Beiträge von Monstermonster

    Hallo, du willst also schwarz auf schwarz haben wenn ich das richtig verstanden habe?

    Machbar ist das bestimmt, aber bei 7 Punkt könnte es unter Umständen schwierig werden mit der Lesbarkeit.

    Es hängt auch stark vom Papier ab auf das gedruckt werden soll. Ist das schwarz durchgefärbtes Papier, oder wird weißes erst mit schwarz bedruckt und dann Uv-Lack drauf?

    Neben weißen schnittkanten kann es dann auch einfach nicht ganz so sauber aussehen wie bei schwarzem Papier.

    Hallo Hermann,

    kennst du Polyester Offsetplatten? (Kann sein das Boston Presse die auch meint)
    Das sind spezielle Plastikfolien, die für den kleinauflagigen Offsetdruck entwickelt wurden.
    Der riesengroße Vorteil der Platten ist, das du keinerlei Chemie, ausser etwas Gummi Arabicum und Phosphorsäure für das Wischwasser brauchst.
    Die platten werden einfach mit einem Laserdrucker bedruckt.
    Du kannst auch direkt mit Kugelschreiber, Edding, Wasserfesten Tusche, Tonerpulver und verschiedenen anderen Sachen draufzeichnen und malen,
    anfeuchten einwalzen, drucken.
    Du hast in fünf Minuten den ersten Druck fertig.
    Hier ein kurzes Video darüber:

    Also,
    ich habe meinen Kobold vor circa drei Jahren für 250 Euro bei Ebay gekriegt, Menschen die nicht wissen was sie genau verkaufen und schlechte Handyfotos sind bei sowas schon recht gut.
    Ich habe ihn vor Ort dann soweit es ging auseinandergeschraubt und mit einem Kombi transportiert. (war nur vielleicht minimalst überladen)
    Das ist das schöne an den Teilen, bis auf den Korpus lässt sich fast alles irgendwie auseinandernehmen, was den Transport ungemein erleichtert.
    Mit einer stabilen Sackkarre und ein paar Spanngurten klappt es dann auch.

    Zwar sind die Teile in Holland, aber selbst wenn die Spedition dann auch 300-400 Euro kostet (aber eigentlich weniger) lommst du immer noch mit einem dreistelligen Betrag weg.
    Vor kurzem gab es da noch einen Kobold, aber der ist inzwischen verkauft.

    Eine A4 Presse kriegst du noch relativ problemlos auch bei einem Umzug mit, mit einem A3 wird es schon etwas schwieriger, aber immer noch machbar.
    Einfach möglichst alles abschrauben was geht. Die alten Masachinen haben aber noch oft die alten Zollmaße bei den Schrauben, da reicht dann aber auch ein verstellbarer Gabelschlüssel.

    2000 Euro ist immer noch recht ordentlich vom Preis her, ist natürlich weiter weg, aber auf der Drukwerk Seite tauchen öfters gute Tiegel günstiger auf.
    Aber wenn der Gally betriebsbereit ist, kannst du natürlich schneller loslegen, dauert aber natürlich etwas bis du das wieder reingedruckt hast.
    Von Victoria gab es viele Gallys, vielleicht ist es ja was nettes.
    Flugrost ist schnel entfernt, ein paar Stunden mit Stahlwolle und Petroleum und gut. Was teurer werden kann sind eben neue Gummiwalzen.

    Die Marke kenne ich nicht, aber die Dinger sind vom Prinzip gleich, hat auch von den Fotos her viel mit den Victorias gemeinsam.
    Die Teile wurden damals für die Ewigkeit gebaut, da kann schwer was kaputt gehen.

    Hallo Boston Presse,
    da habe ich mich wohl einfach zu umständlich ausgedrückt.
    Die Druckwalze der Korrex ist nicht in der Höhe verstellbar und fest auf Normhöhe eingestellt. Das heisst, wenn man besonders dickes Papier bedrucken will wird es zwischen Walze und Klischee/Bleisatz etc. zu stark zusammengequetscht, dr Druck wird Mist und das Motiv kann kaputt gehen. Auch mit dünneren Aufzug kann man irgendwann nicht weiterhelfen.
    Deswegen müsste man das Motiv etwas niedriger als Normhöhe ansetzen damit das Papier noch zwischen Motiv und Druckwalze Platz hat.
    Dann muss man aber auch natürlich die Walzen vom Farbwerk etas tiefer justieren, was wie ich aus eigener Erfahrung weiß sehr mühselig sein kann.

    Mit dem schnelleren Einrichten meinte ich das man beim Gally über das ganze Druckmotiv den gleichen Druck hat und nicht wie beim Boston unten mehr und oben weniger, was man dann im Aufzug ausgleichen muss.

    Ich habe einen Victoria Kobold, A4 Format, hab den damals in einem Golf Kombi transportiert.
    Hier ist meine Seite, da kannst du ein paar der Sachen sehen, die ich so mache. Ist alles noch ziemlich chaotisch,
    bin gerade massiv am umräumen und neu einrichten, ich mache auch noch Siebdruck, Holzschnitt, Radierung und Lithografie.

    Sieht schon nach einem Gally aus, wohl A3 Format. Hat auch die Stellschraube zum Druck anpassen, ist sehr praktisch, damit kannst du sehr genau einstellen wie tief du prägst.
    Bei dem Teil kannst du aber mit Minimum 500kg Gewicht rechnen, eher 600-700.
    Was sol er denn kosten?
    Scroll hier mal rum:

    da gibt es immer wieder gute Angebote, deutlich günstiger auch als die 3500 Euro.
    Gallys sind nur unwesentlich massiver, hängt einfach vom Modell unf Druckformat ab.
    Ich würde aber auf alle Fälle einen Gally holen, auch das zurichten ist deutlich einfacher und schneller als beim Boston.

    Das Problem an der Korrex ist, das die Walze nicht in der Höhe verstellbar ist. Wenn du dickes Papier bedrucken willst, musst du ein tieferes Fundament nehmen auf dem das Klischee montiert ist und dann auch dementsprechend die Farbwalzen vom Farbwerk tiefer einstellen.
    Wird auf Dauer eben sehr fummelig wenn du verschiedene Papiere benutzt.
    Beim Gally kannst du es innerhalb einiger Sekunden einstellen und das drucken geht auch schneller.

    endloser:
    bei mir wird halt noch jedes einzelne Blatt von Hand in die Korrex gelegt, Kurbel drehen, ablegen, Kurbel zurück, wieder einlegen.
    Macht mir aber Spaß. Ich drucke viel mit alten Holzlettern und es ist schon schön wenn man Sachen wieder zum Leben erweckt,
    mit denen das letzte mal vor 40, 50 und teilweise auch 100 Jahren gedruckt wurde.


    @Schubeduster:
    so ist es. Es ist eine kleine aber feine Nische die sich da langsam wieder aufgetan hat.
    Einen OHT hätte ich auch gerne, kriege ich aber derzeit nicht in meiner Werkstatt unter. Erster Stock, Holztreppe, altes Gebäude. Also erstmal alles Handanlage.

    Hallo,
    wenn es um eine Korrex geht, kann ich dir diverse Antworten geben, ich drucke seit Jahren auf einer Hannover und habe damit schon viele tausend Drucke gemacht
    (jaja, ein Offsetdrucker kann da nur milde lächeln).
    Ich drucke damit hauptsächlich Plakate mitt Holzlettern.
    3500 für einen Trettiegel ist aber eindeutig zuviel.
    Da kriegst du auch günstiger bessere.
    Wo wohnst du?
    Vielleicht wäre es sinniger inmal zu treffen. Ich habe in Bielefeld meine Werkstatt, mit Korrex und Gally Tiegel, der auf alle Fälle, wie Boston Presse geschrieben hat einer Bostoner Modell vorzuziehen ist.

    Die neue Presse ist eine gute Gelegenheit den Keller zu entrümpeln, was der Frau bestimmt auch zusagt.
    Außerdem, ein unauffälliger Umschlag mit einem großzügig bemessenen Gutschein für ihren Lieblingsladen kann da auch bestimmt überzeugend wirken ;)

    Wenn du Fragen zum Drucken mit einer Andruckpresse hast, schreib mich ruhig an, ich habe mit meiner Korrex schon viele tausend Drucke gemacht.
    Das Prinzip und die bedienbarkeit ist ja gleich bei den Pressen.

    Wo wohnst du denn, wenn ich fragen darf? Vor Ort kann man alles halt viel schneller erkären.

    Auseinanderbauen würde ich die Presse schon, es ist einfacher drei leichtere Teile anstatt eines richtig schweren Treppen rauf und runter zu schaffen, das Zusammenbauen ist dann auch nicht so schwer.

    Hallo,
    was für eine Presse ist das genau? Ich schätze mal eine Korrex?
    Da ich schon länger so arbeite wie du es vorhast kann ich dir da vielleicht weiter helfen als die Kollegen bei denen die Pressen dann gleich mal ein paar Tonnen wiegen und nicht die läppischen 600kg und bei denen die Druckemenge in die Milionen gehen ;)
    Erstmal, eine Adana ist schon ganz gut für den Einstieg, aber bei heute so gerne gemachten "Letterpress" stößt sie was Prägestärke angeht schnell an ihre Grenzen.
    Bei dem Aluminiumgehäuse must du gut aufpassen, das dir bei zu starken Druck nicht irgendwas bricht.
    ein Heidelberger ist natürlich das Nonplusultra, aber für einen Anfänger, der noch nicht wirklich viel gedruckt hat erstmal ungeeignet, ausserdem wird es schwierig anderthalb Tonnen ins Untergeschoss zu schaffen.
    Für den Anfang ist da ein Tret- oder Bostontiegel die bessere Wahl, ich drucke mit meinem Victoria Kobold auch problemlos vierstellige Auflagen.
    Bei der Andruckpresse wird das Papier beim drucken um den Druckzylinder gewölbt, das kann bei dickeren Papieren zu Problemen führen, da sie dann, wenn du Pech hast, danach nicht mehr plan liegen.
    Auch kann man die Zylinder oder Druckbetthöhe bei den meisten Andruckpressen nicht verstellen, was dann wieder zu Problemen mit dickeren Papieren führt.
    Die Andruckpresse ist eben besser geeignet um damit Plakate zu drucken.
    Auch hast du mit einem Tiegel in gleicher Zeit locker die drei bis vierfache Menge gedruckt.
    (Falls du Interesse hast, ich habe noch einen sehr stabilen Boston Tiegel im A4 Format über, mit dem du problemlos prägen und stanzen kannst.)

    Zum Abbau: man kann die Presse ganz gut in mehrere Teile zerlegen, druckzylinder, Druckbett, Untergestell, mit vier kräftigen Männern und einer stabilen Sackkarre kriegt man das Teil
    Ab- und Aufgebaut.

    Wenn du keinen Starkstromanschluss im Keller hast musst du auch vorher mit dem Vermieter klären ob er erlaubt, das ein Elektriker selbigen legt.