Beiträge von Leitwertschlürfer

    Hallo speed34

    Hast du neue Erkenntnisse über den Streifenton?

    Der Streifenton ist bei uns schon über 1 Jahr Thema und will sich nicht verabschieden. Fakt ist, das sich diese Streifen auch in die Rilsanwalzen reinarbeiten. Beim Wechsel der Feuchtauftragswalzen und der Tauchwalze (auch bei anderem Hersteller Bötcher/Westland) geht es ohne probleme ein paar Mio. Drucke dann geht es wieder los. Nur weiß niemand wie diese Streifen auch auf die Rilsanreiber gelangen und ob sich das auch wirklich auf diese Streifen auswirkt. Ich glaube schon. Sprich ABS- und Brückenwalze (Rilsan) sind beim Drüberfahren mit dem Fingernagel spürbar und mit blosem Auge auch erkennbar. Eine Berührung findet nur über die Druckplatte (sollten es Bandingstreifen sein oder gar die Plattenstruktur) und der Gummiwalze statt. Sonst ist da nichts was auf die Walzen mechanischen einfluß nimmt.

    Fazit: Beim Drucken bis zur Schmiergrenze kommen diese Streifen in Umfangrichtung. Beim erhöhen der Wassermenge verschwinden diese. Bei einer ungünstigen Form (sprich Fläche mit Negativschrift) mit etwas mehr Wasser geht es dann gleich in Richtung Cording. Einfach zum Kotzen.

    Die Amigo TS habe ich festgestellt ist nicht immer gut ausgewaschen und hat oftmals einen blauen Schimmer. Daher sind dort leichte Rückstände und die Platte läuft schlechter frei als normal. Könnte es vielleicht auch an der Struktur der Platte (Laufrichtung BB) liegen?? Habe kürzlich Gold verdruckt und nach kurzer Stehzeit beim Fortdruck stellenweise tonen gehabt. Dies war nur mit ausreiben zu beseitigen. Nach ausheben dieser Platte war erstmalig auserhalb vom Druckbild, wo ich nicht mit dem Plattenreiniger ausgerieben habe, die Platte leicht eingefärbt. Somit ist klar,dass die Plattenschicht nicht immer komplet ausgewaschen wird. Durch die kurze Stehzeit haben sich die Metallpigmente genau an diesen nicht ganz ausgewaschenen Teile abgesetzt und die Platte nicht mehr freilaufen lassen. Über einem pH Wert von 5,2 ist sie zum Drucken sowieso scheiße.
    Auf der Rückseite der Amigo TS sind auch Streifen in dieser Breite zu sehen (Umfangrichtung) was den Verdacht auf den Aufbau bzw. der Struktur lenkt. Mit wechseln einer anderen Gummierung (3X) seitens der Vorstufe hat sich nichts geändert.
    Jetzt haben wir einen Plattensatz im Haus von Kodak Elektra XD darauf sind keine Streifen auf der Rückseite zu sehen. Wird nächste Woche getestet. Da aber die Walzen schon wieder in Mitleidenschaft gezogen sind glaube ich an keine Verbesserung.

    Es könnten mit einer anderen Platte alle Probleme verschwinden, aber dazu braucht es erstmal alles neue Walzen. Ansonsten dreht man sich wahrscheinlich im Kreis und findet das Problem nie.

    LG der Leitwertschlürfer

    Hallo Rapida 106

    Zu Frage 1:Wir verwenden hauptsächlich Actega Lacke (hatten aber auch Pearltec - ist durchgefallen, Vegra und Sun Chemical in Verwendung) und ich kann euch nur sagen im DripOff haben wir mit dem auch das beste Ergebnis erzielt.


    Zu Frage 2: Eigentlich im Automatikbetrieb um die 38-40 Grad sodass wir eine Stapeltemp von ca 35 Grad erreichen mit dem Schwert gemessen. Im Manuellenbetrieb nur Testweise aber es bringt uns nicht weiter da verbessert sich nichts.

    Zu Frage 3: Wollte den heutigen Testlauf mit dem neuen Leitblech 3 abwarten. Dieses hat als einziges einen zweiten Lüfter mit dem wir den Bogen jetzt auch ansaugen können um den Bogen ruhiger nach oben um die Kurve zu bringen ( Leitblech 4).

    Nach dieser Kurve beginnen die Probleme: Wir können maximal 60% - 65% Thermoluft geben da der Bogen extrem anfängt zu flattern und er sich nicht mit der Venturiluft stabilisieren lässt.

    Sollte KBA eine Möglichkeit finden den Bogen so zu stabilisieren um mehr Thermoluft geben zu können, stellt sich mir die Frage ob das tropische Klima sprich feuchte Luft dadurch ausreichend gebunden wird um diese durch Erwärmung nach oben zu bringen und abzusaugen.

    Ich bin der Meinung, dass unser Trockner von Haus aus zu wenig Leistung bringt ( Heizregister, Lampen usw...) und daher auch zu lange braucht um auf Temp. zu kommen.

    Ich kann euch nur sagen, ich schaue in ratlose Gesichter und trotzdem denke ich mir die wissen was zu tun ist nur wird es dann teuer für KBA daher diese verzweifelten versuche.

    Lg der Leitwertschlürfer

    Also sollte es noch etwas nützen,wir Lackieren fasst täglich Dispolack Seidenmatt od. Matt kenne die oben beschriebenen Probleme überhaupt nicht.


    Was ich aber schon kenne ist dieses Rauhe bzw. wie vom Kunden beschriebene Gefühl "als ob er Wachs angegriffen hätte" und das kenne ich nur von Überdrucklack der im DW Lackiert wird - nie und nimmer vom Dispo.Lack !!

    Lg

    Hallo Zusammen,

    wir haben seit Beginn Sep.2012 an unserer KBA Rapida 105 (Trockner AV2) mit einer 11cm3 Rasterwalze (Hexogonal) eine zu hohe Stapelfeuchtigkeit (72%) schon beim ersten Druckdurchgang - egal mit welchem Disp.Lack und welcher Geschwindigkeit. Die Abluftmenge von über 3550m3 vom Trockner bis ins Freie ist gewährleistet.

    Diesbezüglich waren schon mehrere Instrukteure vor Ort nixweiss.gif. Es findet eine Luftverwirbelung statt die die feuchte Luft nicht aufsteigen und absaugen lässt.Beim ausschalten der Puderabsaugung senkt sich die Feuchtigkeit um ca 4-5%. Diesbezüglich wird nur gebastelt und probiert (neue Bogenleitbleche, Luftrackel mit breiterem Luftschlitz, IR-Strahler mit Luftrackel tauschen wegen Laufruhe damit die Heißluft erhöht werden kann und der Bogen nicht anschlägt usw......)Auch im manuellen Betrieb mit weniger IR und mehr Heißluft gibt es keine Besserung. Jetzt ist die rede von neuen stärkeren Lüftern um den Bogen noch mehr ansaugen zu können.....). Scheinbar ist das alles billiger als den Trockner gegen einen stärkeren zu tauschen und wir Drucker haben die Schwierigkeiten.

    Mich würde interessieren, ob es irgendwo die selben Probleme gibt oder gegeben hat.

    Ich bedanke mich schon im voraus für eure antworten.

    Mfg der Leitwetschlürfer