Powerprinter66
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Tobias« (13. Mai 2010, 12:29)
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Maschine: KBA Rapida 105-142, Heidelberg SM52, 74, 102, CD 74, XL105, manroland 700
Beruf: Berater für Druckunternehmen
Kurzer Einwurf zum "Sinn" oder "Unsinn" von TWZ in Zeiten von CTP.
Mit der TWZ beschreibe ich ersteinmal das Verhältnis von darstellbaren Farbabstufungen und Kontrast. Wenn das ausbalanciert ist, habe ich (je nach Papier, Rasterform und Rasterfeinheit) eine TWZ.
Sollte ich also einmal aus Erkenntnisinteresse ("In Zeiten von CTP....") die TWZ auf "NULL" stellen, dann wird das Ergebnis doppelt unbefriedigend sein.
1. Das Verhältnis Kontrast zu darstellbaren Abstufungen passt nicht mehr.
2. Je nach Höhe der Korrektur in der CTP kriegen Verläufe Stufen. (siehe Punkt 1.)
3. Es gibt in der Vorstufe kein dazu passendes ICC-Profil. Dafür eins anzufertigen ist aus Grüden aus Punkt 1. und 2. wenig sinnvoll.
Ein ICC-Profil BESCHREIBT zuerst nur, was später im Druck passiert. Es korrigiert nur im Fall einer gewollten Umwandlung zwischen Farben. Aber OHNE CTP-Kennlinien zu verändern. Eine einmal eingestellte Kennlinie zum Zeitpunkt als das ICC-Profil erstellt wurde ist erst einmal dort fixiert.
Eine CTP-Kennlinie kann ich hingegen nahezu jederzeit verändern.
Es gibt übrigens Betriebe die im CTP-Bereich Dinge wie TWZ=0 ausprobiert haben. Die sind alle wieder davon weggegangen und stellen "übliche" TWZ ein. Ist also keine "gute alte Filmzeit"-Träumerei.
Beste Grüße
m
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Beruf: Berater für Druckunternehmen
Zitat erna: >>Eigentlich ist diese ganze Solltonwerzunahmegeschichte seit der Erfindung von CtP und belibig verstellbaren Kennlinien überflüssig. /Wunschdenken einer Welt ohne Filmkopie off<<
Darauf wollte ich eingehen, bezüglich des "Sinns". Es gibt eigentlich immer TWZ, egal ob mit oder ohne CTP und egal was ich nun machen will, muss ich mich mit dem "Gesamtsystem" im Druck auseinandersetzen. Deswegen auch der Sinn-Ansatz, falls ich mal mit einer Kombination aus Papier, Maschine, Farbe, Raster, etc. arbeite, die sich vielleicht doch deutlich anders verhält. Im schlimmsten Fall, helfen mir dann bekannte (genormte) Sollwerte einfach gar nciht weiter. Wie dann vorgehen? Das wissen die meisten leider nicht.
Mit den ICC-Profilen legst du im übrigen weit mehr als "nur" die Farbräume fest, denn die sind an sich sehr übersichtlich: RGB, CMYK (+X Sonderfarben), XYZ, LAB.
Sonst wäre die Sache auch für viele im täglichen Arbeiten bedeutend einfacher.
Beste Grüße
m
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