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04758

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1

Freitag, 11. Februar 2011, 22:02

Rillen am Tiegel

Hallo
ich habe mal zwei Fragen bezüglich rillen und perforieren am Tiegel. Wir nutzen momentan einen Adast Grafopress Tiegel für Eindrucke. Soll heißen wir drucken z.B. Firmenanschriften mittels Klischee in SD-Formulare ein. Nun will ich den Tiegel ebenfalls für die Weiterverarbeitung einsetzen. Meine Fragen sind diesbezüglich:
Wir nutzen alte Gummituchunterlagebögen zum Schutz der Platte (Gegendruck zum Schließrahmen) des beweglichen Arms (mir fehlen hier leider die Fachbegriffe)
Was verwendet man bei der Rillung (hatte da was von Stanzblechen gelesen)?Oder der ist das gar nicht notwendig und nur über die Pressung zu regeln? Ein weiterer Gedanke war wie rillen. Funktioniert das mit einfachem Rillband das zum aufkleben auf den GDZ gedacht ist?

Ich hoffe Ihr könnt mir weiterhelfen :)

EHST

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2

Freitag, 11. Februar 2011, 22:13

Also wir nehmen am Heidelberger Tiegel einfach Messingbleche (mir fehlt da jetzt auch das richtige Wort, falls es da eines gibt) und als Gegenstück einen ganz normalen Rillkanal, ja. Kannste auf den Gegendruck kleben. Wir packen immer noch ein Stück Papier drunter. Blech nehemn wir immer runter, weil es dann den Kanal runterreißt.Steht dann zu weit vor.
„Nicht die Ansprüche, die der Arbeiter erhebt, sondern die Bewertung seiner Leistung durch die Gesellschaft entscheiden über die Höhe der Löhne; sie allein kommt in den Lohnsätzen, die der Markt bildet, zum Ausdruck.“ L. v. M.

sormz1988

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3

Freitag, 11. Februar 2011, 23:12

Hallo zusammen.

Es gibt auch von CITO solche Streifen. Die haben auch immer gut getan. Siehe genauere Infos unter http://www.cito.de/de/DE/boxline/rillzur…gen/cito_plast/.
Viel Spaß noch :D

Nehemah

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4

Freitag, 11. Februar 2011, 23:57

Da mein Meister der mich ausgebildet hat noch ein alter Buchdrucker war und ich selbst noch am Tiegel gelernt habe kann ich hier wohl aus eigener Erfahrung Tipps geben. Normalerweise ist es tatsächlich so das man früher wohl einen ganz normalen Aufzug gemacht hat, ohne Stanzblech, und diesen Aufzug eben in der richtigen Stärke. Die richtige Stärke bekommst du ja raus indem du deinen Aufzug in die vorgefertigte Kerbe rechts von dem Auslagestapel steckst. Dann solltest du diese drei Metallstäbel haben mit denen du deinen Aufzug sicher an drei Seiten befestigen kannst.
Wenn mir die ganze Sache mit dem Aufzug aber zu viel Arbeit war habe ich einfach das ganz stinknormale Stanzblech genommen und ein Klischeeklebeband an der zu rillenden Stelle aufgeklebt. Da musste dich natürlich erstmal sicherheitshalber mit wenig Pressung langsam rantasten, aber die Methode klappt schnell und ist einfach. Nachteil ist eben bei größeren Auflagen ist das Klischeeklebeband schnell durch gewesen, von daher würde sich ein Aufzug eher anbieten, weil er einfach stabiler ist und länger hält.

Ich hoffe du weisst einigermaßen was ich meine, so wurde mir zumindest das Rillen am Tiegel beigebracht, und es hat drei Jahre lang super funktioniert ;)

Beluga

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5

Samstag, 12. Februar 2011, 11:00

Hi,

wir benutzen das ganz normale Blech das drin ist. Dann wird mit ganz wenig druck (so dass man es auf dem Blatt nur erahnen kann) die Rillinie eingerichtet.
Stimmt sie, wird sowas hier: http://www.aumann-trade.de/html/ubersich…_original_.html
auf die Rillinie gedrückt - einmal auf das Blech laufen gelassen und dann klebt das an der richtigen Stelle. Plastikkanal abziehen - fertig - laufen lassen.

04758

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Sonntag, 13. Februar 2011, 10:55

Alles klar Danke für die wertvollen Hinweise und Links.

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7

Sonntag, 13. Februar 2011, 18:01

Tach auch,

das Arbeiten an der Tiegel erfodert doch etas mehr Erfahrung. So ist z.B. nur für Stanzarbeiten das Stanzblech da. Alles andere muß denn wirklich ein echter Aufzug her. Ob dann Cito-Linien drin sind oder nicht, spielt da keine Rolle. Spätestens wenn die Rillung unten durchbricht und oben zu schwach ist, wird gegrübelt, woran das dann liegt.

Ich kann euch nur raten, so lange ihr noch jemandem im Haus habt, der das richtig beherrscht, den alles abzuschauen. Es wird euer Schaden nicht sein.



Gruß
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stolki

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8

Sonntag, 13. Februar 2011, 21:44

Rillen am Grafo Press

Schließe mich der Meinung von PowerPrinter an. Blech auf Gegendruck nur für Stanzarbeiten oder Perforieren! Am besten Messingblech in ca. knapp 1mm Stärke..( Aufzugsstärke-Tiegel) Alu ist zu weich. Zum Rillen normalen Aufzug aufbauen; Kartonbögen - obenauf der Spannerbogen. Wir haben zuunterst einen dünnen Gummi, darauf dann Kartonbögen... In den Rahmen dann z.Bsp. alte 2Punkt Messinglinien in Schrifthöhe bauen, etwas Farbe drauf, Stand machen. Dann von CITO das Gegenstück aufstecken, andrucken/ ankleben auf Gegendruck. Langsam mit dem Druck rantasten...Notfalls geht als Gegenstück auch 2 Dicht beeinander geklebte Pappstreifen ca. 350-700g...Wenn unten Rille schwächer, dann Papier hinter die Form und Druck zurück, bis oben bis unten gleichmäßige Rille...Wenn Rille oben schwächer - Druck randrehen...Dieses gleichmäßige oben / unten kapieren viele nicht und brummen den Druck immer mehr an ohne Erfolg im unteren Bereich. Gruß! stolki CITO beschreibt das auch ganz gut...

Nehemah

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9

Montag, 14. Februar 2011, 00:51

Tach auch,

das Arbeiten an der Tiegel erfodert doch etas mehr Erfahrung. So ist z.B. nur für Stanzarbeiten das Stanzblech da. Alles andere muß denn wirklich ein echter Aufzug her. Ob dann Cito-Linien drin sind oder nicht, spielt da keine Rolle. Spätestens wenn die Rillung unten durchbricht und oben zu schwach ist, wird gegrübelt, woran das dann liegt.

Ich kann euch nur raten, so lange ihr noch jemandem im Haus habt, der das richtig beherrscht, den alles abzuschauen. Es wird euer Schaden nicht sein.



Gruß
Klar ist fürs Rillen normalerweise ein Aufzug nötig, aber für kleine Auflagen kann man ruhig einfach ein Klischeeklebeband aufs Stanzblech kleben, das hat für Auflagen bis 500 Stück eigentlich nie zu nem Bruch der Rillung usw. geführt. Man muss eben etwas mit der Pressung variieren. Bei größeren Auflagen würde ich aber doch zu nem richtigen Aufzug raten wie du ja schon gesagt hast.

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10

Montag, 14. Februar 2011, 17:46

Hallo Nehemah,

im Prinzip hast Du recht, ich finde es nur schade, dass bei Arbeiten an der Tiegel gleich getrickst wird, ohne vorher Grundlegendes beigebracht zu bekommen.

Bei vielen Azubis in der Druckbranche bzw. an der Maschine ist das ähnlich, noch bevor Grundlagen vermittelt werden, wird denen Tricks und Kniffe beigebracht.

@Stolki: Spannerbogen? Wollt nicht wissen, was Du mit dem machst. ;( Dat Dingens heißt richtig Tauernbogen.

Gruß
8) Powerprinter66 8)

04758

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11

Montag, 14. Februar 2011, 18:04

Hallo Powerprinter66
das hat mit Tricks in diesem Fall wenig zu tun, da die Alternative (heute erst wieder passiert) 1200 Einladungskarten mit einem Handrillgerät bearbeitet worden. Da wir die Technik nun mal im Betrieb stehen haben und uns aber momentan leider das know-how fehlt ,hab ich eben zuerst hier gefragt bevor ich am Tiegel herumprobiere. Wenn wir jemanden mit Ahnung von der Materie in der Firma hätten, hätte ich nicht hier gefragt. ;)

ex-azubi

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12

Montag, 14. Februar 2011, 19:37


@Stolki: Spannerbogen? Wollt nicht wissen, was Du mit dem machst. ;( Dat Dingens heißt richtig Tauernbogen.

Gruß
Hallo,nicht böse sein,
aber heißt der nicht Tauen oder von mir aus auch Tauenbogen. Schreibfehler oder nicht richtig gewußt? :S
Gruß
ex-azubi

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13

Freitag, 18. Februar 2011, 17:12

Tach auch,

jetzt ist man schon so viele Jahre Fachmann und dann das: Heißt natürlich Tauenbogen (wegen der Zähigkeit). Den Tauern in die Tiegel zu bringen, wird wohl nicht gehen.

Danke an ex-azubi

Gruß
8) Powerprinter66 8)

DerKolb

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Freitag, 18. Februar 2011, 17:54

Hallo 04758,

auch für das richtige Arbeiten am Tiegel gibt es Leute wie mich,
vor vielen Jahren von der Pike auf gelernt, vergißt du nie wie
man am Tiegel richtig druckt, stanzt, rillt, perforiert oder
auch Prägungen allererster Güte produzierst.
Der Tiegel ist für die profanen Arbeiten wie rillen oder stanzen
einfach viel zu schade !!
Im Tiegel steckt viel mehr als du auf den ersten Blick glaubst :)
Nur leider wissen bzw. können das heutzutage nur noch
die wenigsten richtig gut.
Hier im Forum gibt es einige dieser fast ausgestorbenen Spezie :))

Gott grüß die Kunst

Brandeilig

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15

Donnerstag, 7. April 2011, 19:20

Ich habe mal gelernt,das der Tauen eigentlich ein Straffen ist........ :rolleyes:

Planeta

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16

Donnerstag, 7. April 2011, 19:44

Ein Tauen kann ein Straffen sein. Als Straffen bezeichnet man den letzten (äusseren) Bogen eines Aufzuges. Sowohl beim Tiegel als auch bei einer Zylinderdruckmaschine. Ein Straffen kann theoretisch auch aus einem anderen Material sein.

Gruß Heinz

bernharderich

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17

Freitag, 8. April 2011, 18:23

Als alter Drucker (habe auf OHT und OHZ meine Lehre gemacht) rille ich immer mit Stanzblech - vor allem am OHT beginnt leider der Aufzug zu arbeiten. Nur am Stanzblech aufgeklebte Kanalnuten bleiben stabil. Und übrigens man kann das Blech und hinter der Form auch zurichten ;-)

EHST

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18

Freitag, 8. April 2011, 18:32

Bei uns wird auch die Form selbst zugerichtet. Bißchen Klebe oderein bißchen Papier, dann geht das schon.
„Nicht die Ansprüche, die der Arbeiter erhebt, sondern die Bewertung seiner Leistung durch die Gesellschaft entscheiden über die Höhe der Löhne; sie allein kommt in den Lohnsätzen, die der Markt bildet, zum Ausdruck.“ L. v. M.

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