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Gutenberg69

Fortgeschrittener

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21

Donnerstag, 15. April 2010, 09:46

Genauso ist es. Wir sind so einem hohen Leistungsdruck ausgesetzt, dass man meistens nicht die Zeit für eine kleine Ausbildung hat. Ich stehe alleine an meiner Maschine und der Lehrling "verkommt" zum Helfer. Und das natürlich nicht nur an meiner Maschine, er ist ja dann auch noch für drei andere Kisten da. Die Maschinen müssen laufen, alles andere ist echt Nebensache!

Da hat man dann einen Lehrling, da sieht man das da mehr drinsteckt, kann aber auch nicht richtig auf ihn eingehen...ich rege mich da immer innerlich auf. Ich würde mir gerne die Zeit manchmal nehmen ein entstandenes Problem näher zu erläutern. Wenn der Lehrling dann das ganze Drumherum sieht, versteht er ja auch alle viel einfacher. Die meisten Lehrlinge musste nur etwas anstupsen, dann ziehen die wunderbar mit. Die wollen auch nicht so nebenher laufen, müssen sie bei uns aber leider. Die Ausbildung ist echt auf einem schlechten Niveau. Ich stelle mir nur immer vor, wenn ein solcher Azubi dann ausgelernt woanders hinkommt....da ist doch der ganze Weg verbaut. Azubis sollen uns "Alte" doch mal ersetzen, wenn das so weiter geht, stehe ich mit 80 auch noch an der Maschine. Und darauf habe ich wahrlich echt keine Lust mehr!!!

Ich freute mich in meiner Lehrzeit auch immer wenn ich was zu tun hatte. Anders sind die meisten heute auch nicht gestrickt. Die wollen sehen das sie genutzt werden und nicht irgendwo als Handlanger ihre Schicht runbringen. Motivierend ist die alles leider momentan nicht.

Gruss

PS:
Ich hatte letztens einen Azubi nach dem Auslauf der Maschine die Farbzonen näher erklärt. Also wo wir früher noch geschraubt haben am Kasten. Durch diesen kurzen Abstecher in die Vergangenheit konnte er das alles viel besser verstehen als vorne am Steuerstand mit seinen Tasten. Das nur zu dem Thema hier....Zylinder, Tiegel etc. da war alles etwas transparenter, denke ich. Ich mache das bei vielen Sachen über diesen Weg! Nur die Zeit....
...alles wird gut!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Gutenberg69« (15. April 2010, 09:46)


alter Mann

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22

Donnerstag, 15. April 2010, 11:29

Powerprinter66,

meine Ausführungen waren meine persönliche Meinungen/Erfahrungen.
Ich habe bis heute nur erlebt das alte Maschine verschrottet wurden oder in den Export gingen.
Das hat manchmal weh getan solche Maschinen zu sehen die noch iO. waren und dann mit den Schneidbrenner zerlegt wurden (selber erlebt).

Das mit alten Maschinen nicht mehr "gedruckt" wird ist ja verständlich wer soll das bezahlen und da beginnt es ja.
Der Historische Bezug geht verloren und wie - Gutenberg69 - schon darlegte, am Leitstand kannst du Azubis nicht die Grundzüge erklären.

Die Azubis die ich bis heute ausgebildet habe versuchte ich immer in die Tiefen des Berufes zu führen. Natürlich gab es oft Reibungspunkte mit der Geschäftsleitung. Da habe ich immer gesagt "wer wollte einen Azubi .. Ihr oder Ich ? Und Hilfsarbeiter brauchen keine Druckerausbildung" Damit war meist die Sache geklärt. Mittlerweile ist einer selber Ausbilder (in einer anderen Firma und einer ist "Spitzendrucker".
Ich stehe auf den Standpunkt man kann nur soviel aus einen lehrling rausholen wie man auch reinsteckt. Eigenverantwortung gehört auch dazu. Wenn ich dann sehe das in anderen Firmen bei Zwischenprüfungen oder sogar beim Abschluß viele Azubis nie oder sehr selten selbsständig gedruckt hatten dann geht mir der Hut hoch. Das waren dann verlorene Jahre. Die meisten wechseln dann irgendwann den Beruf.

PS:
solche Maschine wurde in meinen Beisein mit dem Schneidbrenner zerlegt
(Victoria V1040, 70x100)
»alter Mann« hat folgende Datei angehängt:
  • Buchdruck 1.jpg (167,19 kB - 44 mal heruntergeladen - zuletzt: 24. Februar 2012, 12:23)

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23

Donnerstag, 15. April 2010, 16:57

Im Rollenoffset is des mitm Lehrling was beibringen n bissl einfacher, da man öfters Fortdruck hat und da auch mal
die Zeit nutzen und ihnen was beibringen kann. Damals zu meiner Lehrzeit hat n Geselle zu mir gesagt "Wenn du
Fragen hast, dann frage...es gibt keine dummen Fragen, nur dumme Antworten" *g* Derart motiviert hab ich ihn
wochenlang gelöchert, bis ich echt net mehr wußte, was ich noch Fragen könnte...naja, und genauso mach ich's heut
immernoch...kommt n Monteur vom Maschinenhersteller wird der gelöchert, bis er mich netmehr sehen kann...egal...
der sieht mich eh nur alle Jubeljahre mal, aber evtl. kann ich was lernen, was mir täglich helfen wird...davon mal
ab...hab ich schon als Kind alles auseinandergeschraubt, weil ich wissen wollte, wie's funktioniert *g*

Leider stimmt es, daß wir als Drucker vom Handwerk zur Industie geworden sind und Zeit heut einer der wichtigsten
Faktoren geworden ist. Aber mir fällt dann immerwieder der Spruch ein "Schenk einem hungernden einen Fisch und
er hat für einen Tag zu essen, zeig ihm, wie man angelt und er wird nie wieder hungern" Nur dauert das Angeln
beibringen halt länger als ihm n Fisch zu geben ^^

Spinetti

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24

Freitag, 16. April 2010, 13:17

Die Angel scheint zu teuer, der Fisch geht schneller und ist billiger - um im Bild zu bleiben.

Aber: wir leben in einem Land, das sein derzeitiges Wohlergehen noch mehr dem „Wissen um die Sache“ als dem „schneller und billiger“ verdankt. Und diejenigen, die die Zonenschrauben noch von Hand gedreht haben, sind ja auch noch nicht tot! Ich bin mir sicher, dass neben der Industrialisierungs-Schiene auch die handwerklich saubere und gekonnte Arbeit ihren Platz haben wird.



Grüße

EHST

Meister

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25

Samstag, 17. April 2010, 11:33

Hat sie auch. Mir reicht ein Blick auf die Kunden, welche durch unseren Drucksaal gehen. Spätestens am Tiegel bleiben viele stehen. Und wenn sie Fragen haben, dann werden die auch beantwortet. Das schafft auch ein ganz anderes Bild vom Produktionsprozess und ein völlig anderes Verhältnis zum Preis, welchen sie zahlen (sollen). Die Kunden haben dann einen direkten Bezug dazu.
Wenn Du online irgendwelche Buttons anklickst und die Daten hochlädst, hast Du natürlich keinen Bezug dazu, um das mal als Beispiel anzuführen. Da vergisst der ein oder andere sicher, dass da auch noch Menschen arbeiten und produzieren.

Mit den Azubis ist das, wie hier auch schon angeführt wurde, natürlich ganz genauso. Man kann nur verstehen, was man sieht, womit man in Kontakt kommt, sodass man es ganzheitlich erfährt.
„Nicht die Ansprüche, die der Arbeiter erhebt, sondern die Bewertung seiner Leistung durch die Gesellschaft entscheiden über die Höhe der Löhne; sie allein kommt in den Lohnsätzen, die der Markt bildet, zum Ausdruck.“ L. v. M.

MikeHH

Praktikant

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26

Montag, 19. April 2010, 17:39

Tiegel oder Zylinder

Möchte hier nur mal kurz etwas klarstellen. Einige male kam es hier in den Artikeln zu Verwechslungen. Ein Tiegel ist eine Buchdruckmaschine in der Flach auf Flach gedruckt wurde und ein Zylinder druckt Rund auf Flach, bzw es gab von Heidelberg auch 2Farben OHZ. Dann druckte man in einem Durchgang von einem runden Zylinder und der flachen Form. Diese Maschinen waren aber eher selten. Früher hat ein Lehrling, so hießen Azubi`s mal, oft erst an einem Boston Tiegel über dürfen. Dieses waren Tiegel, die nur mit Muskelkraft betrieben wurden. Dann gab es noch sogenannte Galli Tiegel, da wurde von Hand ein Bogen eingelegt und der Druck wurde mit Maschinenkraft durchgeführt.

EHST

Meister

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27

Montag, 19. April 2010, 20:23

Also ich wage mal zu behaupten, dass die anwesenden Drucker einen Tiegel von einem Zylinder unterscheiden können.
„Nicht die Ansprüche, die der Arbeiter erhebt, sondern die Bewertung seiner Leistung durch die Gesellschaft entscheiden über die Höhe der Löhne; sie allein kommt in den Lohnsätzen, die der Markt bildet, zum Ausdruck.“ L. v. M.

DerKolb

unregistriert

28

Montag, 19. April 2010, 21:35

Möchte hier nur mal kurz etwas klarstellen. Einige male kam es hier in den Artikeln zu Verwechslungen. Ein Tiegel ist eine Buchdruckmaschine in der Flach auf Flach gedruckt wurde und ein Zylinder druckt Rund auf Flach, bzw es gab von Heidelberg auch 2Farben OHZ. Dann druckte man in einem Durchgang von einem runden Zylinder und der flachen Form. Diese Maschinen waren aber eher selten. Früher hat ein Lehrling, so hießen Azubi`s mal, oft erst an einem Boston Tiegel über dürfen. Dieses waren Tiegel, die nur mit Muskelkraft betrieben wurden. Dann gab es noch sogenannte Galli Tiegel, da wurde von Hand ein Bogen eingelegt und der Druck wurde mit Maschinenkraft durchgeführt.

Hallo Mike,

die kenne ich alle, auf dem einen oder anderen habe ich auch schon gearbeitet & ich denke viele andere aus dem Forum auch :thumbsup:

Gott grüß die Kunst
Norbert

Spinetti

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29

Dienstag, 20. April 2010, 06:40

Trotzdem noch mal zur Klarstellung der Tiegel:

Der Boston-Tiegel hat einen schwingenden Tiegel, der sich gegen ein feststehendes Fundament klappt. Unser guter Heidelberger (OHT) ist ein Boston-Tiegel. Die gab's natürlich von ca. A7 bis A4 auch im reinen Handbetrieb, in ca. A4 bis A3 motorbetrieben und mit Handanlage.

Beim Gally-Tiegel fährt den Tiegel zum Fundament und wird vor dem Druck kurven- oder schienengestützt parallel zum Fundament ausgerichtet. Diese Tiegel gab es hand- und motorgetrieben, viele von uns kennen die Viktoria- und Phönix-Tiegel, auf denen oft gestanzt wurde.

Grüße

Drucks1

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30

Mittwoch, 1. September 2010, 17:48

Zylinder-"Dinosaurier"

jaaaa, auch ich gehöre noch zu dieser "aussterbenden Zunft", die OHZ und Tigel beherrschen.....wobei man beim Zylinder heutzutage kaum noch von drucken sprechen kann. Glaube kaum, das noch jemand an den Karren druckt :whistling: , also ich bin z.B. dort nur am nuten, stanzen, schlitzen oder perforieren. Wobei ich erwähnen muss, das ich ab und an sogar noch am Tigel drucke :thumbsup: , von Zeit zu Zeit mal nummerieren von Durchschreibsätzen, oder nen paar "billige" Eindrucke auf Versandtaschen.

Es gibt sie also noch, die "alten" Jünger Gutenbergs, denen die Ausdrücke "Punkt, Petit, Cicero, Nonprelle, Koncordanz" und dergleichen ganz sicher kein Fremdwort sind. Ganz besondere Grüße an diese "alten" Kollegen :thumbup: :thumbup: :thumbup:

Schubbeduster

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31

Mittwoch, 1. September 2010, 22:18

HIER ICH !!!!
zusatzausbildung buchdruck , mit zwischenprüfung auf dem tiegel drucken . überall wo ich war stand entweder zylinder oder tiegel . ist ein geiles arbeiten wei lman noch richtig " zaubern " kann.
herrlich wenn son zylinder vor sich hin schnurrt. ....

und zu drucks 1 : wenn ich an der maschine stehe vergesse ich millimeter und centimeter und wurde schon doof angeschaut weil ich meinte das ich noch " 4 punkt rüber muss...."

Drucks1

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32

Donnerstag, 2. September 2010, 09:43

Zylinder/Tiegel-Dinosaurier

jaaa, ist doch echt nen "geiles" arbeiten, an OHT oder OHZ......hier noch ne achtel Petit rein, dort noch ne viertel Cicero zwischen legen, Form klopfen, ordentlich den Schließrahmen schließen, runter mit dem Schutzgitter....und ab geht die Post. Vielleicht noch mal das Blech lösen, und nen 40gr. Bogen drunter packen,damit´s auch ordentlich stanzt, schlitzt oder nutet.......aber dann kann´s los gehen. Wenn´s gut läuft, dann stell ich auf Stufe 12 (für die Laien: das ist die Geschwindikeits-Stufe), und die Karre rattert wie ne kleine Dampflok....schafft dann "fast" 4000Bg. die Stunde.(jaaa, lacht nur......) Und immer schön die Ölkanne dabei zur Hand, denn "gut schmieren" beim Zylinder ist wie die stetige Ölkontrolle beim Auto.Wer gut schmiert, der gut fährt....... :thumbup:

ich "liebe es"......wie sicher viele andere "Buchdrucker-Künstler" auch. Bin jedenfalls froh und auch stolz, mit solch alten "Schätzchen" immer noch umgehen, und arbeiten zu können. :thumbsup:

Nehemah

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33

Samstag, 5. Februar 2011, 20:09

Während meiner Ausbildung habe ich noch das drucken am Tiegel und am Zylinder gelernt, und ehrlich gesagt möchte ich die Erfahrung auch nicht missen. Meine jetzige Tätigkeit und die Maschine haben damit zwar so gut wie gar nichts mehr zu tun, aber Buchdruck hat mir einfach sehr viel Spaß gemacht. Formen selber bauen und schließen, Aufzug einrichten, und die Maschine teilweise noch richtig mit Händen und Füßen bedienen, einzigartig :D

bernharderich

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34

Sonntag, 17. April 2011, 11:16

Wie schön - wir hatten am Arbeitszettel noch die Rubrik "zurichten", da ging schon mal ein Stündchen drauf ;-) es war ruhiger, bequemer und die Facharbeit wurde geschätzt........

zu den obengenannten Problemen:

die Greifer am Tiegel kann man innen mit einem Gummiregenerat versuchen fit zu machen - im schlimmsten Fall kann man feines Schleifpapier reinkleben ;-)

Wenn das Stanzblech aufgeht, den Stoff nicht um die Spindel wickeln sondern ein wenig überlappen lasen - man hat dann den Stoff am Beginn doppelt, somit erhöht sich die Eigenreibung. Wenn sich die Spindel löst kann man vorsichtig die Kralle, die da in das Zahnrad eingreift nachfeilen.....

Rumdrucker

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35

Freitag, 25. November 2011, 20:45

Herrlich:-)

Hallo Kollegen,

ich könnte die Beiträge und Erfahrungen der "alten Hasen" in Bezug auf Tiegel und Zylinder stundenlang lesen!
Ich habe zwar den Offsetdruck von der Pieke auf gelernt aber leider nicht mehr gelernt an Zylinder und Co. zu drucken.Ich finde es zum heulen dass die ganzen erfahrenen Drucker ihr Wissen mit in den Ruhestand nehmen und dass ein derartiges Handwerk ausstirbt.

Viele Grüße an alle

Noeppes

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36

Montag, 20. Februar 2012, 01:57

Wunderschöner Thread...
da kommen die Erinnerungen hoch, Schießscheiben nummerieren mit 24 Nummerierwerken - und wehe die Zurichtung war nicht in Ordnung und eines blieb deshalb stehen... - Die "gute alte Zeit".

Bleibt nur eines noch zu sagen:
Der Kollege oben, der einen Holzkeil in die Spannvorrichtung klopft... Meine Tochter würde sagen "Geht's noch?". Das ist Gemurks und Pfusch in Reinstform. Wenn sich dieser Holzkeil irgendwann einmal löst - und aller Erfahrung nach wird das irgendwann passieren - wird der Schaden in die tausende gehen.
Sollte man seine BrotverdienMaschine einem solchen Risiko aussetzen?

MfG
Noeppes

chucky1

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37

Montag, 20. Februar 2012, 13:05

Bei uns hier im bergischen hab ich noch nen Kollegen, der druckt heute noch auf 2 Tiegeln und 2 OHZ ganz reguläre Aufträge. Einladungen, Briefbogen, SD-Sätze, Plakate usw. Farbige Aufträge gibt er raus an Kollegen, aber den Rest druckt er selbst. Der hat noch ne kpl. Handsetzerei und kauft immer noch Schriften dazu.

Wenn du in den Betrieb kommst, meint man, man wär in einem Museum. Immer wieder faszinierend.

vector

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38

Montag, 20. Februar 2012, 16:38

Bei uns hier im bergischen hab ich noch nen Kollegen, der druckt heute noch auf 2 Tiegeln und 2 OHZ ganz reguläre Aufträge. Einladungen, Briefbogen, SD-Sätze, Plakate usw. Farbige Aufträge gibt er raus an Kollegen, aber den Rest druckt er selbst. Der hat noch ne kpl. Handsetzerei und kauft immer noch Schriften dazu.

Wenn du in den Betrieb kommst, meint man, man wär in einem Museum. Immer wieder faszinierend.
für so Arbeiten langt das auch noch alle mal.
Perforieren, Nuten, Stanzen geht alles am Tiegel / Zylinder Top und ich kann mir vorstellen wenn man mal einen Kundenstamm hat , dann läuft das
Weil viele Druckereien haben nur noch Druckmaschinen aber wenns dann ans Weiterverarbeiten geht wo mal was Spezielles hermuss fehlt dann meistens ein Tiegel :D

derkolb

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39

Montag, 20. Februar 2012, 18:10

ja..die gute alte Zeit ;)

total ausgelutschte Zinkklischees zurichten im Format A3
...mal so eben 4-5 Std. nur zurichten mit Seidenpapierchen,
und das ganze 4 mal da die Form 4-farbig war...Auflage 50 Stück
auf Drehpunkt schliessen und obendrauf noch ein Familienwappen..geprägt versteht sich :thumbsup:
alles schön auf Bütten
War schon ne schöne Zeit, vor allem oftmals sehr anspruchsvoll

Gott grüß die Kunst
Norbert

Brandeilig

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Beruf: Industriemeister Druck

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40

Montag, 20. Februar 2012, 18:34

Die MKZ Zurichtung war auch immer ganz spaßig!

Ich freue mich meistens einen Tag vorher,wenn es mal wieder eine Mappe zustanzen gibt,ne nette Blindprägung wo man mit viel Witz eine Patritze aufgebracht hat und feststellt das man viel zu viel Druck hat,dann wieder von vorne Anfangen muß! Das mache ich mit mehr Herzblut,als so nen blöden 4fbg Flyer an der 4-Farben zu drucken!

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