Beiträge von alideis

    Hallo,

    mein Chef und ich stehen kurz davor eine HD SM52 zu kaufen. Allerdings haben wir bis jetzt noch nie eine in Live gesehen und konnten uns von dieser Technik noch nicht überzeugen. Die zu kaufende Maschine ist schon abgebaut und kann daher nicht getestet werde.

    Daher meine Frage an euch: Arbeitet vielleicht jemand an einer Anicolor im Stuttgarter Raum (Umkreis bis 200km) und könnte sich vorstellen, dass wir mal für eine halbe Stunde vorbeikommen und die Maschine im Betrieb sehen? Falls es für jemanden wichtig ist, wir sind eine Druckerei, welche eine nur ganz bestimmte Kundschaft hat mit religiösem Hintergrund und daher stellen wir überhaupt keine Konkurrenz dar. Wir drucken nur Literatur mit christlichem Inhalt der Siebenten-Tags-Adventisten.

    Bitte schreibt mir eure Antworten als PN.

    Also der Vergleich zwischen einer Miller (Bj. 1989) und einer SM52 (Bj 2003) ist nicht wirklich fair ;) Da liegen Welten dazwischen.

    - Bei der Miller muss man die Platten noch per Hand einspannen - Zeit ca. 30-40min
    - Passer sind nach dem Einspannen total durcheinander und müssen ebenfalls per Hand durch Ziehen und Drücken der Platte eingestellt werden - Zeit ca. 30-60min
    - Es gibt keine Übertragung der Farbdaten, also muss man nach dem Einstellen der Passer Makulatur durchlaufen lassen um die Farbe einzustellen - Zeit 40-120min
    - Die Farbe ist während des Drucks nicht stabil, genauso wenig wie die Passer - ständige Nachkorrektur während des Drucks ist erforderlich
    - Es gibt keine Automatische Wascheinrichtungen für Gummitücher und Druckzylinder - während des Einstellens müssen die Gummitücher ständig geputzt werden um das Kleben von dünnem Papier am Gummituch zu verhindern. Am Ende der Schicht ist dementsprechend der körperliche Putzaufwand schon hoch.
    - Das Feuchtwerk ist ziemlich sensibel: bisschen zu wenig Wasser = schmiert. Etwas zu viel = Streifenbildung. Bei kleinem Format hat man an den Seiten ständig zu viel Wasser was nur durch Improvisation teilweise zu beheben ist, also Folge hat man seitlich starke Farbveränderungen und Wasserflecken.
    - Der Anleger lässt ständig schief liegende Bogen oder sogar Doppelbogen durch, das führt oft zu starken Gummituchschäden. Wenns ganz dumm läuft ist sogar die Platte beschädigt. Danach hat man wieder Zeitverlust beim Wechseln des Gummituchs - ca. 15min.
    - Anleger ist auch nicht der Beste. Ständige Papierlaufprobleme was natürlich an mir hängen könnte :)

    Die Liste könnte ich noch lang weiterführen. Unterm Strich erwarte ich von der SM52 enormen Zeitgewinn, konstante Farbe während des Drucks, gute Passer, körperliche Erleichterung wegen den vielen Automatisationen und vor allem Flexibilität (daher auch das kleinere Format, da wir nicht sehr viel Farbig drucken).

    Es sollte eine SM52 mit 5 Werken werden weil wir das fünfte Werk für Lack verwenden möchten. Sonderfarbe drucken wir was nie, aber wer weiß, vielleicht ändert sich das ja sobald die Option besteht.

    Das mit dem Techniker ist eine gute Idee. Werde ich mal so weitergeben.

    @basser
    du hast mit deinem ersten Kommentar vollkommen recht und normalerweise würde ich mich auch nie einmischen, aber ich meinem Fall ist es etwas anders. Ich kenne den Chef schon seit meiner Kindheit und wir haben ein sehr enges Verhältnis, so eng, dass ich eventuell die Firma in Zukunft übernehmen könnte. Daher entscheiden wir viele Sachen gemeinsam und wenn mal was schief läuft, dann ist es so.

    Oh, es tut mir leid! Natürlich heißt es bei dem Zählerstand 70Mill und 180Mill.

    Bei dem Unterschied der Baujahre geht es mir nicht so sehr um nennenswerte Neuerungen sondern um den Faktor Verschleiß bedingt durch die Zeit. Ich denke, die meisten werden mir recht geben, wenn ich mal behaupte, dass Gummi nach 10 Jahren spröde und weniger elastisch wird und Plastik zu Brüchen neigt. Das ist das, was mir Sorgen macht bei alten Maschinen, dass dort nacheinander zeitbedingt Sachen kaputtgehen können oder nicht mehr gescheit funktionieren.

    Welche Probleme könnten denn bei hohem Zählerstand auftreten? Also dass Walzen eventuell nicht mehr gut sind ist ja weniger ein Problem, diese kann man ja erneuern - daran sollte es nicht scheitern. Gibt es noch andere Problembereiche, welche durch hohe Laufleistung verursacht werden? Bitte mir konkreten Beispielen am besten aus eigener Erfahrung und nicht: ich denke oder ich vermute mal ...

    Hallo an alle,

    mein Chef überlegt sich gerade einen Maschinenwechsel vorzunehmen. Momentan arbeite ich (ungelernter Drucker ohne Hilfsbeistand von einem erfahrenen Drucker) an einer Miller TP94. Bei der neuen Maschine soll es sich um eine Heidelberg SM52-5 handeln. Ich persönlich kenne nur die alte Miller und weiß kaum was über die Heidelberger Maschinen.

    Jetzt meine Frage: wir haben verschiedene Angebote von Händlern erhalten mit unterschiedlichen Baujahren und Zählerständen. Zum Beispiel könnten wir SM52 Baujahr 2003 mit Zählerst. 70.000 kriegen oder aber eine mit Baujahr 2009 und Zählerst. 180.000. Wie würdet ihr euch entscheiden und warum? Was müsste man bei einer alten Maschine oder einer mit hohem Zählerstand beachten, oder sollte man von beiden Maschinen die Finger lassen?

    Würde mich über eure Expertenmeinung freuen :)

    Also, gestern druckte ich die zweite Seite und was soll ich sagen... es lief einfach traumhaft :thumbup:
    So gut wie keine Stopper und keine Doppelbogen.

    Folgendes konnte ich in die Tat umsetzen:

    - Luftbefeuchtungsanlage wurde repariert
    - stellte zusätzlichen Bauheizer auf - erreichte Temperatur lag zwischen 18-19 grad
    - wusch den Anleger mit Wasser und Waschmittel
    - stapelte das Papier per Hand um, wobei ich den Rütteltisch mit Antistatikspay einsprühte
    - der Anleger und der fertige Stapel wurden ebenfals mit Antistatikspay eingesprüht
    - vor dem Druck justierte ich den Papierlauf neu

    Also noch mal vielen Dank für eure nützlichen Tipps :thumbup:

    Ich danke euch allen vielmals für die praktischen Tipps !!! Heute druckte ich die erste Seite. Der Papierlauf der neuen Palette war einwandfrei. Morgen versuche ich dann eure Ratschläge so weit wie möglich in Tat umzusetzen.

    In unserer Halle gibt es eigentlich eine Luftbefeuchtungsanlage, diese war jedoch außer Betrieb wegen kaputten Schläuchen. Ich habe dem Chef nahegelegt die Probleme zu beheben. Nun wird die Hallenluft schön befeuchtet :) Ich freue mich, keine nassen Bettlacken aufhängen zu müssen :thumbup:

    Einen zusätzlichen Bauheizer habe ich auch aufgestellt. Die Raumtemperatur betrug heute Abend ca. 18 grad

    Ich berichte dann, wie die zweite Seite lief.

    Vielen Dank schon mal für die Antwort! Wegen der Raumtemperatur kann ich leider nichts machen. Die Heizkörper sind schon voll aufgedreht, aber mehr als 15-16 Grad werden nicht erreicht. Ich weiß, dass es für eine Druckerei ziemlich schlecht ist, daher mag ich auch den Sommer :) Wegen abdruckender Farbe ist der Stapel nicht verklebt. Das Papier liegt relativ Plan. Ich bin auch der Meinung, dass es etwas mit der statischen Aufladung zu tun hat. Könnte es aber sein, dass es auch am Puder liegt?

    Ein Antistatikspray steht bei mir im Schrank. Wie genau kann ich ihn gebrauchen um das Problem zu bekämpfen? Soll ich beim Rütteln der Bögen sprühen oder dann auf den fertigen Stapel?

    Noch so eine Frage an alle: verwendet ihr irgendwelche Messgeräte um die Luftfeuchtigkeit und Papier-Stapelfeuchtigkeit zu messen? Wenn ja, welche?

    Hallo alle zusammen,

    ich bin neu hier und freue mich dieses Forum gefunden zu haben.

    Kurz zu mir: ich bin kein gelernter Drucker, sondern habe mir aus der Not heraus das Drucken fast selber beigebracht. Bin nun seit 1,5 Jahren dabei. Mein Mentor, welchen ich bei Problemen erreichen konnte, steht mir leider nicht mehr zur Verfügung daher hoffe ich und bitte um eure Hilfe. Ich drucke an einer Miller TP94/4c Bj. 1989.

    Nun zu meinem Problem: ich muss Flayer auf einem geglätteten 80g Papier (86 x 61cm) drucken und dabei stoße ich auf folgendes Problem. Beim Druck der ersten Seite ist alles ok, aber nach dem Umschlagen und Druck der zweiten Seite kriege ich keinen gescheiten Papierlauf zustande. Das Papier klebt aneinander und dadurch gibt es ständig Stopper und Doppelbogen. Ich habe dadurch schon etliche Gummitücher ruiniert da sich das Papier bei falschem Einzug zerknittert und starke Einrücke auf dem Gummituch hinterlässt.

    Fals es etwas zur Sache tut: in der Halle sind es ca. 16 grad - wie hoch die Luftfeuchtigkeit ist weiß ich nicht. Dazu benutze ich seit neusten das Puder von wifac - Star Powder 200. Dieses ist wirklich seeeehr fein.

    Ich freue mich über alle Vorschläge.