Beiträge von jotemel

    Hallo,

    fast alle Metallicfarben, egal welcher Hersteller, verwenden Metallpigmente der Fa. Eckert, teils fix und fertig gemischt als anwendungsfertige Farbe, teils zum Selbstanreiben.

    Standard ist Messing für Gold, Alu für Silber.

    Wie schon oben bemerkt, ist ein Unterdrucken des Motivs mit einem Gelbton empfehlenswert, hier hätte es noch den Vorteil, dass die offene Papieroberfläche weitgehend geschlossen wird. Die Metallicfarbe liegt dann besser auf und wird durch die rauhe Paieroberfläche nicht in alle Richtungen reflektiert. was sie matt erscheinen lässt. Wenn du also den einzelnen Bogen Zeit zum Trocknen geben kannst und keine k-Auflage stapeln musst, dann mach es so.

    So ist es. inkman hat's erkannt. Unbedingt offline primern! Vielleicht ist auch die Menge des aufgetragenen Primers zu gering. Dafür spricht, dass an den mit weniger Farbe bedruckten Stellen der UV-Lack haftet. Bei einer Belegung von über 240% sackt der Primer bei Inline-Lackierung teilweise in die Farbe ab und bildet keine Trennschicht mehr. Der dicke Siebdrucklack "perlt" dann quasi ab. Die Oberflächenspannung des zu lackierenden Bogens sollte mind. 40 mN/m betragen, je mehr, um so besser. Es gibt dafür Testinten mit unterschiedl. Einstellungen zu kaufen, z.B. bei der Fa. Arcotech.

    Alternativ kann man die Bogen einer Coronarbehandlung unterziehen.

    Ich weiß nicht, wer die Offsetaufträge in Zukunft drucken wird. Immerhin sind ja einige Druckereien angeschlossen, so auch in der Schweiz z.B. nebst etlichen quasi Lohndruckern in D. Allerdings sind in Radebeul die Offsetmaschinen verschwunden.

    afaik nein.

    Jedoch wird die Offsetproduktion weitestgehend geschlossen und nur der Digitalbereich ausgebaut bzw. erhalten.

    Somit sind etwa 20-25 Drucker plötzlich "frei".

    Das ist eine Buchdruck-Andruckpresse.

    Verkaufen bei maschinensucher.de oder halt ebay. Falls alles noch läuft, kannst du evt. € 2000.-erzielen oder auch mehr, kommt darauf an, ob das Teil jemand braucht.

    ein wenig mehr Input könnte nicht schaden!

    Farbe, Hersteller, Substratinfo, Druckplatte (welches System) etc.pp.

    Da du EB-Trocknung ansprichst, vermute ich mal, dass du im Folienverpackungsdruck an einer Rolle unterwegs bist.

    Wenn ich nur das Foto sehe, würde ich auf Schichtreste einer prozessfreien Platte tippen, deren Schicht nicht mit der Farbe über das Substrat aus der Maschine getragen wird. Sind die Fladen bereits polymerisiert oder noch weich?

    TMTPA war/ist Bestandteil des Bindemittels, welches die Viskosität herabsetzt(e). Mit was wurde es substituiert?

    Wenn an der Maschine nicht etwas völlig im Argen liegt, ist tatsächlich der Farbhersteller erste Wahl.

    Ich weiß ja nicht, von wem ihr Eure Platten bezieht, aber ohne Linearisierung und gegebenenfalls Kurvenanpassung ist das Bockmist.

    Vielleicht hat der Händler geraten, eine Form zu belichten, dann ab in die Maschine und gucken, ob sie ohne Probleme freiläuft...

    Könnte sein. Aber ohne die genannten Schritte würde ich die Platte nicht anbieten bzw. empfehlen! Das sollte aber auch jedem Drucker klar sein!

    Du druckst nicht zufällig an einer Komori?

    Das sind die einzigen mir bekannten Maschinen, an denen das geschilderte Problem m.W. noch auftreten kann. Muss wohl mit den Kupferverreibern zusammenhängen, wie, weiß keiner so genau...

    Per se gilt: FM immer etwas saurer halten als ph 5.0, 4,8-4,9.

    Wenn es gar nicht geht, Platten vorher auswaschen. Das entstellt zwar den Sinn der prozessfreien Platten etwas, hilft aber. Darüberhinaus kannst du die Platten länger lagern als ein paar Tage, ohne Nachbelichtung durch Wärmestrahlung und/oder Streulicht befürchten zu müssen.

    Du musst aufpassen, nicht alles auf einmal zu ändern, sonst geht der Überblick flöten. Wenn diese Streifen in allen DW auftreten, ist es sehr unwahrscheinlich, dass es an der Walzenjustage hängt. Alle Werke gleichmäßig daneben, kann nicht sein, jedenfalls theoretisch ;). Wie ist es denn, wenn du die Werke mit einer Testform, sagen wir mal homogener 50-70er Raster, einzeln druckst? Streifen oder nicht? Falls ja und in allen Werken, würde ich das GT tauschen.

    Wichtig dabei ist ein sehr gutes Freigabeverhalten ohne Nachzieheffekt bei der Trennung. Da kann so etwas nämlich auch entstehen bei ordentlicher Farbbelegung. Ist der Fehler geschwindigkeitsabhängig? Falls nur bei hohen Drehzahlen, spräche das für eine schlechte Freigabe. Fein geschliffene Tücher mit sehr spitzer Punktwiedergabe geben schlechter frei als etwas rauher geschliffene, deren Nachteil ist dann allerings mehr Rauschen im Raster.

    Die X bietet im direkten Vergleich mit der XP einen besseren Kontrast, der sich bei längerer Standzeit wieder etwas abschwächt.

    Man kann aber sehr gut eine evt. mitkopierte Formenkennung lesen. UV-Haltbarkeit ist bis mind. 5000 Bg. gegeben. Für höhere Auflagen noch nicht angewendet.

    Bitte sehr! Auf einen Fehler sei hingewiesen: Ganz unten bei den Empfohlenen Dichtewerten fehlt die"5" bei ungestrichen.

    Es wird nicht mehr zw. Buntfarben und K unterschieden, was die Zuwachswerte betrifft. Werte gelten nur unter Messbedingungen M1!

    Wäre auch ein Moree denkbar wegen falschem Rasterwinkel?

    Das vermute ich auch. Der Rasterwinkel muss dabei nicht falsch sein. Zwischen Y und den benachbarten Grundfarben M und C liegen nur jeweils 15°, was bei einer homogenen Fläche zwangsläufig zu Interferenzen führt. Wenn du die M-Form mit Blau belegen würdest, wäre die gleiche Wirkung in Richtung Cyan zu beobachten, in beiden Fällen verstärkt natürlich noch durch unvermeidliche geringe Passerdifferenzen. Ich habe mir meist damit helfen können, dass die Y-Form bei problematischen Tönen nicht anders "gewinkelt" wurde, aber in einer anderen Weite. Also bei z.B. 80-er Raster das Y mit 70-er fahren. Das fällt bei der hellen Farbe Gelb nicht weiter groß auf. Beim Zweifarbdruck einer gleichmäßigen Fläche aus C und Y bzw. M und Y diese dann mit 30° Abstand ohne unterschiedl. Weite anlegen. Die oben erwähnte Greiferproblematik sollte unabhängig davon überprüft werden.

    Reitet doch nicht so auf dem PSO herum. Das Zertifikat an der Wand des Chefs hat nicht mehr Aussagekraft wie ein Foto von mir beim Grünzeug essen, unter dem steht: auch ich bin jetzt Vegetarier und ernähre mich nachhaltig. Was ich vor oder nach der Momentaufnahme mache (oder zu mir nehme), ist doch gar nicht relevant...

    Etwas völlig Anderes ist jedoch, dass eine gute Druckerei ein bis zweimal jährlich sich selbst kontrollieren sollte, ob man noch den selbstgesteckten Qualitätsansprüchen gerecht wird. Und dazu bedarf es keiner teuren Zertifizierung, sondern "nur" eines ordentlichen Spektralfotometers und etwas Verständnis für die Prozesse, die man kontrolliert. Anbei eine, wie ich meine, recht verständliche Beschreibung der Thematik durch HG, zwar schon etwas älter und somit nicht auf dem aktuellsten Stand der Dinge, jedenfalls was die Messmethoden und -werte angeht, aber sehr übersichtlich.

    color_quality.pdf

    Du brauchst dazu die Software TECHKON DMS Pro. Wenn die nicht mehr vorhanden ist(CD-ROM), nützt dir das Gerät nix.

    Hier der Link zum Handbuch. Bis XP sollte die Software laufen. Für neuere Windosen weiß ich das nicht.


    P.S. Die Leute bei Techkon sind im Allgemeinen sehr kundenorientiert. falls die Software nicht mehr vorhanden ist, einfach mal in Königstein anrufen!

    Gummi Arabicum ist ein "geiles Zeug".Ich habe in den Siebzigern im Osten gelernt, und dank der guten Beziehungen der DDR zu den Maghreb-Staaten gab es das Zeug in Hülle und Fülle zum Schleuderpreis, im Papiersack als Rohharz mit allen Verunreinigungen. Vier Wochen einweichen, abgedeckt stehen lassen und filtern, danach hatte man eine säuerlich riechende (vergleichbar reverse Nahrung ;-)) Flüssigkeit, die, dem Feuchtwasser zugesetzt, für ein gutes Klima auf der Platte sorgte. Puffernde Zusätze gab es kaum, aber G-A kommt mit ziemlich genau ph 5 rüber und ist somit ideal. Allerdings, da organisch, stinkt es nach einer Woche schon ganz schön im Kreislauf. Also war jedes WE Wasserkreislauf reinigen angesagt. Die alten Steindrucker haben es schon verwendet, um den Lithostein hydrophil zu halten. Heute ist das Haupteinsatzgebiet eher die Lebensmittelindustrie. Wird fast überall beigemengt als Emulgator.


    Ach ja, geruhsame Feiertage @all!