Beiträge von jotemel

    Das ist eine Buchdruck-Andruckpresse.

    Verkaufen bei maschinensucher.de oder halt ebay. Falls alles noch läuft, kannst du evt. € 2000.-erzielen oder auch mehr, kommt darauf an, ob das Teil jemand braucht.

    ein wenig mehr Input könnte nicht schaden!

    Farbe, Hersteller, Substratinfo, Druckplatte (welches System) etc.pp.

    Da du EB-Trocknung ansprichst, vermute ich mal, dass du im Folienverpackungsdruck an einer Rolle unterwegs bist.

    Wenn ich nur das Foto sehe, würde ich auf Schichtreste einer prozessfreien Platte tippen, deren Schicht nicht mit der Farbe über das Substrat aus der Maschine getragen wird. Sind die Fladen bereits polymerisiert oder noch weich?

    TMTPA war/ist Bestandteil des Bindemittels, welches die Viskosität herabsetzt(e). Mit was wurde es substituiert?

    Wenn an der Maschine nicht etwas völlig im Argen liegt, ist tatsächlich der Farbhersteller erste Wahl.

    Ich weiß ja nicht, von wem ihr Eure Platten bezieht, aber ohne Linearisierung und gegebenenfalls Kurvenanpassung ist das Bockmist.

    Vielleicht hat der Händler geraten, eine Form zu belichten, dann ab in die Maschine und gucken, ob sie ohne Probleme freiläuft...

    Könnte sein. Aber ohne die genannten Schritte würde ich die Platte nicht anbieten bzw. empfehlen! Das sollte aber auch jedem Drucker klar sein!

    Du druckst nicht zufällig an einer Komori?

    Das sind die einzigen mir bekannten Maschinen, an denen das geschilderte Problem m.W. noch auftreten kann. Muss wohl mit den Kupferverreibern zusammenhängen, wie, weiß keiner so genau...

    Per se gilt: FM immer etwas saurer halten als ph 5.0, 4,8-4,9.

    Wenn es gar nicht geht, Platten vorher auswaschen. Das entstellt zwar den Sinn der prozessfreien Platten etwas, hilft aber. Darüberhinaus kannst du die Platten länger lagern als ein paar Tage, ohne Nachbelichtung durch Wärmestrahlung und/oder Streulicht befürchten zu müssen.

    Du musst aufpassen, nicht alles auf einmal zu ändern, sonst geht der Überblick flöten. Wenn diese Streifen in allen DW auftreten, ist es sehr unwahrscheinlich, dass es an der Walzenjustage hängt. Alle Werke gleichmäßig daneben, kann nicht sein, jedenfalls theoretisch ;). Wie ist es denn, wenn du die Werke mit einer Testform, sagen wir mal homogener 50-70er Raster, einzeln druckst? Streifen oder nicht? Falls ja und in allen Werken, würde ich das GT tauschen.

    Wichtig dabei ist ein sehr gutes Freigabeverhalten ohne Nachzieheffekt bei der Trennung. Da kann so etwas nämlich auch entstehen bei ordentlicher Farbbelegung. Ist der Fehler geschwindigkeitsabhängig? Falls nur bei hohen Drehzahlen, spräche das für eine schlechte Freigabe. Fein geschliffene Tücher mit sehr spitzer Punktwiedergabe geben schlechter frei als etwas rauher geschliffene, deren Nachteil ist dann allerings mehr Rauschen im Raster.

    Die X bietet im direkten Vergleich mit der XP einen besseren Kontrast, der sich bei längerer Standzeit wieder etwas abschwächt.

    Man kann aber sehr gut eine evt. mitkopierte Formenkennung lesen. UV-Haltbarkeit ist bis mind. 5000 Bg. gegeben. Für höhere Auflagen noch nicht angewendet.

    Bitte sehr! Auf einen Fehler sei hingewiesen: Ganz unten bei den Empfohlenen Dichtewerten fehlt die"5" bei ungestrichen.

    Es wird nicht mehr zw. Buntfarben und K unterschieden, was die Zuwachswerte betrifft. Werte gelten nur unter Messbedingungen M1!

    Wäre auch ein Moree denkbar wegen falschem Rasterwinkel?

    Das vermute ich auch. Der Rasterwinkel muss dabei nicht falsch sein. Zwischen Y und den benachbarten Grundfarben M und C liegen nur jeweils 15°, was bei einer homogenen Fläche zwangsläufig zu Interferenzen führt. Wenn du die M-Form mit Blau belegen würdest, wäre die gleiche Wirkung in Richtung Cyan zu beobachten, in beiden Fällen verstärkt natürlich noch durch unvermeidliche geringe Passerdifferenzen. Ich habe mir meist damit helfen können, dass die Y-Form bei problematischen Tönen nicht anders "gewinkelt" wurde, aber in einer anderen Weite. Also bei z.B. 80-er Raster das Y mit 70-er fahren. Das fällt bei der hellen Farbe Gelb nicht weiter groß auf. Beim Zweifarbdruck einer gleichmäßigen Fläche aus C und Y bzw. M und Y diese dann mit 30° Abstand ohne unterschiedl. Weite anlegen. Die oben erwähnte Greiferproblematik sollte unabhängig davon überprüft werden.

    Reitet doch nicht so auf dem PSO herum. Das Zertifikat an der Wand des Chefs hat nicht mehr Aussagekraft wie ein Foto von mir beim Grünzeug essen, unter dem steht: auch ich bin jetzt Vegetarier und ernähre mich nachhaltig. Was ich vor oder nach der Momentaufnahme mache (oder zu mir nehme), ist doch gar nicht relevant...

    Etwas völlig Anderes ist jedoch, dass eine gute Druckerei ein bis zweimal jährlich sich selbst kontrollieren sollte, ob man noch den selbstgesteckten Qualitätsansprüchen gerecht wird. Und dazu bedarf es keiner teuren Zertifizierung, sondern "nur" eines ordentlichen Spektralfotometers und etwas Verständnis für die Prozesse, die man kontrolliert. Anbei eine, wie ich meine, recht verständliche Beschreibung der Thematik durch HG, zwar schon etwas älter und somit nicht auf dem aktuellsten Stand der Dinge, jedenfalls was die Messmethoden und -werte angeht, aber sehr übersichtlich.

    color_quality.pdf

    Du brauchst dazu die Software TECHKON DMS Pro. Wenn die nicht mehr vorhanden ist(CD-ROM), nützt dir das Gerät nix.

    Hier der Link zum Handbuch. Bis XP sollte die Software laufen. Für neuere Windosen weiß ich das nicht.


    P.S. Die Leute bei Techkon sind im Allgemeinen sehr kundenorientiert. falls die Software nicht mehr vorhanden ist, einfach mal in Königstein anrufen!

    Gummi Arabicum ist ein "geiles Zeug".Ich habe in den Siebzigern im Osten gelernt, und dank der guten Beziehungen der DDR zu den Maghreb-Staaten gab es das Zeug in Hülle und Fülle zum Schleuderpreis, im Papiersack als Rohharz mit allen Verunreinigungen. Vier Wochen einweichen, abgedeckt stehen lassen und filtern, danach hatte man eine säuerlich riechende (vergleichbar reverse Nahrung ;-)) Flüssigkeit, die, dem Feuchtwasser zugesetzt, für ein gutes Klima auf der Platte sorgte. Puffernde Zusätze gab es kaum, aber G-A kommt mit ziemlich genau ph 5 rüber und ist somit ideal. Allerdings, da organisch, stinkt es nach einer Woche schon ganz schön im Kreislauf. Also war jedes WE Wasserkreislauf reinigen angesagt. Die alten Steindrucker haben es schon verwendet, um den Lithostein hydrophil zu halten. Heute ist das Haupteinsatzgebiet eher die Lebensmittelindustrie. Wird fast überall beigemengt als Emulgator.


    Ach ja, geruhsame Feiertage @all!

    Der von dir eingesetzte FMZ ist für IPA-freien Druck gedacht, die Alkoholersatzstoffe des Zusatzes dürften sich mit dem zusätzl. Alkohol nicht gut vertragen. Wenn ich die Mengen ansehe, denke ich, dass du auf ca.3% Zusatz und 6% IPA kommen willst. Bei Hinzugabe zu 3l hast du aber von beidem weniger. Von den 3l wasser solltest du nur 2,9l verwenden und dann die 0,1l Zusatz zufügen, um eine korrekte Konzentration von 3% zu erreichen. Ich würde dir den Einsatz eines konventionellen FMZ empfehlen wie z.B. das alte Combifix. Nicht Combifix XL! Gibt es in zwei Einstellungen für hartes und eher weiches Wasser (hart ab 15°dH). Auf Alkohol erst mal ganz verzichten. Zu Druckbeginn mit wenig Wasser beginnen an der Schmiergrenze, dann behutsam erhöhen, wie schon weiter oben beschrieben. Denn das klingt alles sehr nach zu viel Wasser.


    Vielleicht auch mal die Kontaktstreifen der Walzen angucken, im Leerlauf als auch aufgesetzt...

    Nein, welcher Art die Bestandteile sind, weiß ich nicht. Nennt sich 'Fount Control' und ist m.W. nur bei umschriebener Fa. bzw. deren Label DS erhältlich.

    Ich benutze das Set seit Jahren für meine Technikertätigkeit. Die Beschaffung über den Innendienst ist kein Problem.

    Es funktioniert mit so gut wie allen gängigen Zusätzen, vor etl. Jahren hatte ich mal was von Flint, womit es nicht ging. Auch die Prisco-Zusätze sind z.T. schwierig. Aber alle bekannten Marken wie Huber, Fuji, Saphira, Böttcher, Sun, Eggen etc.pp. lassen sich damit zuverlässig prüfen.


    BG jotemel

    Ist im Prinzip richtig. Funktioniert aber nur bei neu angesetztem Wasser, da, wie du richtig schreibst, der Anteil an gelösten Ladungsträgern im Feuchtwasser ständig steigt, durch Verschmutzung halt.

    Es gibt eine einfachere Methode, einen Titriertest, den ein großer asiatischer Konzern mit grünem CD im Angebot hat. Man stellt sich eine Referenzlösung her per Handansatz, z.B. ausgehend von 1000ml Gesamtmenge 970ml Wasser, wie es auch in der Maschine zum Einsatz kommt. Dazu dann 30ml FMZ für eine 3%-ige Lösung. Davon dann wieder die gewünschte IPA-Menge vom Volumen abziehen und mit IPA ergänzen. Jetzt zum Titriertest, der zu einem Farbumschlag nach einer bestimmten Menge zugeführter Tropfen führt, ganz ähnlich wie bei der Härtebestimmung.

    Den Test nun nochmals mit dem Feuchtwasser in der Maschine durchführen. Je nach Zusatzgehalt wird der Farbumschlag bei weniger Tropfen oder mehr Tropfen erfolgen. Die Änderung verläuft linear, so dass mit einfachem Dreisatz der Prozentsatz des FMZ genau bestimmbar ist, und zwar unabhängig vom LW. Man kann sich das auch in ein Diagramm eintragen und ablesen. Wird kein anderer FMZ verwendet, muss der Handansatz nur einmal gemacht werden, da die Reaktion ja schon bekannt ist. Der Leitwert kann natürlich noch als Merkmal für evt. Veränderungen herangezogen werden; fällt er drastisch ab, ist fast sicher davon auszugehen, das sich zu wenig FMZ im Wasser befindet. Wenn dann noch die Messergebnisse mit dem gemessenen ph-Wert korrelieren, kann man entspannt einen Kaffee trinken gehen.

    Sogenannte Quick-Release Tücher haben, sehr vereinfacht erklärt, einen etwas raueren Schliff, wodurch sich der Bogen besser vom Tuch löst in der Übergabe. Erleichtert besonders bei hohen Geschwindigkeiten mit ebenfalls hoher Farbbelegung das Arbeiten. Nachteil: Sehr feine Tonwerte werden gröber dargestellt, im direkten Vergleich sieht man das.

    --- In Belgien gibt es eine Druckerei, die diesen Farbtyp auf einer XL 105 intensiv testet...

    Nicht nur da. Auch im östlichen D kenne ich eine XL, die seit roundabout 3 Monaten mit PURe läuft.

    Gern hätte ich mal eine Kartusche gemaust ;-), ging aber nicht.

    Ich habe das Teil drucken sehen, 13000Bg/h, die entnommenen Bogen fühlten sich nicht anders an als jeder frisch gezogene Bogen an einer beliebigen Maschine. Parameter, die ich eruieren konnte:

    Neue, EPDM-freie Mischwalzen, sonst geht nix. Ein FMZ ?? von Eggen. PH-neutrales Drucken bei 6,8. Kein IPA.

    Sehr schnelles Trocknen, kein Karbonieren, guter Glanz, wischfest nach kurzer Zeit. Kein vordergründiger Geruch!

    Die Drucke waren nicht lackiert, ob und mit welcher Art Lack das funktionieren würde, weiß ich nicht.

    Anfangs der Versuchsreihe schlechtes Freilaufen, mittlerweile alles ok, allerdings starkes framing in allen Druckwerken, die Stapel waren beidseitig schön bunt! Nicht kennzeichnungspflichtig!

    Kurzum: sehr interessant!