der länger im Krankenstand ist.
    Dieser Kollege hat seit 30 Jahren nichts anderes als Buchdruck gemacht, schon möglich, daß er einige Kniffe weis, die ich nicht kenne.

    Doch es ist vertrackt, die Arbeit gefällt mir und ich habe das ganze Wochenende studiert wie ichs am besten machen könnte. Das mit der Pertinax-Form krieg ich nicht hin, die klebt einfach nicht am Druckzylinder. Ja, vielleicht könnte ich ein paar Bogen unter die Stanzform geben, damit die höher wird und somit die Pertinax mit mehr Druck auf den Zylinder gepresst wird. Doch da fürchte ich wieder um die Stanzform oder ums Gegendruckblech.
    Ich habe mit dieser Pertinax eben keine Erfahrung.

    Also die Riller lagen bei dieser Mappe 4mm nebeneinander und ich kam beim besten Willen auch mit unseren schmalsten Rillnuten zu keinem Ergebnis.
    Gibt es wirklich auch so schmale Kanalnuten?

    Danke für den Tipp!
    Ich werde es versuchen, das ist alles so ärgerlich, diese Pertinax Form ist jetzt leider unbrauchbar, da mir schon ein kleines Stückchen weggebrochen ist.
    Ich hoffe nur man bekommt diese extrem dünnen Riller recht kurzfristig, da diese Mappen schon dringend Liefertermin haben.
    Blöd, dass es mit Löschkarton nicht geht...

    Hallo, liebe Mitglieder dieses Forums!

    Zuerst mal möchte ich mich vorstellen:
    Ich bin eigentlich gelernter Offsetdrucker, doch in Ermangelung freier Stellen in diesem Druckverfahren arbeite ich jetzt am Heidelberg Zylinder und Tiegel als Buchdrucker.
    Ich gehöre (zum Glück) noch zur Generation die das typografische Masssystem noch gelernt und die Grundzüge des Hochdrucks mitbekommen hat.
    Der Zylinder auf dem ich werke ist echt toll!
    70 Jahre alt, Format 64x90cm, läuft wie ein Uhrwerk.
    Niemals hätte ich noch gedacht, daß ich mir auf dieser Maschine noch mein Geld verdienen würde!
    Die Arbeit macht echt Spaß, erinnert mich an echt gute alte Zeiten!
    In einer Zeit wo es mir finanziell echt mies ging reißt mich der gute alte HEIDELBERG ZYLINDER aus der Klemme!
    Ich liebe ihn!

    Gut, nun zu meinem Anliegen:
    Ich kann natürlich schon rillen, stanzen, Perforieren und so weiter,...doch seit gestern habe ich eine besonders knifflige Arbeit in der Maschine:
    Es sind Mappen mit dunkelblauer Vollfläche am Rücken gerillt mit so eng beieinanderstehenden Rilllinien, daß ich mit keiner Kanalnute hinkomme, auch mit den schmalen nicht, die nur an einer Seite Fleisch haben.
    Ich habe so eine Rillform bekommen-"PERTINAX" oder wie die heißt, leider habe ich mit so etwas noch nie gearbeitet.
    Diese Form ist auf die Stanzform mittels so kleiner Passstifte aufzustecken und unter Druck auf den Druckzylinder aufzubringen.
    Leider ist der Kleber dieser Form aber zu schwach und klebt nicht am Druckzylinder, wohl auch wegen der Biegung des Zylinders und das Material dieser Form ist auch ziemlich steif und biegt sich schlecht.
    Nun ist diese Rillform leider kaputt und ich kann sie nicht mehr verwenden, also muss ich mir anders helfen.
    Ich habe schon alles probiert: Löschkarton als Rillnute am Druckzylinder, Papier,...jedes mal dasselbe: Die Nuten brechen und die blaue Fläche reisst auf.
    Bei weissen Karton würde das nicht so auffallen, doch diese dunkle blaue Fläche lässt sofort alles erkennen.
    Also wenn jemand noch einen guten Tipp weis wie ich diesem Ärgernis beikommen könnte wäre ich sehr dankbar.

    Schönes Wochenende noch!