Entwickler Problem

  • Hallo an euch alle ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen.


    Ich habe ein Problem mit meinem angesetzten Entwickler.
    Schon nach 3 Monaten ist er nicht mehr reaktiv.
    Das kann doch nicht normal sein oder?


    Ich verwende eine kleine Küvette (GTO Format)
    Entwickler: EURO-K, 1:9 angesetzt (nach Gebrauchsanweisung)
    Platten: IPAGSA TOP F1 = NEU TOP F100 Format 250 x 370 - 0,15mm/P1


    Wenn der Entwickler frisch angesetzt ist dann ist alles top. Aber nach einiger Zeit entwickelt er immer langsamer und dann gar nicht mehr.


    Dazu muss ich sagen, dass ich sehr wenige Platten entwickle. liegt es daran? Muss in dem Entwickler regelmäßig entwickelt werden, damit er stabil bleibt?


    beste Grüße und danke für eure Mühe
    Jan

  • Hallo Jan,
    meine Zeit der Handentwicklung liegt nun auch schon eine Ewigkeit zurück. Ich denke es liegt sehr wohl daran dass Du einfach zu wenig Platten machst. Warum entwickelst Du die Platten nicht von Hand in einem Auswaschbecken? In die Küvette gehen wieviel Liter Entwickler? Wieviel Platten kannst Du damit entwickeln.
    Der Entwickler in der Küvette reagiert halt mit dem Sauerstoff.


    Gruß Michael

  • Hallo..... ich benutze die gleichen Druckplatten, auch Küvettenentwicklung
    der Zeitraum von 3 Monate ist völlig o.k.
    das kommt vom Sauerstoff da baut der Entwickler ab
    ich fülle ihn immer in verschließbare Kanister ab dann hält er viel länger
    in Abhängigkeit zu den verarbeiteten Druckplatten
    P.S. woher beziehst zu deine Platten und Entwickler?

  • Ich entwickle ebenso steinzeitlich traditionell. Meine Küvette hat einen Deckel, der den Luftsauerstoff fernhält, das bringt schon etwas. Mehr als drei Monate komme ich locker hin, eher sechs und mehr. Die Entwicklungszeiten variieren dabei von 10 Sekunden (frisch) zu 90 Sekunden. Danach tausche ich entweder aus oder regeneriere, indem ich nach Gefühl (ist Mist, ich weiß) Konzentrat nachschütte. Das Konzentrat kommt vom großen, grünen Lieferanten.

  • Hallo Blessing


    Den Entwickler muss man natürlich regelmässig regenerieren.
    Zum Regenerieren würde ich den Entwickler 1:7 ansetzten
    Auf dem Datenblatt von Ipagsa ist dies mit 70-90 ml/m2 angegeben.
    Bei wenig Platten, sollte man täglich etwas Entwickler nachfüllen. Nur so ist eine konstante Qualität gewährleistet.


    Viel Erfolg
    Jakob

  • Das Problem liegt eindeutig beim Anwender. Mit 3 Monate alter Suppe zu arbeiten kann nicht die Grundlage für einen standartisierten Prozess sein. Arbeiten mit wechselden,geschätzten Belichtungszeiten auch nicht. Bei weniger als 10 Platten pro Tag lohnt die Entschichtung in einer Küvette nicht,da empfehle ich die gute alte Handarbeit. Immer frische Chemie immer gleiches Ergebnis!


    Ist die Ausbildung heute wirklich so schlecht,daß solche Fragen gestellt werden?

  • Nichts für ungut, aber "standardisierter Prozess" und Handentwicklung schließen sich, denke ich, aus. Die Belichtungs- und Entwicklungszeiten sind auch nicht zwangsläufig "geschätzt", sondern können mit dem guten alten Messstreifen mit Graukeil und Mikrolinien einfach ermittelt werden, wie wir das mal (in unserer Ausbildung) gelernt haben.
    Manchmal muß man mit Gegebenheiten auskommen, die man selbst nicht beeinflussen kann.

  • Nichts für ungut, aber "standardisierter Prozess" und Handentwicklung schließen sich, denke ich, aus. Die Belichtungs- und Entwicklungszeiten sind auch nicht zwangsläufig "geschätzt", sondern können mit dem guten alten Messstreifen mit Graukeil und Mikrolinien einfach ermittelt werden, wie wir das mal (in unserer Ausbildung) gelernt haben.
    Manchmal muß man mit Gegebenheiten auskommen, die man selbst nicht beeinflussen kann.

    prima ausgedrückt...... so ist halt mal die tägliche Praxis, ich denke dass der Kunde am Schluss es nicht erkennen
    kann wie die Druckplatte entwickelt wurde, natürlich sollte die Qualität stimmen
    aber letztendlich ist das Ziel entscheidend

  • Die Meinung kann ich nicht teilen.Der standartisierte Prozess ergibt sich aus folgenden Elementen: Konstante Fimdichte,gleicher Plattentyp,gleiche Belichtungszeit,gleicher(frischer Entwickler) und gleiche Zeit (wenn auch von Hand)zum Entschichten der Platte.Nur dann stimmt auch die Qualität.Wie sollten sonst feine Raster tonwertgerecht übertragen werden? Die Platte zwei-oder dreimal machen?
    Was der Kunde erkennt oder nicht ist doch zweitrangig,die Sicherheit bei der Fertigung ist doch viel wichtiger.
    Da bei dem kleinen Druckformat selten ein Kontrollstreifen verwendet wird,ist ein konstanter Prozess um so wichtiger. Für mich ist der Kontrollstreifen ein muß und wird bei jeder Platte mit kopiert.
    Von Entwicklung mit der Küvette auf Handentwicklung habe ich vor ca. zwei Jahren umgestellt.

  • "Der standartisierte Prozess ergibt sich aus folgenden Elementen: Konstante Fimdichte,gleicher Plattentyp,gleiche Belichtungszeit"


    Daran ist absolut nichts zu rütteln.


    Wo ich allerdings nicht ganz deiner Meinung bin, ist, wie sich Handentwicklung und gleiche Entwicklungszeit in Einklang bringen lassen.


    Und: du hast sicherlich recht, dass nicht bei jeder Platte ein Kontrollstreifen mitbelichtet wird (obwohl immer Platz ist, und sei es in den Bereichen, die gespannt werden), aber aller paar Platten kann man das schon machen, zumal ja nur der Faktor "Entwicklung" überprüft werden muss, die Belichtungszeit bleibt ja in der Regel gleich (wenn der Belichter mit Takten statt mit Zeiten arbeitet). So schnell schlägt der Entwickler nicht um.

  • Von deinem Standpunkt aus gesehen ist die Handentwicklug eine Variable im gesamten Prozess, muß es aber nicht sein.Die Belichtung muß der Entwicklung angepasst sein. Wenn ich wie im 4.Beitrag lese,daß mit einer Spanne von 10-90 Sekunden Entwicklung gearbeitet wird,ist doch etwas verkehrt.Die analog arbeitende Platte benötigt ca. 30-50 Sekunden um richtig entschichtet bzw.ausentwickelt zu sein zu sein.(nicht nur bei Handentwicklung!) Danach findet (in eimen kurzen Zeitrahmen) kein Angriff auf die druckende Schicht statt. Vorteil ist der immer frische und in gleicher Konzentration benutzte Entwickler. So ist auch dieser Zeit-Faktor sehr gut mit dem gesamten Prozess in Einklang zu bringen.

  • also ich habe gerade nach fast 15 (?) Jahren wieder mal probiert eine GTO52-Platte mit der Hand
    statt Küvette zu entwickeln
    Fazit: ich stand fast 5 Minuten rum, die Platte war fast kaputt weil manche Stellen zuviel
    vom frischen Entwickler bekamen, andere Stellen waren noch wie neu,
    im Verhältnis zuviel Entwicklerverbrauch
    ich habe dann noch schnell die Platte in die Küvette steckt
    keine 10 sec war die Platte durchgehend entschichtet und noch gerettet
    aber wie bereits angedeutet: es kann jeder sein Handling an seine Arbeitsweise anpassen

  • Hallo danke für die Hilfreichen Beiträge find eich großartig.
    Zu meinem Prozess: verwende immer die gleichen Filme und gleichen Platten.
    Diese wurden mit Graukeil einbelichtet und entwickelt.
    Denke der Tip auf Handentwicklung umzusteigen ist für mich die beste Alternative da alle andern Faktoren unabhängig von de rZeit wie lange ich keine Platten mache sind.
    Werde dies ausprobieren.