ANZEIGE

Kalkulationsprogramme

    • Kalkulationsprogramme

      Hallo miteinander

      Bei uns besteht das Problem, dass wir im Moment noch mit einer Uralt-Version von PrintPlus kalkulieren. Um auf den neusten Stand zu kommen, müssten wir mehrere 10'000.- in Soft- und Hardware investieren.
      Natürlich haben wir uns auch nach Alternativen umgeschaut und sind dabei auf die Software "Lector" von efi gestossen.

      Gestern hatten wir von deren Verkäufer eine Präsentation. Und wir müssen schon sagen, zwischen unserem Kalk-programm und "Lector" liegen Welten 8|
      Wie wir aber alle wissen, bei einem Verkaufsgespräch/-präsentation funktioniert alles, alles ist möglich, es gibt überhaupt keine Probleme, Hotline steht immer zur Verfügung, und da wird geholfen usw usw bla bla blaaa

      Nun meine eigentlichen Fragen an meine geschätzten Kollegen:

      - Kennt oder arbeitet jemand von Euch mit "Lector"
      - Wie steht es tatsächlich mit dem Support bei efi
      - Kennt ihr noch andere zu empfehlende Kalkulationssoftwaren ( ?( mehrzahl von Software ?( )

      Wir sind ein KMU Akzidenzdruckerei in der Schweiz mit 15 Mitarbeiter.

      Bin gespannt auf Eure Meinungen und Erfahrungen.

      Machts gut bei diesem traumhaften Sommerwetter

      Lieber Gruss
      Marcel :beer:
    • Hi,

      also bei uns ist die Konstellation ähnlich. Ca 25 Mitarbeiten und wir arbeiten mit Lector.

      Was soll ich sagen, wo fange ich an, wo höre ich auf... wahrscheinlich hat man immer was zu mecken bei Branchensoftware.

      Lector ist meines Erachtens okay, aber nicht wirklich geil.

      Positiv:
      Ich kann das schlecht beantworten, weil mir hier ein Vergleich fehlt, man arbeitet täglich damit, also freut man sich wenig über irgendwelche Features, sondern ist genervt von dem, was zu umständlich ist ;).
      Daher leider eher ein kritisches Feedback:

      -Umfangreiche Kalkulationen rechnen auch mal gerne 30 Sekunden hin und her (ja doch, wir haben sehr neue Hardware) und es rechnet eigentlich ständig irgendwas. Das nervt ungemein. Ist mit Sicherheit nicht selten, dass du bei einer Kalkulation dran sitzt und mehrmals 30 Sekunden warten musst, bis es wieder weiter geht.

      - Support... meines Erachtens kein Vorteil von Lector. Freitagmittags ist niemand erreichbar, per Telefon bekommst du auch schwer jemanden, allerdings werden die Mails (wenn sie beantwortet werden) sehr ausführlich und gut beantwortet.

      - Verbesserungsvorschläge werden m. E. nicht für wichtig angenommen.

      - Die Oberfläche von Lector ist sehr bescheiden. Auf einem großen Bildschirm hast du weiterhin sehr kleine Formularfelder und der halbe Screen ist ungenutzt. Die Kunst besteht meistens darin, alles auf die Auftragstasche zu bekommen.

      - Lector kann keine Zusammendrucke kalkulieren, ein wichtiger Faktor, der wirklich mies ist.


      Ich denke, wenn man sich das Programm richtig gut hinrichtet, kann man damit gut arbeiten. Wir sind aber auch öfters mal soweit, dass wir sagen: Jetzt holen wir uns was anderes. Printplus sieht so vielversprechend aus? ;) Mich würden mal deine Erfahrungen interessieren, warum ihr das nicht mehr nehmen möchtet.

      So eine Umstellung ist halt schon mit sehr viel Arbeit verbunden...
    • Ja Ja Lector,
      ich kann mich meinem Vorredner nur anschließen. Die Kalkulation sollte gehen aber so einige dinge wie Kombinationsformen gehen gar nicht bei Lector.
      Frag doch mal nach dem Druckplanungstool mit BDE das läuft bei uns schon seit Jahren aber so schlecht da kann ich auch mit einer Wandplantafel anfangen das geht besser.
    • Hallo zusammen

      massl schrieb:



      Ich denke, wenn man sich das Programm richtig gut hinrichtet, kann man damit gut arbeiten. Wir sind aber auch öfters mal soweit, dass wir sagen: Jetzt holen wir uns was anderes. Printplus sieht so vielversprechend aus? ;) Mich würden mal deine Erfahrungen interessieren, warum ihr das nicht mehr nehmen möchtet.
      So eine Umstellung ist halt schon mit sehr viel Arbeit verbunden...
      Also bei uns läuft wie gesagt eine Uralt Version von PrintPlus (>2009) mit 6 Arbeitsplätzen. Aus bestimmten, zum Teil tragischen Gründen (Todesfall) wurden die Updates nicht mehr gamacht.
      Nun hat PrintPlus für die nahe Zukunft ein grosses Update angekündigt, wonach anschliessend alles anders sein soll.
      Wir könnten aber nicht von unserer Version direkt auf die neue wechseln (ist mir ja auch verständlich) sondern müssen alle versäumten Updates (die von uns schon bezahlt, aber nicht ausgefürt wurden) machen und schulen, und könnten dann erst auf die neuste Version wechseln.
      Das bedeutet für uns eine Investition von ca. 30' - 40'000 CHF (inkl. Hardware) und Printplus möchte uns nicht wirklich etwas entgegen kommen, obschon sie in den letzten Jahren viel an uns verdient haben aber keinen Finger krumm machen mussten.

      Daher die Überlegung, ob wir das Programm wechseln wollen. Ausserdem ist PrintPlus auch in den laufenden Kosten deutlich höher als zB Lector.
      Über den heutigen Stand von PrintPlus kann ich leider nichts sagen.


      Jens Gehring schrieb:


      Frag doch mal nach dem Druckplanungstool mit BDE das läuft bei uns schon seit Jahren aber so schlecht da kann ich auch mit einer Wandplantafel anfangen das geht besser.
      Dies ist für uns kein Thema. Für unsere 2 Maschinen fahren wir mit der guten, alten Wandtafel sehr gut. Da ist die übersicht für alle immer perfekt.

      Danke für Eure Antworten

      Wünsche allen einen schönen Nachmittag und Gut Druck :beer:

      ieber Gruss
      Marcel
    • FuxXXX schrieb:

      Tja... wir benutzen nicht mal nen Computer zum kalkulieren :D
      Im Prinzip kalkuliert man ja auch nicht mehr. Man hackt es halt ins System rein und schaut, dass der Preis Marktfähig ist.
      Durch den enormen Preisverfall in den letzten Jahren hat das mit Wirtschaftlichem Kalkulieren heutzutage in den meisten Betrieben eher weniger zu tun.

      Jetzt mal überspitzt formuliert, aber bei den größeren Aufträgen trifft es zu. (bei uns)
    • massl schrieb:

      Durch den enormen Preisverfall in den letzten Jahren hat das mit Wirtschaftlichem Kalkulieren heutzutage in den meisten Betrieben eher weniger zu tun.
      Hallo zusammen...

      Danke für Eure Antworten.
      Du massl hast natürlich recht. Auch wir haben für kleinere Aufträge eine Preisliste erstellt und gehen nicht bei jedem Auftrag über die Kalkulation. Der Markt bestimmt auch bei uns leider den Preis.

      Für grosse oder komplizierte Aufträge zu berechnen, ist es aber aus unserer Sicht schon nötig auf ein zuverlässiges Kalkulationsprogramm zugreifen zu können. Und ausserdem muss man ja wissen, wieviel Fleisch am Knochen bleibt. Und da ist ein vernüftiges Kalkulationstool wo alle Betriebsdaten sauber eingepflegt wurden schon praktisch.

      Lieber Gruss
      Marcel
    • Hallo ..

      ich sag nur eins zu Lector... wenn Du dich dafür entscheiden solltest, schau dir auf jeden Fall die Preise für die Schulung vorher an,
      das ist absolut frech was die dafür verlangen... außerdem waren bisher alle die ich von diesem Laden kennengelernt habe überheblich und teilweise richtig arrogant. Ich habe mir ein "günstiges" Upgrade von unserer bisherigen Software aufschwatzen lassen und habe leider erst hinterher bemerkt wie abartig teuer die Schulungen sind... selbsterklärend ist die Software leider nicht und für jede Handbewegung wollen die richtig teuer bezahlt werden.
    • Moini Marcel ! Wenn auch etwas verspätet, möchte ich mich dazu auch mal äußern. Wir hatten damals noch die ganz alte DOS-Version vom Lector, welche für eine kleine Druckerei auch ganz ok war.Später hieß es dann, man müsse jetzt schnell auf die Windows-Version wechseln, da das DOs zukünftig nicht mehr gepflegt würde, das hat meinen Vater nach einer lächerlichen 30 Minuten Präsentation dann 10.000 Teuro gekostet. Ein Teil der Stammdatenpflege für die Windows-Version sollte schon in Mönchengladbach erfolgen, so dass wir relativ schnell mit dem Windows hätten weiterarbeiten können- so der Plan. Leider hat dann wirklich gar nichts mit der neuen Version geklappt, zudem auch keine Stammdaten von Mönchengladbach eingepflegt wordenwaren, das durften wir alles dann schön selber machen. Nach 2 Wochen war ich so abgenervt davon, daß ich meinen Vater zum Vertragsrücktritt überreden wollte. Kurzum: das Windows-Lector läuft bis heute nicht vernünftig und der Service von Lector ist Sch..ße !!!Heute würde ich jeder Druckerei vom Windows-Lector abraten. Der Dummschwätzer, der meinem Vater diesen Mist angedreht hat, heißt übrigens Herr Cremer. Beste Grüße, Olaf.
      Wenn ein Schizophrener mit Selbstmord droht, kann er dann wegen Geiselnahme verurteilt werden ?? ?(
    • Auch verspätet aber ich möchte mich zu diesem Thema auch mal äussern. Zu allererst hatten wir AlphaGraph. Sehr teuer und lief nich auf Mac. Auf der Drupa ca. 95 haben wir dann auch andere Programme gesehen. Alle liefen ausschliesslich auf Windows, so war es auch mit Lektor. Nachdem wir schon sehr viel ausgegeben hatten und eigentlich nicht wirklich einen Nutzen davon hatten kauften wir uns für 150 DM eine Filemakerdatenbank mit unbegrenzten Lizenzen.
      Wir haben dann selbst programmiert, so wie es unseren Bedürfnissen entspricht.
      Das Programm ging bei uns in 1998 an den Start. Wir haben immer weiter verfeinert und das läuft bis heute auf Mac und Windows.
      Wichtig war für uns das es auf Mac läuft (das wurde damals nicht angeboten). Heute ist die Kalkulation auf unserem eigens entwickeltem Programm nur noch Nebensache.
      Mittlerweile programmieren wir dort auch Adressdaten, Barcodes, Nummern etc. für den Digitaldruck, wir können jede DruckDatei direkt aus dem Auftragsprogramm öffnen. Bis hin zu Barkasse die mittlerweile auch eingebunden ist. Alles was wir für nötig halten programmieren wir einfach rein, äusserst einfach und dennoch sehr komplex.

      Das alles hat uns 150 DM und eigene Zeit (auch mal Nachts) gekostet, irgendwann kam mal Filemaker und hat uns die Lizenzen reduziert, für uns aber immer noch voll ausreichend.
    • Hallo zusammen

      Nach meinem Urlaub bin ich nun wieder zurück. Danke für Eure Meinungen:

      Olaf W. schrieb:

      Leider hat dann wirklich gar nichts mit der neuen Version geklappt, zudem auch keine Stammdaten von Mönchengladbach eingepflegt wordenwaren, das durften wir alles dann schön selber machen. Nach 2 Wochen war ich so abgenervt davon, daß ich meinen Vater zum Vertragsrücktritt überreden wollte. Kurzum: das Windows-Lector läuft bis heute nicht vernünftig und der Service von Lector ist Sch..ße !!!Heute würde ich jeder Druckerei vom Windows-Lector abraten. Der Dummschwätzer, der meinem Vater diesen Mist angedreht hat, heißt übrigens Herr Cremer.
      Ja, der Herr Cremer war auch bei uns. Die Präsentation dauerte aber fast 1,5h...
      Das Programm hat uns prinzipiell schon überzeugt. Was mich aber stuzig machte, auf die Frage nach der hinterlegung der Abschlusspreise der Papierliferanten per KIP-File. Davon hat er abgeraten und gemeint man müsste zuerst das File prüfen ob es kompatibel ist damit es eingelesen werden könne. Es seien eigentlich alle Papiere von Hause aus hinterlegt und wir würden besser die Preise unserer Standardpapiere von Hand anpassen.



      thomas.drucker schrieb:

      Mittlerweile programmieren wir dort auch Adressdaten, Barcodes, Nummern etc. für den Digitaldruck, wir können jede DruckDatei direkt aus dem Auftragsprogramm öffnen. Bis hin zu Barkasse die mittlerweile auch eingebunden ist. Alles was wir für nötig halten programmieren wir einfach rein, äusserst einfach und dennoch sehr komplex.
      Das hört sich sehr gut an, setzt aber fundierte Programmierer-Kenntnisse voraus. Bei uns ist niemand der das machen könnte, deshalb sind wir auf eine Pfannenfertige Lösung angewiesen.

      Gruss aus der Schweiz
      Marcel

      Wir schauen uns im Laufe des August noch Prinect Business Manager von Heidelberg an. Wird wahrscheinlich preislich in ganz anderen Sphären liegen, aber anschauen kostet ja (noch) nichts.
    • Hallo zusammen
      Das kann ich mir fast nicht vorstellen, dass Printplus so viel für ein Update verlangt. Wir haben den Wartungsvertrag und haben alle Updates inkludiert.
      Sogar die Umstellung auf neue Versionen waren immer dabei, wie von DOS auf Windows und die neueren Windowsversionen.
      Hardware brauchst du auch für jede Software, die ist halt nach 5 Jahren mal durch.