Beiträge von jotemel

    shredder an:


    Der Offsetdruck braucht aktuell vor allem Alkohol.

    Und ich auch!

    Folglich bin ich ein (wenn nicht gar DER) Offsetdruck.

    Zu meiner - hier und da mittlerweile doch an Papier erinnernden - Oberfläche lässt sich nach eingehender Prüfung festhalten, dass sie sowohl große als auch kleine Poren aufweist.

    Höher viskose Pflanzenöle werden schnell aufgenommen, ganze Farbtröpfchen noch nicht. An Bindemitteln für's gleichnamige Gewebe besteht Interesse.


    shredder off

    Du kannst den Geruch nicht "abstellen".

    Er ensteht beim Trocknungsprozess der Farbe, speziell wenn sich unter Einwirkung von Sauerstoff längerkettige Moleküle bilden. Dabei enstehen eine Reihe von kurzlebigen Verbindungen und Spaltprodukten, die flüchtig sind und nur bei genügender Belüftung den Stapel verlassen können. Wenn also die Geruchsbelästigung minimiert werden soll, dann: LÜFTEN!.

    Oft fehlt hierzu die Zeit, und da beißt sich die Katze in den sprichwörtlichen Schwanz. Sinnvoll wäre, die Auflage am nächsten Tag nochmals ohne Druck durch die oder eine andere Maschine laufen zu lassen, falls das der Termin (und die Auslastung) zulassen.

    Eigentlich eine klassische Frage für His Highness Mr. Inkman, der das bestimmt in epischer Breite erklären könnte:):?:.


    Auch der Einsatz von Trockenstoffen(Sikkativen) beseitigt die Geruchsprobleme nicht.

    (Wenn ich das Wort "Trockenstoff" benutze, finde ich es paradox, dass diese immer flüssig sind:)).

    Das kommt darauf an, welchen Stoff du mit was benetzen willst. Der zu benetzende Stoff muss immer eine höhere Oberfl.-spannung haben als der aufzutragende. Im Druck ergeben sich Probleme mit der Annahme vor allem bei Lackierungen, wenn der Untergrund eine sehr geringe O. hat.

    So bei Folien, aber auch UV-gehärtete Digitaldruckfarben sind schwierig weiter zu veredeln. 32 mN/m (= dyn/cm) sind als Vergleichsmaßstab etwas gering.

    Für einen Blitztest sollte man wenigstens 38mN/m da haben, und evt. noch eine höhere und auch eine niedrigere, je nach Anwendungsbreite.

    Hai Alean,

    ich habe mich vor knapp 6 Jahren auch intensiv mit dem Thema beschäftigt, um das evt. selbst anbieten zu können. Leider war ich mit damals 58 zu alt, um eine Refinanzierung des Investments in überschaubarer Zeit zu packen. Grundsätzlich kann ich meinem Vorredner nur zustimmen, dieses Verfahren ist auch für Druckmaschinen sehr gut geeignet. Alte Maschinen wurden früher meist in einer Halle gestrahlt und sahen dann äußerlich top aus. Heute ist das mit den mobilen Geräten wesentlich einfacher, nur das Heranbringen des Kompressors möglichst nahe an die Maschine kann in einigen kleinen Buden schon Probleme machen. Was ich damals bei meiner Recherche feststellte, war, dass die besten Chancen in Rollenbetrieben bestehen, wenn die in regelmäßigen Intervallen ihre Maschinen überholen. Allerdings brauchste dann schon einige Leute...

    Bei kleinen bis mittelständigen Druckereien ist die Bereitschaft zur Pflege, vor allem wenn mit Kosten verbunden, leider gering. Ich hatte damals so gerechnet, dass ich etwa € 150,-/h ansetzen müsste, um einigermaßen wirtschaftlich zu sein (weiß nicht, wie sich das bis heute entwickelt hat). Da hatten dann die meisten Ansprechpartner schon dicke Backen. Dabei dachte ich für den Anfang noch an Eiszukauf und Kompressormiete.

    Wenn ich dann sehe, wie bei einem Walzentausch zum Teil total verdreckte Maschinen tagelang notdürftig "sauber" gemacht werden, frage ich mich immer, wie man als Drucker so kleingeistig denken kann. Aber nur von der grafischen Branche wird man nicht leben können. Interesse fand ich seinerzeit bei völlig anderen Leuten, so z.B. bei Lebensmittellagern, wo man die Kühlzellen ohne Abtauen reinigen kann, in Kinos für die kaugummiverdreckten Teppiche, bei durch Graffiti geschädigten Hauseigentümern etc etc. Auch von Vorteil ist es, unter Spannung stehende Anlagen reinigen zu können, natürlich unter Beachtung der oben geschilderten Umstände(Isolation). Auch ich wünsche dir für dein Vorhaben viel Erfolg und wäre an einer gelegentlichen Schilderung sehr interessiert.

    LG Matthias

    Hallo,

    fast alle Metallicfarben, egal welcher Hersteller, verwenden Metallpigmente der Fa. Eckert, teils fix und fertig gemischt als anwendungsfertige Farbe, teils zum Selbstanreiben.

    Standard ist Messing für Gold, Alu für Silber.

    Wie schon oben bemerkt, ist ein Unterdrucken des Motivs mit einem Gelbton empfehlenswert, hier hätte es noch den Vorteil, dass die offene Papieroberfläche weitgehend geschlossen wird. Die Metallicfarbe liegt dann besser auf und wird durch die rauhe Paieroberfläche nicht in alle Richtungen reflektiert. was sie matt erscheinen lässt. Wenn du also den einzelnen Bogen Zeit zum Trocknen geben kannst und keine k-Auflage stapeln musst, dann mach es so.

    So ist es. inkman hat's erkannt. Unbedingt offline primern! Vielleicht ist auch die Menge des aufgetragenen Primers zu gering. Dafür spricht, dass an den mit weniger Farbe bedruckten Stellen der UV-Lack haftet. Bei einer Belegung von über 240% sackt der Primer bei Inline-Lackierung teilweise in die Farbe ab und bildet keine Trennschicht mehr. Der dicke Siebdrucklack "perlt" dann quasi ab. Die Oberflächenspannung des zu lackierenden Bogens sollte mind. 40 mN/m betragen, je mehr, um so besser. Es gibt dafür Testinten mit unterschiedl. Einstellungen zu kaufen, z.B. bei der Fa. Arcotech.

    Alternativ kann man die Bogen einer Coronarbehandlung unterziehen.

    Ich weiß nicht, wer die Offsetaufträge in Zukunft drucken wird. Immerhin sind ja einige Druckereien angeschlossen, so auch in der Schweiz z.B. nebst etlichen quasi Lohndruckern in D. Allerdings sind in Radebeul die Offsetmaschinen verschwunden.

    afaik nein.

    Jedoch wird die Offsetproduktion weitestgehend geschlossen und nur der Digitalbereich ausgebaut bzw. erhalten.

    Somit sind etwa 20-25 Drucker plötzlich "frei".

    Das ist eine Buchdruck-Andruckpresse.

    Verkaufen bei maschinensucher.de oder halt ebay. Falls alles noch läuft, kannst du evt. € 2000.-erzielen oder auch mehr, kommt darauf an, ob das Teil jemand braucht.

    ein wenig mehr Input könnte nicht schaden!

    Farbe, Hersteller, Substratinfo, Druckplatte (welches System) etc.pp.

    Da du EB-Trocknung ansprichst, vermute ich mal, dass du im Folienverpackungsdruck an einer Rolle unterwegs bist.

    Wenn ich nur das Foto sehe, würde ich auf Schichtreste einer prozessfreien Platte tippen, deren Schicht nicht mit der Farbe über das Substrat aus der Maschine getragen wird. Sind die Fladen bereits polymerisiert oder noch weich?

    TMTPA war/ist Bestandteil des Bindemittels, welches die Viskosität herabsetzt(e). Mit was wurde es substituiert?

    Wenn an der Maschine nicht etwas völlig im Argen liegt, ist tatsächlich der Farbhersteller erste Wahl.

    Ich weiß ja nicht, von wem ihr Eure Platten bezieht, aber ohne Linearisierung und gegebenenfalls Kurvenanpassung ist das Bockmist.

    Vielleicht hat der Händler geraten, eine Form zu belichten, dann ab in die Maschine und gucken, ob sie ohne Probleme freiläuft...

    Könnte sein. Aber ohne die genannten Schritte würde ich die Platte nicht anbieten bzw. empfehlen! Das sollte aber auch jedem Drucker klar sein!

    Du druckst nicht zufällig an einer Komori?

    Das sind die einzigen mir bekannten Maschinen, an denen das geschilderte Problem m.W. noch auftreten kann. Muss wohl mit den Kupferverreibern zusammenhängen, wie, weiß keiner so genau...

    Per se gilt: FM immer etwas saurer halten als ph 5.0, 4,8-4,9.

    Wenn es gar nicht geht, Platten vorher auswaschen. Das entstellt zwar den Sinn der prozessfreien Platten etwas, hilft aber. Darüberhinaus kannst du die Platten länger lagern als ein paar Tage, ohne Nachbelichtung durch Wärmestrahlung und/oder Streulicht befürchten zu müssen.

    Du musst aufpassen, nicht alles auf einmal zu ändern, sonst geht der Überblick flöten. Wenn diese Streifen in allen DW auftreten, ist es sehr unwahrscheinlich, dass es an der Walzenjustage hängt. Alle Werke gleichmäßig daneben, kann nicht sein, jedenfalls theoretisch ;). Wie ist es denn, wenn du die Werke mit einer Testform, sagen wir mal homogener 50-70er Raster, einzeln druckst? Streifen oder nicht? Falls ja und in allen Werken, würde ich das GT tauschen.

    Wichtig dabei ist ein sehr gutes Freigabeverhalten ohne Nachzieheffekt bei der Trennung. Da kann so etwas nämlich auch entstehen bei ordentlicher Farbbelegung. Ist der Fehler geschwindigkeitsabhängig? Falls nur bei hohen Drehzahlen, spräche das für eine schlechte Freigabe. Fein geschliffene Tücher mit sehr spitzer Punktwiedergabe geben schlechter frei als etwas rauher geschliffene, deren Nachteil ist dann allerings mehr Rauschen im Raster.

    Die X bietet im direkten Vergleich mit der XP einen besseren Kontrast, der sich bei längerer Standzeit wieder etwas abschwächt.

    Man kann aber sehr gut eine evt. mitkopierte Formenkennung lesen. UV-Haltbarkeit ist bis mind. 5000 Bg. gegeben. Für höhere Auflagen noch nicht angewendet.

    Bitte sehr! Auf einen Fehler sei hingewiesen: Ganz unten bei den Empfohlenen Dichtewerten fehlt die"5" bei ungestrichen.

    Es wird nicht mehr zw. Buntfarben und K unterschieden, was die Zuwachswerte betrifft. Werte gelten nur unter Messbedingungen M1!

    Wäre auch ein Moree denkbar wegen falschem Rasterwinkel?

    Das vermute ich auch. Der Rasterwinkel muss dabei nicht falsch sein. Zwischen Y und den benachbarten Grundfarben M und C liegen nur jeweils 15°, was bei einer homogenen Fläche zwangsläufig zu Interferenzen führt. Wenn du die M-Form mit Blau belegen würdest, wäre die gleiche Wirkung in Richtung Cyan zu beobachten, in beiden Fällen verstärkt natürlich noch durch unvermeidliche geringe Passerdifferenzen. Ich habe mir meist damit helfen können, dass die Y-Form bei problematischen Tönen nicht anders "gewinkelt" wurde, aber in einer anderen Weite. Also bei z.B. 80-er Raster das Y mit 70-er fahren. Das fällt bei der hellen Farbe Gelb nicht weiter groß auf. Beim Zweifarbdruck einer gleichmäßigen Fläche aus C und Y bzw. M und Y diese dann mit 30° Abstand ohne unterschiedl. Weite anlegen. Die oben erwähnte Greiferproblematik sollte unabhängig davon überprüft werden.

    Reitet doch nicht so auf dem PSO herum. Das Zertifikat an der Wand des Chefs hat nicht mehr Aussagekraft wie ein Foto von mir beim Grünzeug essen, unter dem steht: auch ich bin jetzt Vegetarier und ernähre mich nachhaltig. Was ich vor oder nach der Momentaufnahme mache (oder zu mir nehme), ist doch gar nicht relevant...

    Etwas völlig Anderes ist jedoch, dass eine gute Druckerei ein bis zweimal jährlich sich selbst kontrollieren sollte, ob man noch den selbstgesteckten Qualitätsansprüchen gerecht wird. Und dazu bedarf es keiner teuren Zertifizierung, sondern "nur" eines ordentlichen Spektralfotometers und etwas Verständnis für die Prozesse, die man kontrolliert. Anbei eine, wie ich meine, recht verständliche Beschreibung der Thematik durch HG, zwar schon etwas älter und somit nicht auf dem aktuellsten Stand der Dinge, jedenfalls was die Messmethoden und -werte angeht, aber sehr übersichtlich.

    color_quality.pdf