Beitrag 237, Digitaldruck Teil 4, Tintenstrahldruck

  • b, mit Flüssigtinten mechanisch (piezoelektrisch)

    Der piezoelektrische Effekt tritt auf, wenn man an einen geeigneten Kristall eine Spannung anlegt und der sich dadurch verformt. Er wird z. B. in Quarzuhren angewendet. In einer Ink-Jet-Kapsel kann man ihn einsetzen, um den Energiestoß auszuüben, der das Tintentröpfchen aus der Kammer presst.

    Auch hier hilft die Oberflächenspannung der Tinte wieder, die Kammer neu zu füllen und nicht rückwärts Luft einzuziehen.

    Geläufig ist uns dieses Prinzip bei Computerdruckern von z. B. Epson und Brother. Zahlreiche industrielle Anwendungen, z. B. Continuous Ink Jets nutzen das piezoelektrische Prinzip.


    c, mit Festtinten, die im Drucker geschmolzen werden

    Unter dem Markennamen Phaser vertrieb Xerox Drucker, in denen wachsartige Farbstifte geschmolzen und tropfenweise auf einen Sammelzylinder übertragen wurden. Dieser übergab sie unter gemäßigter Wärme an den Bedruckstoff. Man erkennt solche Drucke, wenn man sie erhitzt und die Druckpunkte etwas verlaufen und farbtiefer werden.