You are not logged in.

kba drucker

Praktikant

  • "kba drucker" started this thread

Posts: 8

  • Send private message

1

Monday, December 14th 2009, 6:44pm

Wozu gibt es Schmitzringe?

hy! Ich hätte mal eine frage: Warum gibt es an einer Bogendruckmaschine Schmitzringe an den Plattenzylinder und am Gummituchzylinder?

EHST

Master

Posts: 1,051

  • Send private message

2

Monday, December 14th 2009, 6:57pm

Re: Frage!

Um Schmitz zu verhindern? :denk:
Papiergeld ist ein Pfandbrief auf Reichtum, den es nicht gibt, abgesichert durch ein Gewehr, das auf diejenigen gerichtet ist, von denen erwartet wird, dass sie ihn produzieren. Papiergeld ist ein Scheck, der von legalen Plünderern auf ein Konto ausgestellt wird, das ihnen nicht gehört: die Tugend der Opfer. Es wird der Tag kommen, an dem der Scheck platzt, weil das Konto überzogen ist…

illo84

Praktikant

Posts: 23

Maschine: Heidelberg CD102-4+l, Heidelberg PM52-4

Occupation: Azubi (noch)

  • Send private message

3

Monday, December 14th 2009, 7:13pm

Re: Frage!

Der Schmitzring ist ein Element der Zwangsführung an Maschinen mit Zentralantrieb und gleicht geringfügige Lagerungenauigkeiten ebenso aus wie ungleichmäßigen An- und Abtrieb aus dem Zahnradantrieb der Druckmaschinen (Einmotorensystem).

Aus Wikipedia

Greetz Illo

Posts: 77

Maschine: SM52-2,PM74-5,PM74-2

Occupation: Offsetdrucker(Bogen)

  • Send private message

4

Monday, December 14th 2009, 11:10pm

Re: Frage!

Außerhalb der Druckfläche sind an Druckzylinder,
Gummizylinder und Plattenzylinder hochgenau
bearbeitete Ringe angebracht, die als
• Messringe oder
• Schmitzringe
bezeichnet werden. Im Gegensatz zu den Messringen
haben die Schmitzringe Kontakt zueinander, d. h. sie
wälzen aufeinander ab. Die Schmitzringe des Platten- und
Gummizylinders und die Zylinderoberfläche des
Druckzylinders liegen alle genau auf Teilkreishöhe.
Die Messringe sind dagegen im Durchmesser etwas
kleiner gehalten (z. B. am Druckzylinder um 0,70 mm).
NULL PROBLEMO

Klinge

Trainee

Posts: 83

Maschine: KBA Rapida 162, 4c

Occupation: Offsetdrucker

  • Send private message

5

Saturday, January 16th 2010, 12:51am

Um eine einwandfreie Druckabwicklung zu gewährleisten.



Gruß Thomas
Alles 'ne Frage der Einstellung :thumbup:

ZeroMakeReady

Intermediate

Posts: 204

Maschine: BOBST MasterFlex, Göpfert Evolution, Göpfert Ovation

Occupation: Drucker [Flexo (gel. Offset)]

Thanks: 1

  • Send private message

6

Friday, October 1st 2010, 1:25am

erstens für die Druckabwickling
zweitens für nen ruhigeren maschinenlauf


Grüße Peter
1.) Alles, was gut beginnt, endet schlecht.
2.) Alles was schlecht beginnt, endet furchtbar.
3.) Wenn etwas einfach aussieht, ist es schwierig.
4.) Wenn etwas schwierig aussieht, ist es unmöglich.
5.) Wenn etwas unmöglich aussah, wird sich im Nachhinein rausstellen, dass es ganz einfach gewesen wäre!


Puders Erkenntnisse aus Murphys Gesetz

Ralf

Praktikant

Posts: 12

Maschine: Ryobi520H

Occupation: Drucktechniker

  • Send private message

7

Friday, October 1st 2010, 6:28am

Und die Messringe, wofür sind die?

Wie der Name schon sagt hat das was mit messen zu tun? Hat da auch jemand eine Definition?

Zu den Schitzringen. Wo Berührung und Reibung stattfindet, da ist auch Verschleiss.

Hat scho einmal jemand gehört das die Zylinder ausgetauscht werden mussten weil der Einstich nicht mehr passt?

Oder sich verändert hat?



Dann noch interessantes aus Wikki für den Begriff Schmitz:

Schmitz




aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie


Wechseln zu: Navigation, Suche






Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem technischen Begriff Schmitz. Für den Familiennamen siehe Schmitz (Familienname)

Der Schmitz bezeichnet einen Fehler in der Druckabwicklung, der sich in Form eines verschmierten Abdruckes und unscharfen Druckbildes äußert.

Neben anderen gibt es die Walzenschmitz und Zylinder- oder Zurichteschmitz. Beim Walzenschmitz rutschen die Farbauftragswalzen auf den Führungsschienen durch (z. B. durch Öl oder Fett auf den Walzen oder durch unterschiedliche Durchmesser), so dass die Umfangsgeschwindigkeit der Walze geringer oder höher ist als die der darunter hinweggehenden Form. Ursache des Walzenschmitz ist meist eine zu hohe Abnutzung der Walzen oder Laufringe, so dass sich die Durchmesser unterscheiden. Die Walze wird also am Umfang zwangsweise schneller oder langsamer als der Schmitzring gedreht und schiebt somit über die Form statt auf ihr abzurollen. Dadurch wird die Farbe nicht durch Spaltung sondern durch Abschmieren übertragen und die Form nicht gleichmäßig eingefärbt. In Extremfällen wird die Farbe regelrecht wieder abgerieben, und die Form bleibt blank.

Bogenschmitz, auch Druckabwicklungsschmitz genannt, kommt zustande, wenn der Aufzug zu stark oder zu schwach ausgeführt wurde. Der Bogen wird dann mit einer Relativgeschwindigkeit ungleich 0 über die Form gezogen oder gestaucht (Abwicklungsfehler).

Flugschmitz oder Fallschmitz wird durch ein nicht straffes Aufliegen des Bogens auf dem Gegendruckzylinder oder einem zu welligen Auflagenpapier verursacht.

Zahnstreifenschmitz entsteht durch ausgelaufene Zylinderlager oder falsches Greifen der Zahnradpaarungen des Antriebs.

Schmitz erscheint im Druckbild als Kantenablagerung der Druckfarbe an einer Seite der Buchstaben oder Bilder (Lage der Schmierkante parallel zur Drehachse von Tiegel oder Zylinder und vorrangig am Walzenanlaufpunkt). Auch treten sichtbare Höhendeformationen im gedruckten Schriftbild auf (Verzerrung in Laufrichtung).

Schmitz unterscheidet sich vom Schmieren dadurch, dass er nicht auf bogenlose oder unzureichende Druckzurichtung (Kraftzurichtung) zurückzuführen ist und immer an derselben Stelle und auf dem gesamten Druckbild auftritt.

Im Tiefdruck ist er beispielsweise durch unscharfe und mitunter doppelte Konturen erkennbar. Hier tritt der Fehler vor allem durch wellig liegende Papierbogen, schwankende Papierbahnen, nicht gleichmäßig ausgerichtete Presseure und fehlerhafte Abwicklung zwischen Gegendruck- und Druckformzylinder auf.

Schmitz zerstört auf Dauer die Walzen und führt zum vorzeitigen Formverschleiß. Er kann durch genaue Einhaltung der Aufzugshöhen und eine genaue Einstellung der Farbwalzen abgestellt werden.

Fange an in kurzer zeit wo ich hier bin das Forum gern zu haben:-)

Spinetti

Intermediate

Posts: 96

Maschine: Roland Parva, OHT, OHZ, Monotype, Intertype

Occupation: Drucker, Setzer

  • Send private message

8

Friday, October 1st 2010, 7:40am

Unser Schmitz …

… kommt bedeutungsmäßig vom Hieb, Schlag oder Streich. Das wandelte sich dann zur Beschreibung dessen, was du nach dem Schlag am Geschlagenen noch sehen konntest.

Den gleichen Bedeutungsstamm findest Du noch beim „Schmiss“; der Vernarbung im Gesicht eines schlagenden Studenten, nachdem er sich doofer weise in einer „Mensur“ mit einer scharfen Waffe hat an den Kopf schlagen lassen.

Der Druck-Schmitz bezeichnete ursprünglich den leichten Quetschrand an der Außenkante des Druckbildes, den die Lettern und Klischees im Buchdruck bei einer zarten Pressung im Papier hinterließen. Sah man die Verformung gar noch auf der Rückseite des Druckbogens sprach man vom „Schattieren“

Zylinder-Druckmaschinen wurden erst um 1820 erfunden, vorher war der Druckvorgang flach auf flach. Wenn dann beim Heben des Papierrahmens - an der Kniehebelpresse z.B. - der Bogen beim Lösen von der Form noch mal gegen die letzte Zeile (oder die ganze Form) schlug, dann sah man einen Schmitz, der tatsächlich noch von einem Schlag herrührte.

Und die Vertiefung der Druckform im Bogen konntest du bei den späteren „Schmitzringläufern“ durch Zurichtung exakt aussteuern und warst nicht den Maschinen- und Lagerungenauigkeiten ausgeliefert.

Bedingung: Schmitzringe und Schmitzstangen immer penibel sauber halten!

Die heute Schmitz genannten Störungen im Offsetdruck basieren eigentlich auf einem maschinentechnisch eher „Schlupf“ genannten Unterschied der Oberflächengeschwindigkeiten zweier sich berührender Zylinder / Räder.



Gruß



Spinetti

ZeroMakeReady

Intermediate

Posts: 204

Maschine: BOBST MasterFlex, Göpfert Evolution, Göpfert Ovation

Occupation: Drucker [Flexo (gel. Offset)]

Thanks: 1

  • Send private message

9

Friday, October 1st 2010, 4:41pm

der hintergedanke von den schimtzringen ist ja der dass du zwangsläufig immer einen gleichen abstand zwischen Platten und Gummizylinder hast
am Druckzylinder sind messringe aus dem grund dran damit du auch deine Druckbeistellung regeln kannst.

die pressung platte/gummi regulierst du ja eben durch deine unterlagen (bei schmitzring-läufern)
bei Nicht-Schmitzringläufern (KBA Rapida 105) kann man den PZ höhenverstellen so kannst du bei der maschine auch noch die Pressung variieren.
ist aber die skala am DW im Plusbereich dann laufen die Schmitzringe unter Druck aufeinander

und wie schon gesagt um verschleiß zu vermeiden die schmitzringe täglich säubern!
normalerweiße sind aber Filze am Schmitzring die den ring säubern und ein wenig ölen :)



Grüße Peter
1.) Alles, was gut beginnt, endet schlecht.
2.) Alles was schlecht beginnt, endet furchtbar.
3.) Wenn etwas einfach aussieht, ist es schwierig.
4.) Wenn etwas schwierig aussieht, ist es unmöglich.
5.) Wenn etwas unmöglich aussah, wird sich im Nachhinein rausstellen, dass es ganz einfach gewesen wäre!


Puders Erkenntnisse aus Murphys Gesetz

Ralf

Praktikant

Posts: 12

Maschine: Ryobi520H

Occupation: Drucktechniker

  • Send private message

10

Friday, October 1st 2010, 11:28pm

DW = ?

Ansonsten Supi erklärt und danke jungens!

Acid Green

Administrator

Posts: 946

Maschine: manroland R706LV, Heidelberg XL 105-10-P, XL 105-6+LYYL, SM 102-10P, SM 52 Anicolor+L

Occupation: Offsetdrucker, Industriemeister Digital- und Printmedien

Thanks: 18

  • Send private message

11

Saturday, October 2nd 2010, 7:17am

DW= Druckwerk
Gruß,
Thomas
___________________________________________

Forenregeln bitte lesen!

Gutenberg69

Intermediate

Posts: 141

Maschine: Speedmaster CD 102-6+L+UV, CD 102-4+L, SM 102-5P, XL 105-5+L früher Miller TP104, Roland 204, Roland 704, SORMZ, SORS, SM 102-4P, Rotaprint,

Occupation: Offsetdrucker

  • Send private message

12

Saturday, October 2nd 2010, 10:15am

Morgen!

Es wurde ja schon alles perfekt und ausführlich erklärt, da muss ich meinen Senf nicht auch noch dazu geben!
Jedoch fällt mir bei dem Wort Schmitzring immer ein Kollege von mir ein. Der hat mir am zweiten Tag meiner Lehre, also ne gefühlte Ewigkeit, mal folgendes gesagt:

"Und denke immer daran...Herr und Frau Schmitz müssen immer gewaschen sein...bei der ganzen Rumrutscherei aufeinander"

Das sind so Schlüsselerlebnisse, die bleiben einfach hängen.
Wünsche Euch ein schönes Wochenende, ich habe auch mal einen Tag frei....ist ja fast wie Urlaub :P
...alles wird gut!

Ralf

Praktikant

Posts: 12

Maschine: Ryobi520H

Occupation: Drucktechniker

  • Send private message

13

Saturday, October 2nd 2010, 11:04am

@Gutenberg jahahahaa einfach genial

auditts

Praktikant

Posts: 26

Maschine: R 700

Occupation: Maschinenschlosser

  • Send private message

14

Thursday, January 27th 2011, 12:36pm

Lasse den Kanal im Gummizylinder und Plattenzylinder wegfallen und du wirst sie nicht mehr brauchen:-)

Die Lager haben tatsächlich Spiel(zumindest die Gleitlager), aber der hauptgrund ist der Zylinder selbst, er würde im Kanal immer zusammenbrechen. Diese Streifen sind andeutungsweise schon bei schlecht eingestelltem Schmitzkontakt sichtbar.

Lesezeichen: