Beiträge von Silent74

    Seit 15 Jahren rede ich in jeder Druckerei mit den Einküfern/SB's/Chef's/Abteilungsleitern
    über das Thema Papier...meine These: "Billig ist teuer".....nur leider verstehen die's nie.

    Hatte mal n Zeitungspapier aus Russland, wo wir JEDE Rolle 2-5 Bahnrisse hatten dazu dann
    noch im Schwarz soviel Papierstaub aufm Tuch, daß dir nach 10 Min. Drucken 1mm dicke
    2-Euro-Stück große Staub-Farb-Dinger auf die Bahn gefallen sind und in den nächsten Werken
    aufm GT/Platte klebten....großes Kino -.-
    Aber das Papier is ja 50 € die Rolle billiger :cursing:

    Ende vom Lied war, daß wir mit der Papierlieferung uns die Maschine bis Oberkante Unterlippe
    zugesaut haben und nur 50000 die Schicht gedruckt haben, mit gutem Papier aber locker 350000
    geschafft hätten.

    .....und als Sahnehäubchen kommt dann einer ausm Büro vorbei und sagt "Naaaaa, habts eure Maschine
    wohl ned im Griff, wie?"

    Hab zuletzt in der Lehre an ner GTO numeriert mit diesem einzuhängenden Farbwerk.
    Soweit ich weiß, ich des ja nur Farbe, also ohne Weuchtgedöns, da ja die Numerierwerke
    im Hochdruck-Prinzip funktionieren. Von daher kann ich mir keinen Reim drauf machen,
    weswegen die Walzen blanklaufen sollten *kopfkratz*
    Hab damals mit Epple-Farben gedruckt....sowohl oxidativ, als auch weggschlagend trocknend...
    ging beides gut.

    Was Stark im Bogen macht, kann ich ned beurteilen, aber im Rollen-Offset hat er unter den
    Druckern n obermiesen Ruf. Ich war mal da zum Vorstellungsgespräch und hab danach dankend
    abgeleht. Wobei es der Firma prizipiell vom wirtschaftlichen gut zu gehen scheint, läßt das
    Arbeitsklima seeehr zu wünschen übrig.
    Dann schon lieber Echter-Druck in Würzburg oder Appl.

    Im Bogenoffset kann ich leider nix weiterempfehlen...is schon zu lange her.

    Hab mal in Bad Oeynhausen im Rollenoffest gearbeitet an ner WEB16, die haben mittlerweile M600.
    War auch in Minden (Lehrzeit)...Speedmaster, MO, GTO, Tiegel und Konsorten :)

    Gruß
    Martin

    Ich hab das Gefühl, daß ich alt werde ;(

    Neulich hatten wir in der Technikerklasse das Thema ABC-Analyse....mein erster Gedanke war da
    "Oh Gott...alles Bürokraten...jetzt wird sogar das ABC analysiert" *gg*

    Nunja...war dann doch was anderes. Aber mal ehrlich...dieses für "wichtig" und "erforderlich"
    eingestufte Prinzip macht doch jeder Kaufmann seit Jahrtausenden schon. Jeder Händler weiß,
    wer seine Hauptkunden sind, die den meisten Umsatz/Gewinn machen und die Lehrer in der Schule
    machen da n Thema draus, als wärs diiiiieee Sensations-Entdeckung der letzten Jahre :pinch:

    Oder das Kanban, FIFO usw....das kennt jeder ausm alltäglichen Leben. Popelkrams, daß mit
    englischen Fachbegriffen aufgepeppt und möglichst kompliziert erklärt wird, damit es nen
    intellektuellen Touch kriegt...ich hasse sowas -.-

    Dies Change Management is mir neu. Is aber, so wie ich's hier lese nix anderes wie damals aufm
    Schulhof. N Typ kommt an und sucht Stress, du überlegst kurz die Optionen, handelst danach und
    überlegst hinterher, warum der überhaupt Stress gesucht hat und ob deine Wahl gut war. :D

    Hab zwar keine Ahnung von solchen Platten, aber allein die Logik sagt mir "Lieber den ganzen
    Auswaschdreck in der Vorstufe als in meinem Feuchtwasser", da das FW eh n bissl empfindlich
    is.
    Haben wir Drucker ned schon genug Probleme mit pH, Leitwert, Osmose/Wiederaufhärtung,
    Ausschwemmung, Farbverträglichkeit des Zusatzes und konstanter Wasserqualität?

    An ner GTO 1-2 Farben, mit 2l Wasser im Hängetank...ok, wär n Versuch wert, aber bei 4c+...
    no way... -.-

    Maschinen sind son bissl wie Kinder des Druckers...läßt man ihnen zuviel Spielraum, nutzen sie's gleich aus *gg*

    Ich hab zwar bisher nur an HD und MAN gearbeitet, aber selbst da gibts große Unterschiede...die Frage is oft, wie
    flexibel man ist um sich neuen Gegebenheiten anzupassen und wie schnell man dazulernt....genau, wie bei Kindern.

    Ich weiß, daß das Beispiel von der emotionalen Gebundenheit her sehr hinkt, aber das Prinzip is dasselbe...verstehe,
    was in der Maschine (bzw. Kind) vor sich geht und es is wesentlich einfacher gegenzusteuern.

    Wenn Schiefbogen kommen..is die Frage warum?...Saugen die Sauger den Bogen gleichzeitig oder unterschiedlich hoch,
    werden die Bogen vorne gleichmäßig mit Luft aufgefächert, bläßt der Schuh links/rechts gleichmäßig? Schleppsauger
    gleichmäßig usw....einfach n Auge für die Dinge haben und mit Tesa, Druckplattenalu oder sonstigen Maßnahmen
    gegensteuern, solange keine professionelle Hilfe ala Druckmaschinenhersteller/-Zulieferer verfügbar ist.

    Was Namen und Zahl angeht fühl ich mich grad n bissl diskriminiert ^^

    wobei ich dem Admin Recht gebe, die Posts von TomXX sind nur Querverweise auf eine Jobbörse -.-

    Jup...früher Handwerk, heut Industrie.

    Die Maschinenbauer werden in 10 Jahren dann anfangen Affen zu dressieren, weil diese ned
    Maulen, wenn sie 12h/7 Tage Knöppe drücken müssen für 5 Bananen am Tag.
    Anlage/Auslage per Roboter-Bestückung, Farbsteuerung per Kamera usw. Da reicht dann
    n Mechatroniker, der die Sicherungen wieder reindrückt und Verschleißteile wechselt. :cursing:

    Die fetten Jahre sind halt einfach vorbei. Die Maschinen können heute von der Geschwindigkeit fast
    3x so schnell wie vor 20 Jahren drucken, sind dann auch noch doppelt so groß vom Nutzen (oder größer)
    und brauchen nur die Hälfte an Personal.
    Also wo früher an ner Rolle 16S. mit 35.000/Std. und 2 Druckern gedruckt wurde, drucken heut denselben
    Auftrag an ner 48S. mit 50.000/Std. und 1,5 Druckern (der zweite is Springer zwischen zwei Maschinen).

    Somit hast für den gleichen Bedarf an Drucksachen vieeel weniger Produktionskapazität nötig. Dadurch
    sinken die Preise und Firmen gehen pleite. Dann gibts mehr arbeitslose Drucker, die auch für 10 Euro
    arbeiten und froh sind was zu haben....was den Preis wiederum nach unten zieht.

    Ich kenn zwar keine Hüllen-Druckmaschine, aber wenn du da jetzt schon 6 Jahre bist (mit Lehre), dann
    bleib da. Mittlerweile gibts fast nur noch Jahresverträge oder ZAG's, wo man noch weniger bekommt.
    Evtl. könnte ja auch was im Betrieb umorganisiert werden, was dir die Arbeit erleichtern würde.

    Und was ich garnet raffe: Der Chef sagt, er hat kaum Aufträge und du arbeitest 6-7 Tage die Woche ?(

    Ich bin nu 36, mach grad n Techniker und hab 13 Jahre Berufserfahrung an div. Maschinen. Wenn ich
    mit der Schule fertig bin, werd ich um die 2800€ brutto Festgehalt fordern....sofern es dann der Druck-
    industrie ned noch exorbitant schlechter geht, wie jetzt schon.

    Ich hab mal optisch gesehen dasselbe Problem an der WEB16 (Rolle) gehabt.
    Lag da definitiv am Leitungswasser. Eine Osmose-Anlage konnte sich der Betrieb nicht
    leisten, also alle 2-3 Monate alle Walzen ausbauen und jedes Jahr neue Walzen.

    Manchmal kann dieser Belag auch den Strich des Papiers kommen, aber das
    ist selten. Dann ist der Zusatz zu "aggressiv" und greift den Kalk-Papierstrich an,
    bzw. löst Kalz, der sich dann auf den Walzen ablagert.

    Falls ihr eine Osmaose-Anlage kauft, achtet auf einen großen Vorratstank für das
    aufbereitete Wasser - so vermeidet ihr Schwankungen in der Wasserqualität.

    Boah...meine letzten Folienaufkleber hab ich an der GTO-Einfarben gedruckt. Keine Ahnung,
    ob dir da meine Tipps hilfreich sein können. Jedenfalls wiß ich, daß die wegschlagende Farbe n
    doofer Fehler war (war noch Azubi, 2.Lj.).
    Also spezielle Farbe und 2-3% Trockenstoff hatt ich dann damals danach auch genommen.
    Mehr Alk, weil der verdunstet und nimmt dabei auch teilweise die Öle aus der Farbe mit -
    schnellere Trocknung.
    Grob-Körniges Puder (hatten auch 30er) war eh immer drin. Versteh bis heut ned, was für feines Puder spricht.
    Ich will doch, daß sich die Bogen so wenig wie möglich berühren. Größere Körner - höherer Abstand, oder?
    ...und das grobkörnige läßt sich auch viel besser wieder durch auffächern entfernen...aber is wohl so ne
    Glaubenskiste, wer da was warum macht.

    Durchaus möglich, daß des ned im Handbuch steht. Da steht eh ned alles drin.

    Probier mal ins Menü zu kommen, wie Powerprinter66 es beschrieben hat.
    Oder einfach die Hotline fragen oder wenn mal wieder n Heidelbär im Hause is.

    Hab leider keine Erfahrung mit dem Zusatz...da aber mittlerweile vieeele Druckereien
    alkoholfrei drucken, wärs evtl. ne Idee nen anderen Hersteller (Zusatz oder Platten)
    mal zu testen.
    Bestimmt können hier auch einige andere Komi's nennen, mit denen sie gute Erfahrungen gemacht haben.

    Ansonsten ist es seehr ungewöhnlich, daß ne Platte auf der farbführenden Schicht keine Farbe mehr annimmt.
    Würde ja bedeuten, daß die Stellen fettabweisend werden bzw. wasserfreundlich. Sowas könnt ich mir höchstens
    in Verbindung mit Kalk-Ablagerung vorstellen...ansonsten....so ohne Bild und es gesehn zu haben...keine Ahnung :(

    Ich finde ja, daß es als Maschinenführer wie in der Ehe ist. Mal haste gute Tage, mal schlechte.
    Mal is die Karre nur am rumzicken und man weiß ned wieso und auf einmal läufts wieder.

    Jede Karre hat ihre kleinen "Besonderheiten" und reagiert n bissl anders. Über das generelle
    wurd hier schon alles gesagt....Farbabnahmestreifen wär auch meine erste Wahl.... wenn das
    Papier das hergibt.
    Die Blasleiste im Farbwerk an, mehr Alkohol, außen die TW mehr abquetschen, Feucht/Farbwerk
    trennen...
    Jeder hatte schonmal so Drecks-Formen....da sie bei euch vorher mit den anderen Platten gut liefen,
    wärs evtl. auch ne Option, für solche Aufträge diesen Hersteller zu verwenden.

    Meiner Meinung nach sind Lehrbücher nett für die Basics ala "Der Hauptschalter ist auf der rechen Seite
    des Schaltschrankes in Hüfthöhe angebracht" oder "Die Einstichtiefe des GTZ beträgt 2 mm"
    Das kann ich mir alles aus langeweile innen Kopp prügeln, aber n guten Drucker wird des ned aus mir machen.
    Reicht, wenn ich mir merke, daß in Handbuch A alles über die Druckwerke und Maße steht und in B
    die Bedienung des Pultes. WEnn ich dann mal was brauche, weiß ich, wo ichs finden kann und gut is.

    Ich vermute mal, daß der TE das "verstehe nur das PRINZIP des druckens" schon seitm 1. Lehrjahr hinter sich hat
    und einfach mal wissen wollte, wie andere mit dem Problem bei diesem Plattentyp umgehen bzw. überhaupt eins damit haben.

    Wieso zum Fenster rausschmeißen?

    An der Rolle isses ok, aber im Bogen nicht? Wieso? Der Rolleur an der Rolle
    kümmert sich nur um den "Anleger" und das immer Papier da is. Der Absetzer
    kümmert sich nur um die Auslage und das die Paletten die richtige Menge haben und
    hilft evtl. beim Einstellen der Schneidstraße/KL.
    Der 2. Drucker macht Farbe/Passer/Plattenwechsel/DW im allgemeinen.
    Der MaFü macht Falz und kontrolliert die Arbeit der anderen.
    DAS kann man genauso als Verschwendung sehen, oder?

    Er sprach von 142er -Format, also wie ne 48.S Lithoman mit 6 Werken, Lack und
    im Verpackungsdruck...die haben die absolut geringsten Drucktoleranzen. Die
    messen mit Lab-Werten und ned mit Dichte-Werten. Reklamation oft schon bei Delta3.

    Ich vermute mal, wenn sich das Personal nicht rechnen würde, wär die Bude schon lange dicht, oder?

    Ich mach grad den Techniker in Bielefeld...bis jetzt ist Mathe durchaus gut
    lernbar. Viel Dreisatz, bissl allgemeine Formeln lernen und Dichte berechnen.

    Ich selbst bin 36, hatte damals nur Realschule ohne FH-Reife gemacht. Bin der
    älteste in der Klasse und hab imho nen 2er Durchschnitt.

    Also ich würd dir raten noch n Jahr oder zwei weiter als Drucker zu arbeiten
    (zur Not halt mit Umzug) und dich für den Techniker zu bewerben. Danach
    haste dann zig Möglichkeiten, was du machen kannst. Außendienst, Sachbearbeiter,
    Abteilungsleiter, Schichtleiter, Verkauf, Kalkulation oder auch bei Zulieferern
    der Druckindustrie (zB. Farbhersteller) im Verkauf ect.

    Als Monteur biste halt weltweit unterwegs..mal nen Monat China, mal 3 Monate USA usw.
    Is ned jedermanns Sache.

    Ich lehn mich mal n bissl weit ausm Fenster und behaupte, daß es bei allen Maschinen
    einzustellen geht, die ne Fortdruck-Automatik haben. Also auch bei EHST seiner.
    Evtl. haben sie dafür am Anfang das Menü dafür unter "Service" und Passwortgeschützt
    gespeichert. Hab schon an einigen (auch alten Rotationen) gearbeitet und da war
    zB an ner alten Rotoman D die Anfahr- und Auslaufautomatik wirklich mit PW geschützt.

    Könnte mir sogar vorstellen, daß die ersten Maschinen mit Automatik die Sequenz als
    DIP-Schalter-Sequenz auf ner Platine hatten :thumbup: