GGP Media / Bertelsmann Printing Group investiert in gebrauchte Drucktechnik!

    • GGP Media / Bertelsmann Printing Group investiert in gebrauchte Drucktechnik!

      GGP Media investiert in eine KBA Rapida 106-8PL ALV2 von Allaoui Graphic Machinery
      GGP Media druckt mit einer jungen gebrauchten KBA-Bogenoffsetmaschine Umschläge und weitere Ausstattungsteile für Bücher

      Quelle: print.de/News/Weitere-News/GGP…ui-Graphic-Machinery_4000

      Hola,
      GGP / Bertelsmann Printing Group, die „größte Druckerei-Gruppe Europas“investiert in gebrauchte Drucktechnik.

      Was lehrt uns das?
    • gebrauchte drucktechnik ist doch nicht schlecht, sofern sie überholt und vom zustand noch gut ist.

      Warum sollte eine große Firma nicht in gebraucht Maschinen investieren?

      Wenn wirtschaftlich dieser Weg der bessere war...

      Eine neue Maschine ist nicht immer das beste für eine firma...
      ich seh da also kein problem drin.
      "Mehr als das Gold hat das Blei in der Welt verändert – und mehr als das Blei in der Flinte das im Setzkasten."

      (Georg Christoph Lichtenberg)
    • Hallo zusammen,

      das war ein Missverständnis, ich habe mich nicht grundsätzlich gegen gebrauchte Maschinen ausgesprochen.
      Wir produzieren bspw. mit Schallplattenpressen und Schallplattentaschenmaschinen aus den 80er Jahren, weil danach keine vergleichbaren Systeme mehr gebaut wurden.

      Das ist bei den Bogenoffsetdruckmaschinen glücklicherweise noch nicht so weit.
      Wenn man eine solche Maschine mehr als acht, vielleicht 12 Jahre im Dreischichtsystem nutzt, dann macht sich ein Neukauf sicher bezahlt.

      GGP ist ein Volumenhersteller bei Belletristik.
      Und hier geht es um den Druck von „Umschlägen und weiteren Ausstattungsteilen für Bücher“ und dafür passt die Maschine sicher auch sehr gut.

      Es ging mir lediglich um den allgemeinen Eindruck:

      Wenn sich die „größte Druckerei-Gruppe Europas“ keine neue Druckmaschine mehr leisten möchte, wer dann?
      Und wie verstehen das Banken, die zukünftig über die Anfrage einer mittelständischen Familiendruckerei zur Finanzierung einer neuen Druckmaschine befinden werden?


      Das waren meine Gedanken beim Lesen des Artikels.

      Grüße aus Nordost
    • Nach meinen Erfahrungen in diesem Segment ist es den Banken bei der Kreditvergabe egal, ob es die "größte Druckerei-Gruppe Europas" ist, oder ein mittelständisches Familienunternehmen.

      Entscheidend sind die Zahlen. Und hier natürlich nicht der Umsatz sondern die zu erzielende Rendite.

      Wenn man darstellen kann, dass durch die erhöhte Kreditaufnahme bei Neukauf, auch die zu erzielende Rendite höher ist als bei einer vergleichbaren gebrauchten Maschine, wirst Du den Kredit bekommen.

      Im konkreten Fall glaube ich das aber nicht. Vier Jahre alt bei 57 Millionen Druck- also sehr wenig. Ich denke, die Verfügbarkeit ist vielleicht 20% geringer als bei einer Neuen - aber der Stundensatz mindestens 1/3, wenn nicht mehr, günstiger als einer Neuen.

      Somit eine betriebswirtschaftlich klar nachzuvollziehende Angelegenheit - unabhängig von der Größe des Betriebes.

      Grüße, Robert Kleist