Literatur zu LE-UV & LED-UV

  • Hallo Thomas,


    außer einigen Artikeln im DD, welche aus meiner Sicht nicht unbedingt herstellerunabhängig sind, kenne ich keine Literatur.


    Hier im Forum gibt es ja auch min. einen Strang zur Thematik. Welche darüberhinaus gehenden Informationen benötigst Du?


    Wir hatten die Technologie einige Zeit im Haus, haben uns aber dann aus kalkulatorischen Gründen dagegen entschieden.


    Es liegen also Erfahrungswerte vor...;-)


    Beste Grüße,


    Robert.

    • Offizieller Beitrag

    Mich würden vor allem erstmal erstmal die technischen Details interessieren und welche Unterschiede es zwischen LE und LED geben soll.
    Steht da mehr hinter als nur unterschiedliche Begriffe?
    Es scheint je nach Hersteller unterschiedliche Bezeichnungen zu geben (H-UV, LEC-UV, HR-UV etc.)


    Ich habe mich bisher kaum damit beschäftigt und möchte mich erstmal grundlegend einlesen.

  • Hallo Thomas,


    es ist zwar schon eine ganze Weile her, seit du deine Frage gestellt hast. Aber da ich erst heute in diesem Forum dazugestoßen bin, trotzdem noch eine Idee von mir. Anbei einmal zwei Links, aus denen finde ich neutral und sachlich die Unterschiede der beiden Technologien herausgearbeitet werden. Daraus resultieren auch die Unterschiede in den Farbsystemen. Wobei es heute am Markt mehr u. mehr kompatible Farbsysteme gibt, die sowohl mit LE-Systemen, als auch mit LED-Aggregaten ausgehärtet werden können. Viel Spaß beim lesen.


    https://www.ist-uv.de/de/techn…logie/uv-led-vs-uv-lampe/

    https://www.hoenle.de/hoenle.d…led-vs-uv-technologie.pdf

  • So wirklich der Sinn von LEDals Alternative zum herkömmlichen UV-System erschließt sich mir einfach nicht durch sachliche Argumente.


    Einer der beiden Anbieter da oben meinte selbst, der Endkunde erkennt den Unterschied zwischen LED und UV nicht. Dafür ist am Ende das Produkt mindestens 20% teurer. Wo ist der wirtschaftliche Sinn für diese Systeme?


    Weniger Strombedarf, aber der macht bei den Herstellungskosten nur einen kleineren Teil aus. Dafür muss umso mehr für die Farbe bezahlt werden, die einen deutlich größeren Anteil bei den Herstellungskosten hat.


    Lebensdauer 20.000 h statt 1.000 h. Wenn mich 2 UV-Lampen 1.000 € kosten, aber ein LED-Modul 25.000 € und mehr aufwärts im Tausch, wirtschaftlicher Vorteil?


    Kein Ozon im Drucksaal? Mit einer einfachen Absaugung kann man jeden UV-Druck unter Kontrolle haben, bzw. auch bei LED sollte man nicht auf eine Absaugung verzichten.


    Bevor ich mehr Geld für ein teures LED System ausgebe, lohnt es sich wirtschaftlich mehr ein herkömmliches UV-System zu nutzen. Oder ganz weg von beiden Systemen zu gehen.

  • Bei herkömmlichen UV Systemen werden in der Regel Quecksilber legierte Röhren verwendet. Dass das nicht besonders umweltfreundlich ist, ist kein Geheimnis.

    Beide Verfahren haben Vorteile. So decken Quecksilberlampen oft ein Spektrum von fernem UV Licht sogar bis zu nahem IR ab.

    Man schränkt sich nicht auf einen bestimmten Nanometerbereich ein.


    Ich finde UV Lampen daher sehr vorteilhaft, da sich diese zonal stellen lassen und man die Trocknung feiner stellen kann. Ich arbeite mit beiden Systemen, es kommt immer auf den Anwendungsbereich an.

  • Weniger Strombedarf, aber der macht bei den Herstellungskosten nur einen kleineren Teil aus. Dafür muss umso mehr für die Farbe bezahlt werden, die einen deutlich größeren Anteil bei den Herstellungskosten hat.

    Also dazu müsste man das halt mal genau ausrechnen. Ich glaube schon, dass eine LED-UV-Maschine weit weniger Strom benötigt, als eine herkömmliche UV-Maschine. Kann das aber nicht belegen. Weder haben wir die eine, noch die andere. Aber generell ist Stromverbrauch bei Druckmaschinen ein großes Thema. Alleine der Trockner für ein Dispersionslackwerk frisst gleich mal 8-10 EUR Strom / Stunde.

    Könnte mir gut vorstellen, dass der geringere Strombedarf die evtl. teureren Farben ausgleicht. Auch hier kommt es halt wieder darauf an, wieviele Stunden wird im Jahr gedruckt...


    Was sich wirtschaftlich lohnt musst du halt ausrechnen. Lass dir Angebote und Verbrauchswerte geben. Wenn du keinen wirklichen Bedarf für UV hast ist das günstigste immer ohne ;).

  • Also ich glaube auch, dass es vom jeweiligen Einsatzgebiet abhängig ist. Entscheidende Vorteile bei der LED-Trocknung sind meiner

    Meinung nach der Stromverbrauch die geringe Wärmebelastung auf das Produkt selbst und die Tatsache, dass man keine Aufwärmphasen mehr hat.

    Auf einen 3-Schichtbetrieb wird sich das sicherlich schon ordentlich bemerkbar machen.

    Nachtteil ist ganz klar der hohe Anschaffungspreis und die Tatsache, dass man sich in seinem Trocknungsbereich schon ordentlich einschränken muss.


    Wir bei uns haben zum Beispiel 7 UV-Trocknerbrücken mit jeweils max. 240 Watt/cm², bei den LED Trocknern von Hönle sind es dagegen nur noch 20 Watt/cm² also etwas mehr als 90% Energieeinsparung. Dazu kommt die geringere Wärmeentwicklung für das Kühlwasser was ja auch wieder irgendwie runter gekühlt werden muss. Alles Punkte die sicherlich nicht unerheblich sind.


    Also wenn Ihr Produkte habt an denen sich nicht sonderlich viel verändert, dann ist eine LED Anlage schon Vorteilhaft.


    Ach ja und der Umweltgedanke zählt natürlich auch. Ich sag nur CO²-Bilnaz für den klimaneutralen Druck.

  • Das sind doch Vergleiche mit komplett unterschiedlichen Werten. UV wird in W/cm gerechnet, LED-UV in Watt/cm². Ein LED-UV Modul ist ja nicht nur 1 cm breit und kann dann eine UV-Lampe von 240 W/cm ersetzen. Dazu sollten die UV-Lampen ja nicht die ganze Zeit die volle Leistung benötigen, wenn nicht rund um die Uhr mit voller Geschwindigkeit gefahren wird.


    Trotzdem bleibe ich bei dem Beispiel, 90% Energieersparnis bei 7 x 240 W/cm. Für die Rechnung nehme ich an, habt ihr eine Breite von 100 cm. 7 x 240 x 100= 168 KW/h. Also liegt die Ersparnis bei 90% bei ca. 150 KW/h. Bei einem Strompreis von 0,2 € wäre also die Stromrechnung um 30 € niedriger. Wenn die UV Lampen die ganze Zeit auf voller Leistung laufen und das LED-Modul mit 1 cm Breite auskommt.


    Was kostet jetzt LED Farbe im Vergleich zu UV mehr? Eine Stunde lang mit voller Geschwindigkeit mit nur UV Farben mit mehreren Zwischentrocknern zu fahren. Wie hoch ist da der Farbeinsatz in der Menge? Was kostet das Kilo LED Farbe mehr als UV Farbe? Komme ich da mit 30 € die Stunde aus,bei einer größtmöglichen Energieeinsparung?

  • Müsste man nicht eigentlich auch den möglichen Rückbau der Maschine zu herkömmlichen Farben mit in den Stundensatz einrechnen?

    Falls wegen der bisher ungelösten Probleme (Recyclingprobleme, fehlende Aushärtungskontrolle und mangelnde Härtung bei Naturpapier) kundenseitig die Akzeptanz sinkt.

    Und UV-Druck auf Akzidenz unerwünscht wird.

    Oder der Gesetzgeber plötzlich durchgreift wie bei dem Mineralölthema vor einigen Jahren.

    Lässt sich das eigentlich mit endlichem Aufwand machen?

  • Ich habe gerade wieder das PDF gefunden, was ich noch im Kopf hatte:


    http://www.weilburger-graphics…BERGER_Druckmaschinen.pdf


    Wenn ich das richtig interpretiere ist das der Unterschied:


    Drystar Combination Trockner bei einer 70 x 100 er Maschine 105 KW

    DryStar LE UV 3 Lampen Trockner bei einer 70 x 100er Maschine 81 KW


    Anschlussleistung ist wohl die Maximalleistung, welche gezogen werden kann.

    Bei 20 Cent / kwh Stromkosten sind es dann zwischen 16 und 21 EUR, je nach Verfahren.


    TrocknerSpezi das sind völlig andere Dimensionen und Unterschiede als bei deiner Rechnung. Bist du sicher, dass die 90% weniger Energie benötigen?

    Du bist ja bei einer Differenz von 30 EUR / Stunde. Da dürfte ja keiner mehr mit normalem UV arbeiten, schon fast egal wieviel teuer die Farben wären, die müssten ja das x-fache von normalen UV-Farben kosten....



    BTW: Hier geht es ab Seite 2 übrigens um was ziemlich ähnliches... Ryobi 920 Eure Erfahrung und Meinung

    Ich habe aber das Gefühl, wir weichen vom ursprünglichen Thema ab ;).