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Umkehrentwicklung Offset-Druckplatten

    • Umkehrentwicklung Offset-Druckplatten

      Hallo zusammen

      ich habe mich in diesem Forum angemeldet, weil ich eine drucktechnische Frage habe und von Drucktechnik keine Ahnung habe.
      Sicher hann mir hier jemand helfen...

      Also: ich "spiele" mit Offsetdruckplatten (positiv), belichte, entwickle, zeichne, usw und drucke die Platten von Hand mit einer Tiefdruckpresse (d. h. Radierpresse).
      Das ist soweit ziemlich lustig und spannend - natürlich hochgradig unprofessionell, da ich weitgehend mit Hausmitteln arbeite - ich entwickele die Platten z. B. mit Natronlauge...

      Meine Frage: Ich habe auf einer Druckplatten-Werbung gelesen, dass diese Druckplatten auch für eine Umkehrentwicklung geeignet seien, dass man sowohl mit negativen als auch mit positiven Filmen arbeiten könne... Umkehrentwicklung kenne ich aus der Fotografie,
      ich möchte Euch bitten, dass mir jemand die Umkehrentwicklung von Druckplatten erklärt, ich konnte im Netz nichts finden

      Schon mal vorab vielen Dank

      Hermann
    • Hallo Hermannw

      Es gab vor vielen Jahren Druckplatten, wo man die Polarität mittels Aufheizen umgedreht hat (Tempern).
      Das war aber damals schon nicht weit verbreitet.
      Teste doch einmal selber. Lege eine kleines Stück Platte in den Ofen bei ca. 200 Grad für 5 Minuten. Belichte anschliessend mit Negativ Film. Vielleicht klapp es ja.
      Evtl musst du verschiedene Temperaturen ein testen. Bis 250°C sollten eigentlich alle Alu-Platten aushalten.

      Viel Erfolg
    • Hallo zusammen

      Also bei der Umkehrplatte sprechen wir über die guten alten Zeiten. Heute macht diese Platte im gewerblichen Umfeld keinen Sinn mehr. Zumal diese Platte aus der Zeit der Filmbelichtung stammt.
      Mit der Umkehrplatte kann man bei einer Sammelform einen Nutzen positiv belichten, dann die Platte 'Tempern' um anschliessend einen zweiten Nutzen negativ belichten.
      (Kann auch sein, dass man zuerst negativ belichten muss, und dann positiv)
      In einer Zeit wo die Filme noch vom Kunden geliefert wurden und grosse Filme eingesetzt wurden (z.B. Plakatdruck) wurde diese Platte eingesetzt.
      Was beim Entwickler zu beachten ist kann ich nicht sagen. War wahrscheinlich ein Gemisch aus Positiv- und Negativentwickler.

      Und noch einmal: Dieser Beitrag gehört in die Nostalgie-Ecke :D
    • Hallo Hermann,

      kennst du Polyester Offsetplatten? (Kann sein das Boston Presse die auch meint)
      Das sind spezielle Plastikfolien, die für den kleinauflagigen Offsetdruck entwickelt wurden.
      Der riesengroße Vorteil der Platten ist, das du keinerlei Chemie, ausser etwas Gummi Arabicum und Phosphorsäure für das Wischwasser brauchst.
      Die platten werden einfach mit einem Laserdrucker bedruckt.
      Du kannst auch direkt mit Kugelschreiber, Edding, Wasserfesten Tusche, Tonerpulver und verschiedenen anderen Sachen draufzeichnen und malen,
      anfeuchten einwalzen, drucken.
      Du hast in fünf Minuten den ersten Druck fertig.
      Hier ein kurzes Video darüber:
      youtube.com/watch?v=MqrFz_UloTM
    • Ich kenne zwei Sorten Kunststoffplatten. Die Lichtempfindlichen ( Verilith,Rapilith,und Silvermaster) und auch die zum selbstbeschriften.
      Habe mit allen keine guten Erfahrungen sammeln können. Ein spezieller Feuchtwasser-Zusatz ist jedoch immer zu empfehlen.
      Drucken ist für mich ein unter allen Umständen wiederholbarer Prozess der zu einem immer gleichen Ergebnis führt. Dieses habe ich nur mit
      Metallplatten erreichen können. Für den Hobby-Bereich gelten evtl. andere Regeln.