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Heidelberg SM52-4 Anicolor

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    • Heidelberg SM52-4 Anicolor

      Hallo Leute.

      Ich habe mal ein paar Fragen an die Kollegen die an einer Anicolor tätig sind:

      Was für Farben benutzt ihr? Hersteller, Farbserie etc.
      Habt ihr an warmen Tagen Probleme mit Emulgieren / Tonwertzunahmen jenseits von gut und böse?
      Lecken die Farbkästen an AS & BS, sodass die Schmitzringe mindestens 3x die Woche komplett vollgesaut sind?

      Wir haben mit den 3 oben genannten Punkten Schwierigkeiten - wobei sich Punkt 1&2 schon angleichen.
      An warmen Tagen wie heute (25° / 62% Luftfeuchte) bekommen wir die Farben nicht in den Griff. Die Dichten steigen den Tag über immer weiter, bis man nicht mehr nachregeln kann und dann hat man natürlich verloren. Dementsprechend machen sich die Zunahmen natürlich auch auf in andere Sphären. Wir drucken mit den S-, H-, sowie HD-Serien von Saphira der Precise Charge. Im Normalfall drucken wir in den Buntfarben die S-Serie (normal pigmentiert) und im Schwarz die H-Serie (etwas stärker pigmentiert). Heute haben wir alle Farben mit "S" besetzt und liegen mit den Dichten im Bereich den ich als ertragbar einstufen würde - alerdings ist nichts mehr nachzuregeln da alles auf 50% steht (weniger geht nicht) und wir die Karre schon ziemlich rennen lassen müssen um die Dichten zu reduzieren. Den Tag über wird das immer extremer und irgendwann ist die Farbe im Eimer, da sie emulgiert ist.

      Ich würde mich freuen wenn mir jemand einen alternativen Hersteller empfehlen könnte, da die Jungs bei Saphira auch nicht wirklich mit Lösungsvorschlägen um sich werfen.

      Das nächste Problem was jedem Drucker garantiert mächtig auf den Senkel gehen würde sind die Farbkästen..
      Auf AS und BS läuft nach einiger Zeit die Farbe zwischen Messer - Dichtung und der Andruckleiste entweder in die Auffangwanne (selten/nie) oder aber sie drückt sich langsam über die Wanne und verteilt sich dann schön auf den Schmitzringen. Auch hier habe ich die Heidelbeeren 1000 mal drauf angesetzt, aber keiner hatte eine Idee. Die Farbkästen werden immer unter größter Sorgfalt zusammengebaut und trotzdem leckt es nach einem Tag wieder fröhlich raus.

      Falls jemand einen anderen Hersteller als Saphira für die Dichtungen kennt würde ich mich über Infos sehr freuen.

      Nochmal alle Daten auf einen Blick:

      Anicolor 52-4
      Farbe: Saphira Precise S, H und HD
      Feuchtmittel: Alk: 8% / Zusatz: 3%
      Messer von Saphira
      Dichtungen von Saphira

      Und ein Drucker der die Nase langsam voll hat..

      ..aber nicht aufgibt! Ich freue mich über jeden Denkanstoß!

      Liebe Grüße!
    • Also ich arbeite direkt neben einer Anicolor. Die Farbserie werde ich dir morgen schreiben. Glaube Ökospeed Plus heißt die. Und ja die selben Probleme haben die auch wenn es warm ist. Und die Farbrakel laufen auch wie Sau. Hab aber auf der Drupa die neue Xl75 Anicolor gesehen. Selbst diese Nagelneue Maschine leckt ohne Ende an den Farbrakeln.
    • Danke schonmal für die Rückmeldungen.

      Ich weiß jetzt nicht ob ich das gut oder schlecht finden soll, dass andere Maschinen auch das Leck-Problem haben. Ich habe da schon viel probiert.. Dichtungen kürzer schneiden an der Auflagefläche zum Messer; Kleine Papierkeile formen und zwischen Leiste und Dichtung um so den Druck auf das Messer zu erhöhen; Sekundenkleber, Dispolack, Bauschaum und Vaseline habe ich jetzt schon in die Ritzen geschmiert, aber alles hat nichts gebracht. Ich sprühe die Enden der Dichtungen vor dem Zusammenbauen immer kräftig mit Silikonspray ein, ich meine dass das ein leichtes Quellen bewirkt und die Dichtung so besser die Lücke verschließt - Aber sicher bin ich da nicht wirklich.

      Ich muss auch noch sagen das wir noch die kleinen Rasterwalzen verwenden: In K C M benutzen wir 10 Kubik- im Y 12 Kubikwalzen. Ich meine die neuen bewegen sich um die 15 oder?!
    • Liebe Gemeinde der Anicolorer,

      so ich kenne auch diese Probleme und habe sie nicht mehr,


      zu Punk1:

      Farbe Saphira: CMY Serei S und Black H Serie

      Punkt 2:
      Farben Tonwertzunahme. über den Tag:

      Die Temeratur des Feuchtwasser auf ca 11 c. stellen, da ab 10c. ein schwitzen zwischen den Zylindern entsteht und das Wasser durch das Kurzfabwerk nicht verrieben
      sondern dirket in den Kasten wandert und mit der Fabrbe emulgiert.

      Das Feuchtwasser, habt ihr mal den Leitwert und Alkohol nach gemessen ?? IDie Werte des Wasser müssen ganaustens stimmen alc bei 4,0 und Leitwert be 1450.
      Was habt ihr für einen Zusatz??

      Punkt 3:
      Lege die Dichtung in Öl, so das Sie sich vollsaugen.
      Das Messer kannst du kürzer schneiden, so das es mittig auf den Dichtungen liegt.


      So das wars erst mal kannst mir gerne ne mail schreiben und ich schick dir meine Nummer.



      Greetz von der Front

      Armin 8)
    • Hallo.

      Danke für die Tipps, ich werde die mal probieren und dann hier berichten wie es lief.
      Leitwert habe ich gerade nicht auf dem Schirm, aber Alk liegt immer bei 8%. So haben wir zusammen mit Heidelberg alles eingerichtet.
      Unser Zusatz ist Alcoless 79.33

      Achja: Bj. ist 07 - War eine der ersten Maschinen die verkauft wurden.. Hat bestimmt noch einige Fehler die zu den Problemen führen, obwohl ordentlich nachgerüstet wurde.

      Leider bin ich schon zu Haus, sonst würde ich da mal eben noch etwas rumprobieren..
    • Das geht eigentlich.. Wir haben eine Waschmaschine für die Farbkästen die braucht im Modus "Kurz" ca 10 min und "Lang" 20 min. das heißt 4x 20 Min hat man für alles andere und wenn man sich einen festen Plan macht dann dauert das auch nicht viel länger als 60 min und den letzten Kasten holt man dann Montag früh aus der Waschmaschine. Unsere 5-Farben komplett abrüsten inklusive Lack etc geht da auch nicht viel flotter. Aber ist auch stark davon abhängig wie sehr die Kästen ausgelaufen sind.. Ich sag immer: Die Anicolor ist wie eine Schachtel Pralinen - Man weiß nie was man kriegt. :thumbsup:
    • Heidelberg Anicolor

      Ich habe bis vor kurzem auf Heidelberg Anicolor gearbeitet und mich würde interessieren wie andere Druckerkollegen diese Maschine beurteilen. Ich kann sagen, der Pflegeaufwand speziell nach Schichtende ist schon sehr aufwendig, speziell für die Rasterwalze. Wenn nämlich da die Farbe antrocknet hat man am nächsten Tag die ärgsten Probleme. Die Farbe bekommt man nicht mehr weg, auch nicht mit Scharflöser oder ähnlichem, sondern nur mit einem speziellem Farblöser, sehr scharf und giftig, Hautkontakt unbedingt vermeiden. Reinigungsaufwand demzufolge sehr intensiv und zeitraubend. Also ich brauchte für die tägliche, normale Reinigung dieser Maschine ohne Helfer nie weniger als eine Stunde, wenn ich es sorgfältig durchführte.

      Nächster Punkt die sog. "Kammerrakel": Laufen immer seitlich aus, habe dieses Problem nie richtig in den Griff bekommen. Auch hier sehr aufwendiger Reinigungsaufwand. Notwendig ist auch diese Kammerrakel mindestens jeden zweiten oder dritten Tag komplett zu zerlegen, sorgsam zu reinigen und wieder zusammenzubauen, dies jedoch wieder sehr sorgfältig wegen Problem des seitlichen Auslaufens. Wie ist die Meinung hierzu der anderen Kollegen?

      Sicher, das Prinzip dieser Maschine ist ja vom Ansatz sehr gut, Flächen drucken wunderschön aus, es gibt kein Dublieren, keine Walzenstreifen,... WENN MAN SAUBER UND SORGFÄLTIG arbeitet. Es gibt auch keine Farbdifferenzen in der Auflage, die Sollwerte sind in Rekordzeit erreicht. Der Densidometer verstaubte bei mir in der Lade. Aufträge werden in Nullkomanichts abgewickelt wo andere Druckereien auf konventionellen Maschinen graue Haare bekommen.

      Jetzt kann man es so oder so sehen: Die Geschäftsleitung ist natürlich begeistert, doch ich als Drucker muß sagen ohne Helfer ist diese Maschine doch sehr stressig: Nach gezählten 95 Plattenwechseln und Einrichtevorgängen, Palettenschiebereien,...maximal vielleicht 500 Druck oder weniger ist man nach 10 oder 11 Stunden doch etwas müde. Jedoch wartet dann noch jedesmal und jeden Tag diese Aufwendige Endwaschung. Ich denke mal das wird der Grund sein weshalb dieses System "Anicolor" nicht so recht angenommen wird.

      Es würde mich freuen andere Meinungen darüber zu lesen.
    • Also ich muss auch nochmal eine Rückmeldung geben auf die diversen Tipps die ich bekommen habe.

      Rakelmesser auf Mitte der Dichtungen schneiden um das Auslaufen zu vermeiden:

      Hat teilweise geklappt; Wir schneiden die Messer jetzt genau auf Außenkante der Dichtungen zu und konnten so in 3 von 4 Werken das Schlimmste verhindern. Auf Mitte leckt es genau so schlimm wie bei den unbehandelten Messern.

      Dichtungen in Öl einlegen:

      Trägt auf jeden Fall dazu bei dass das auslaufen zurückgeht; auf jedenfall ein guter Tipp.

      Leitwert / PH-Wert muss stimmen:

      Hatte mich immer gewundert das ich die Angaben im Technotrans nicht finden konnte. Jetzt hatte ich mal etwas mehr Zeit in der Schicht und habe mich durch die Ebenen geklickt und siehe da: Wir haben weder die Sonde für den PH- noch den Leitwert verbaut.. :thumbdown: Ob ich da nochmal in den Genuss der beiden Sonden komme, wage ich zu bezweifeln. PH-Wert wird jetzt aber per Messstreifen ermittelt und der haut auch gut hin.

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      @Arbeiter:

      Das die Farbe eintrocknet hatte ich noch nie! Was für eine Farbe verwendet ihr denn?
      Ich gehe in der Woche einmal mit Walzenwaschmittel (Böttcherin B60) und danach mit IPA über die Rasterwalzen und dann langt das auch. Am Freitag kommt dann nochmal ein extra Rasterwalzenreiniger drauf von Teegee-Rumler (weiß die genaue Bezeichnung gerade nicht) und wenn das mal nicht da ist: RecyClean. Wir hatten die Walzen kürzlich mal zum checken unter der Kamera und die Näpfchen sehen laut Saphira erstklassig aus.
    • Ich arbeite nicht mehr an dieser Maschine, habe die 12-15 Stunden Schichten und eben diese tägliche gründliche Reinigung wenn es wieder losging nicht gepackt, bin auch nicht mehr so spritzig wie mit 20 und ein Privatleben habe ich auch noch. Bin ausgetauscht worden (wie eine nicht mehr zufriedenstellend laufende Maschine...)
      Kann nicht genau sagen welche Farben das genau sind, nur, daß sie zum Antrocknen neigten. Habe deshalb zur Sicherheit vor längeren Maschinenstillständen immer runtergerackelt damit ja nichts passiert. Ein Problem kann ich auch noch schildern und zwar wenn man komplett mit der Maschine stehenblieb und danach wieder anfuhr hatte ich quer über die Platte die schlimmsten Farbspritzer, meistens im Yellow Werk. Habe das sogut es ging unterbunden indem ich sowenig wie möglich stehenblieb und die Maschine immer laufen lies, doch manchmal lies es sich nicht vermeiden. Habe alle Ratschläge befolgt, jedoch ohne nennenswerten Erfolg. Auch Instruktoren konnten mir nicht helfen.
      Auch dazu würde ich gerne einige Meinungen lesen, obwohl ich weg bin würde es mich ja doch noch interessieren und auch die Ansichten der Kollegen dazu, daß dieses Anicolor-System in Bälde auch auf größeren Maschinen eingesetzt werden soll.
    • In Bälde ist gut, die Anicolor gibt es seit der Drupa ja schon als XL 75. ;)
      Mich überzeugt das ganze System noch nicht wirklich.
      1. ist natürlich der Reinigungsaufwand sehr hoch und
      2. gefällt mir der Ausdruck nicht so richtig, an die Qualität einer regulären Maschine kommt das Anicolorsystem noch nicht wirklich ran.
      Grüße
      Thomas
    • Die Farbspritzer kenne ich auch. Denke das kommt vom Spiel das die Rasterwalze hat. Im Stand kann man die ja noch hin und herbewegen und wenn sie abrupt stehenbleibt und einen kleinen Satz in die andere Richtung macht nimmt sie sich gerne etwas vom Farbaufbau am Messer mit. Würde da regelmäßig mal nach den Messern sehen und diese vom Aufbau befreien, dann kann da eigentlich nichts dolles mehr passieren. Von den Heidelbeeren habe ich schon lange nichts hilfreiches mehr gehört, leider. Denke die hoffen auch nur noch auf Erkentnisse aus den Betrieben weil sie selber nicht weiter kommen. :whistling:

      Edit: Da hast du recht, der Ausdruck ist lange nicht so schön wie an konventionellen Maschinen - Aber mein Chef ist begeistert und das muss wohl reichen..
    • Naja, der Ausdruck war schon sehr schön, speziell bei Flächen, wobei ch jedoch anmerken muß, daß es bei schwarzen Flächen sehr schwierig war. Es war eine Anicolor 4-farben Maschine und im ersten Werk black. Kein vorgeschaltetes Druckwerk zum Entstauben. Nun konnte ich die Farben auch nicht wechseln, z.B. black bei besonders schwierigen Flächen als letzte Farbe. Wenn das vom Sujet möglich gewesen wäre . Der Grund war, daß die erste Rasterwalze also für black, eine andere Zusammensetzung aufwies als die für Yellow.
      Somit lies es sich nicht vermeiden, daß bei schwarzen Flächen, egal ob gerastert oder nicht, der Ausdruck nicht hundertprozentig frei von Fusseln war. Noch dazu neigte das Papier in der Druckerei sehr zum Stauben.
      Am idealsten war es wenn die Fläche aus allen 4 Farben zusammengesetzt war.
      Doch für normale 4 Farbsätze, egal ob auf Papier oder Karton ist dieses System sehr zu empfehlen. Ja, wäre da nicht der Wartungsaufwand.
    • Es würde mich noch interessieren wie die Anicolor Drucker an dieser Maschine ohne Helfer arbeiten. Ich kann nur von meinem Fall aus berichten: Ich hatte pro Schicht die tageweise 11-12 Stunden dauerte so um die 100 Plattenwechsel und demzufolge ebensoviele Einrichtevorgänge, dazu noch Maschinenpflege, Papier herrichten (teure Spezialpapiere verschiedener Färbungen, Grammatur und Oberflächenstruktur - sehr leicht zu verwechseln wenn man nicht sehr genau aufpasst - auch diese Tätigkeit nahm eine gewisse Zeit in Anspruch), Paletten-Hin und Herschieben, Kammerrakelpflege. Zu Schichtende war ich schon ziemlich kaputt, doch dann kam ja noch die aufwendige Endwaschung die zumindest bei mir gründlich ausgeführt nicht unter einer Stunde zu schaffen war.
      Ich habe diese Anforderungen körperlich nicht mehr geschafft, Helfer bekam ich keinen obwohl ich höflich desöfteren darauf hinwies, daß ich das allein alles nicht mehr lang schaffe. Interessant in diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, daß auf der noch kleineren Heidelberg Quickmaster mit konventionellen Farbwerk an der nur Kuvert gedruckt wurden sehr wohl zwei Leute beschäftigt waren, während ich allein das Arbeitspensum nicht mehr schaffte.
      Ich überlege nun schon die ganze Zeit ob es nicht auch mir zumutbar gewesen wäre mir einen Helfer zur Seite zu stellen, ich weiß laut KV und Arbeitsvertrag stünde mir kein Helfer zu, doch wäre es nicht möglich gewesen in diesem speziellem Fall eine Ausnahme zu machen, zumal ja nicht nur ich feststellen mußte, daß die Wartung dieser Anicolor Maschine doch sehr umständlich ist?
      Ich wäre dankbar um andere Meinungen.