Alles anzeigenGuten Tag Kolleginnen und Kollegen
Wir haben folgendes Problem. Für eine Verpackung drucken wir ein 7-farbige Schachtel (Skala+Rot Pant. 032+d'braun Pant.490+ gold Pant. 871).
Gold ist dabei nur Text, also für meine Frage nicht relevant.
Das Bild ist 6-farbig aufgebaut. Das soll so sein, damit die Schokolade (was solls schon anderes sein, wir sind in der Schweiz ) möglichst realistisch aussieht.
Da wir auf einer 4-farben Maschine drucken, druckten wir im 1.Durchgang die Farben yellow, magenta, rot 032, und d'braun (Diese Farben haben den grössten Anteil in der Schokolade und im Hintergrund).
Als wir im 2.Durchgang mit schwarz, cyan und gold darauf druckten, kam die Ernüchterung. Die Schokolade wurde bläulich und unappetitlich.
Da erkannten wir das Problem. Die Rasterwinkelung von magenta und d'braun war dieselbe. Das ist aber im 1.Durchgang nicht aufgefallen, sondern erst als cyan dazukam.
Laut unserer Vorstufe stellt unser Workflow nur 4 unterschiedliche Rasterwinkel zur Verfügung. Also werden 2 Farben immer den gleichen Winkel haben.
Nach welchen Kriterien können wir definieren, welche Farbe auf welchen Winkel gelegt wird? Oder müssen wir das einfach von Fall zu Fall testen?
Leider darf ich Euch keine Bilder zur Verfügung stellen!
Bin auf Eure Antworten gespannt.
Schönen Tag und Gruss aus der Schweiz
Marcel
Das PDF von Heidelberg beschreibt (umschreibt) aber etwas anderes als Thuner es fragt. Im PDF geht es um den 5 - 7-Farben-Prozess. (d.h. Sonderfarben RGB = Orange, Grün, Blau zur Erweiterung des Farbumfang des 4c-Prozesses.) Thuner braucht 4c plus 2 gerasterte Sonderfarben und Gold, wenn ich es richtig verstehe.
Zunächst mal noch die Frage, wer hat die beiden Farben festgelegt? Nur so ein Bauchgefühl oder gibt es vergleichbare Probedrucke. Ob die Rasterwinkelung das entscheidende Problem ist... die Farbreihenfolge könnte auch wesentlichen Einfluss haben. Ich könnte mir vorstellen, wenn man Cyan auf eine relativ geschlossene braune Fläche druckt, die zumindest angetrocknet ist, weiß mann vorher nicht was dabei raus kommt.
Meine Idee wäre CMYK in eurer normalen Reihenfolge weil das gut beherrschbar ist und braun und rot + Gold darüber. Wenn das Braun wirklich einen hohen Flächenanteil hat könnte man es auch mit dem Rot zuerst drucken. Dann CMYK und in einem 3 Durchgang Gold. Das Ergebnis läßt sich nur in einem oder mehreren Testdrucks ermitteln.
Das nächste Problem ist die Flächendeckung. Die beiden Sonderfarben müßten, zumindest Teilweise, in die UCR einbezogen werden.
Die Rasterwinkelung sollte sich in den (Separations-)Einstellung des RIP vorgeben lassen. 90° lassen sich prima durch 6 Teilen. Cyan 15°, Rot 30°, Schwarz 45°, Braun 60°, Magenta 75° und Yellow 90° wäre dafür mein Ansatz.