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aja

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Dienstag, 8. März 2011, 12:43

Mehrere kleine Fragen zum Verständniss

Hallo Leute!
Wie vielleicht einige von euch berreits mitbekommen haben, stecke ich in den Vorbereitungen für die Abschlussprüfung.
Beim Durcharbeiten des "Die Drucker-Abschlussprüfung" Buches von Manfred Aull, stolpere ich regelmäßig über Begriffe welche mir nichts-bis wenig sagen.
Habe bei vielem auch schon im Internet nachgesucht und dort mehr oder weniger einleuchtende Erklärungen gefunden.
Doch zum einfacheren Verständniss für mich würde ich hier gerne mal aus euren "Mündern" erklärt bekommen wie ich manche Begriffe zu verstehen vermag.
Also bitte ich im Vorrhinein darum Kommentare ala "google doch nach, oder frag in deinem Betrieb" zu unterlassen ;)

Machen wir den Anfang mit:

"Fünf/Vier/Drei
zyllinderprinzip"

Was genau ist damit gemeint?
Beispielsweise bei Fragen wie:

Eine Vierfarben Offsetdruckmaschiene, die im Fünfzyllinderprinzip gebaut hat, hat wie viele Zyllinder?
Die Antwort ist 10.
Doch, wieso? Einfach mal eine Allgemeine erklärung solcher Prinzipien fände ich ganz gut.

"Greiferschluss"

Beispielfrage:

Vier Farben in einem Greiferschluss ohne Bogenübergabe werden Gedruckt im?
Antwort wäre dann Sattelitendruckwerk

oO ?


"Ein Gummizyllinder kann Doppelexzentrisch gelagert werden"


Was bedeutet das?


"Der Druckzyllinder hingegen ist immer nur in einem Exzenter gelagert"

Auch hier bin ich ratlos.

"Ein radiales Verstellen der plattenzyllinder ist möglich"


?


"Dilitho"

Was ist das?


"Tandem-DuplexDruckmaschinen"

Wie funtkionieren sie? bzw wie genau sieht sowas aus?


"Stroboskop"


Was ist das ?


Dann habe ich generell noch Probleme mit der Unterscheidung bzw der Erklärung von
Akzidenz-Rollenoffset
und
Endlosdruck..

Ich bin mir nicht sicher, aber soweit ich verstanden habe, bezeichnet mit mit Akzidenz Rollenoffset, drucke in geringer auflage bzw "kleindrucke"? kann man das so sagen?
Aber wenn ja, in wie fern? Einfach Aufträge geringer Auflage welche ganz Normal auf Rollenoffsetmaschinen gedruck werden?
oder gibt es dafür spezielle Druckmaschinen?

Und unter Endlosdruck kann ich mir so garnichts vorstellen..
Laut google sind das gestanzte/perforierte Papierrollen bei denen sich die Einzelnen bögen trennen lassen?
Oder in wie fenr würdet ihr das erklären?
Sind dafür auch spezielle Maschinen notwendig?




Vorweg war's das erstmal.
Sobald ich auf mehr Fragezeichen stoße, werde ich sie Posten und hoffe auf verständliche Antworten von euch :)
Vielen Dank =)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »aja« (8. März 2011, 12:43)


druckerfinga

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2

Dienstag, 8. März 2011, 12:49

mach dir nicht so ein kopf
das meiste was du hier auflistest habe ich nie lernen müssen und habe auch eine ausbildung zum drucker, lerne doch mal mit kollegen oder dam ausbilder das hilft dir mehr.

frage 1 -3
reihenbauweise oder satelitenbauweise bzw. hat was mit abwicklung und druckverfahren sowie bauart zu tun.
die anderen fragen versteh ich selbst nicht musste mich nie damit außeindersetzen
eine maschine ist wie eine frau, wenn man eine kann, kann man alle... ^^

Phii

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3

Dienstag, 8. März 2011, 14:16

Ich hab jetzt bezüglich der ersten beiden Antworten ein bisschen gegoogelt und für ein paar der Fragen (mögliche) Antworten gefunden. Eine Garantie für deren Korrektheit übernehme ich allerdings nicht. ;)

Zitat

"Dilitho

Unter Dilitho versteht man ein Druckverfahren bei dem direkt, also ohne Gummizylinder, und mit einer seitenverkehrt kopierten Platte auf das Papier gedruckt wird.

Zitat

"Tandem-DuplexDruckmaschinen"

Tandem- oder Duplex-Druckmaschinen können mehrere Papierbahnen einzeln zu bedrucken und gemeinsam weiterverarbeiten zu können in einem Erzeugnis verschiedene Papiersorten verwenden zu können.


Quelle für diese Antworten war Typeer.de Hier der Link zum Thema Druckgrundlagen, vielleicht kannst du damit ja was anfangen:

http://www.typeer.de/thema/Druckgrundlagen/

Zitat

"Stroboskop"
Ein Stroboskop ist ein Gerät dass Lichtblitze in sehr regelmäßigen zeitlichen Abständen abgibt, dadurch können schnelle Bewegungen die sonst nicht vom menschlichen Auge wahrgenommen werden wieder sichtbar gemacht werden. Deswegen gehe ich mal davon aus dass Stroboskope an Rotationsmaschinen zum Einsatz kommen. ;)
R wie Reichlich

clemensk

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4

Dienstag, 8. März 2011, 14:52

stroboskop: ist sicher so ein ding was mit einer veränderlichen frequenz blitzt. das hälst du auf bogenlauf, auslage oder was anderes was sich schnell bewegt. und dann stellst du die frequenz des strobokops so ein das du das blatt starr siehst. so kannst du herausfinden wie schnell es wirklich läuft!

Moiré

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5

Dienstag, 8. März 2011, 15:18

Stroboskop: Wie der kollege schon richtig gesagt hat ist es ein Gerät mit dem ein Blitzlicht erzeugt wird. Diesen Effekt kennst du bestimmt auch aus der Disco.
Ich benutze es hauptsächlich im Falzapparat meiner Rotationsmaschine, um die Bogen im sich schnell drehenden Falzapparat zu beobachten...

Desweiteren: Akzidenzrollenoffset bedeutet keinesfalls das dort Jobs mit geringer Auflage gedruckt werden!!! Vielmehr bedeutet es, dass dort Produkte erstellt werden die sich in Art und Umfang abwechseln. Das Gegegteil für Akzidenzrollenoffset wäre z.B. Zeitungsrollenoffset wo immer das gleiche Format,Bahnbreite,usw.. läuft.

Endlosdruck ist ein Rotationsverfahren bei dem von Rolle auf Rolle gedruckt wird. Das bedeutet die Bahn wird abgerollt, anschließend bedruckt mit UV - Farben wobei nach jedem Druckwerk ein UV-Trockner ist und danach wieder als Rolle "aufgewickelt". Passer wird dabei auch mit einem Stroboskop gemacht. Dabei kann es seitlich noch gestanzt oder perforiert werden. Auch mit Zick-Zack-Auslage habe ich es schon gesehen. Es werden mit diesem Verfahren z.B. Formulare, Kontoauszüge, Eintrittskarten, usw... hergestellt.

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6

Dienstag, 8. März 2011, 18:32

Tach auch,

also wenn Du Dich mal hinsetzt und Dir eine Maschine im Querschnitt aufzeichnest, kommst Du von alleine drauf, warum eine Vierfarbenrolle 10 Zylinder hat.

Wenn Du die vier Farben als Satellit anordnest und dann durchzählst, siehst Du es. Vergiss aber den 1. Zylinder nicht, der als Bogenbeschleuniger dient, macht zusammen 10.

Zum besseren Verständnis für die anderen: Fast alle FRage, die hier auftauchen, sind Maschinenspzifische Fragen, die in Zusammenhang mit Maschinen der Satellitenbauweise stehen.

Die Dinger sind im Offset eh selten, bekannteste ist die HD QM bzw. QMDI. Im Flexo sind die alltäglich aber ganz anders gebaut.

Verstellungsmöglichkeiten Plattenzylinder: Radial, Achsial und Diagonal.

Die exzentrische Lagerung von Druck- und Gummizylinder (einfach bzw. doppelt) ergibt sich aus der Augabe der Zylinder. Während der eine beweglich in Achsrichtung sein muss ist der andere fix. Bsp. Druck an und Druck ab= es bewegt sich nur der Gummizylinder.

Hoffe, ich hab alles richtig erklärt...

Gruß
8) Powerprinter66 8)

ZeroMakeReady

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7

Mittwoch, 9. März 2011, 04:44

doppelexzentrisch bedeutet einfach nur wie powerprinter schon erklärt hat z.b. druck an druck ab
aber nich nur das allein sonst wär er ja nur einfach exzentrisch gelagert
exzenter bedeutet ja außerhalb der mitte

und der doppelexzenter is einmal die bewegung druck an und druck ab und einmal die bewegung der Druckbeistellung ;)
ich hatte da mal was gefunden im internet aber ich glaub die seite gibts nich mehr ich schau mal ob ichs ausgedruckte noch find dann scann ichs ein :)

also ich muss jetzt in die schicht

grüße Peter
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2.) Alles was schlecht beginnt, endet furchtbar.
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Nehemah

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8

Mittwoch, 9. März 2011, 10:33



Das Gegegteil für Akzidenzrollenoffset wäre z.B. Zeitungsrollenoffset wo immer das gleiche Format,Bahnbreite,usw.. läuft.

Da wiederspreche ich mal dezent, das mag vielleicht bei den ganz großen Zeitungen der Fall sein, aber bei unserer Rotation wechselt die Bahnbreite ständig, ob bei Zeitung oder tagsüber bei den Akzidenzen, ganz egal, Die Umfänge und damit auch die Bahnbreiten sind fast immer verschieden, was zwar mit Umbauen, aber auch viel Abwechslung verbunden ist.

Printmaster51

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9

Mittwoch, 9. März 2011, 10:41

Fünf/Vier/Dreizyllinderprinzip

Mit Fünf/Vier/Dreizyllinderprinzip ist der Aufbau von Bogenoffsetmaschinen gemeint.

Fünfzylinderprinzip: 2 Plattenzylinder + 2 Gummituchzylinder + 1 Gegendruckzylinder = 5 Zylinder pro Druckwerk. Es werden zwei Farben bei einem Greiferschluß gedruckt. Für 4 Farben werden 2 Druckwerke benötigt. Daraus ergeben sich 10 Zylinder als Lösung.

Zimnovember

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10

Mittwoch, 9. März 2011, 11:35

Zitat

Fünf/Vier/Dreizyllinderprinzip
Eine Dreizylinder maschine ist nach heutigen Maßstäben eine 'normale' Bogenoffsetdruckmaschine. Sie hat in jedem Druckwerk einen Gegendruckzylinder auf den Ein Gummizylinder druckt, gegen den ein Plattenzylinder läuft.

Eine Fünfzylindermaschine hat in jedem Druckwerk einen Gegendruckzylinder gegen den aber zwei Gummizylinder laufen und zu jedem Gummi gehört wiederum jeweils ein pLattenzylinder. Das ergibt dann die Anzahl von Fünf. Früher waren z.B.: die Maschinen von Roland so gebaut.
-- Nicht so ein tolles Bild aber so sieht sowas aus:
http://www.marketeo.com/photoOffer/p/59787_p.jpg

Eine Vierzylindermaschine druckt nach dem Prinzip Gummi gegen Gummi. Es gibt also keinen Gegendruckzylinder. Es laufen (von unten anch oben betrachtet) in einem Druckwerk ein Plattenzyliunder, dann zwei Gummizylinder gegeneinender, dann wieder ein Plattenzylinder. Es wird also die Papierbahn gleichzeitig auf der Ober- und der Unterseite bedruckt. So etwas findet man in Rollenoffsetmaschinen. In Akzidenzrollen meist hintereinander und in der Zeitungsmaschine meist als achterturm durch den die Papierbahn von unten nach Oben senkrecht geführt wird.

Eine 9 Zylindermaschine hat (9er satelit) hat dann 4 druckwerke gegen einen Gegendruckzylinder.

Zimnovember

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11

Mittwoch, 9. März 2011, 11:45

Mit dem oben beschriebenen 9er Sateliten hast Du dann auch die Frage nach 4 farben in einem Greiferschluß beantwortet.
Der Bogen wird von einer Greiferleiste am Gegendruckzylinder gegriffen und dann ohne dass der Greifer sich öffnen würde unter 4 Gummitüchern durchgeführt und somit mit 4 Farben bedruckt.



Radiales verstellen der Plattenzylinder:
Radial kommt von radius. Daraus ergibt sich daß ein Radiales verstellen eine verstellung in Umfangsrichtung der Druckmaschine, also in Druckrichtung ist.
zwei weitere verstellmöglichkeiten am Plattenzylinder sind:
Achsial - Das bedeutet seitlich
und diagonal. Das bedeutet Schräg.

aja

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12

Freitag, 11. März 2011, 18:50

Wunderbar Leute!
Vielen dank :)
das meiste , notwendige habe ich nun verstanden.
Bis auf das mit dem Greiferschluss...
das ist mir noch nicht ganz geläufig.. was ist pauschal gesagt ein"Greiferschluss"? hat das denn was mit den Greifern einer Bogenoffsetmaschine zu tun?

Jetzt sind mir beim durcharbeiten einer Abschlussprüfung wieder viele Fragen aufgetaucht die ich gerne von euch benatwortet hätte:


1.„Pufferwirkung“ bei einem Feuchtmittelzusatz bedeutet?

(A) Schimmel- und Algenbildung werden verhindert
(B) Die Alkoholverdunstung wird wesentlich vermindert
(C) Die Oxidation der Platte wird verhindert
(D) Der pH-Wert wird auch bei äußeren Einflüssen konstant
gehalten
(E) Die negativen Einflüsse der Wasserhärte werden
ausgeglichen

2.Welche Aufgaben haben Bildregler in einer Rollenoffsetdruckmaschine?
Sie korrigieren/stabilisieren


(A) das Umfangregister
(B) das Seitenregister
(C) den Bahnlauf
(D) den Fehlpasser, der durch Papierverzug entsteht

3.Welche Aufgaben erfüllt der Tänzer im Stillstandsrollenwechsler?


I. Sorgt für eine konstante Bahnspannung
II. Versorgt die Presse mit Papier während des
Wechselvorganges
III. Richtet die Papierbahn seitlich aus
IV. Sorgt für ein rechtzeitiges Abbremsen der Papierrolle
Richtig ist (sind):

(A) alle Antworten
(B) nur I
(C) nur III
(D) I und II
(E) III und IV



Grundsätzlich verwirren mich die diversen "tänzer" Fragen ungemein.

Wie viele verschiedene Arten Tänzerwalzen existieren denn?
Bzw habe ich es richtig so verstanden das die Tänzerwalzen an Rollenwechslern grundsätzlich eher für die Papierzufuhr zuständlich sind?
Dann gibt es scheinbar Tänzer welche für die Bahnspannung/regulierung zuständlich ? oder?

Desweiteren habe ich noch offene fragen was den Presseur angeht..
Einerseits zb beim (rakel)tiefdruck wohl zuständlich für den Anrpessdruck der papierbahn gegen die Druckform
desweiteren habe ich auch schon von Presseuren gehört die wohl die Bahnspannung regulieren?

oder verwechsel' ich gerade TÄnzerwalzen mit Presseuren?


argh. verwirrung...

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13

Freitag, 11. März 2011, 21:45

1D...passt am ehesten, wobei der Zusatz natürlich auch Pilze und Schimmelbildung unterdrückt und auch den pH-Wert puffert.
2D...das sind kleine Rädchen oder Luftdüsen, die die Papierbahn kurz vor dem Druckwerk nach oben drücken und somit die Bahn "schmaler" machen
3D...der Tänzer ist der Papierspeicher.

Presseur ist allgemein ausgedrückt eine Hartgummiwalze, die die Papierbahn gegen eine angetriebene Walze preßt. Im Tiefdruck preßt er gegen
den angetriebenen Druckformzylinder, im Rollenoffset zB. an der letzten (angetriebenen) Kühlwalze.

Wenn du jetzt von ner GTO kommen würdest, wären mir die Fragen einleuchtend - aber als Lithoman-Drucker ?? Da siehst du doch
jeden Tag den Tänzer, die Presseure usw..

Hein

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14

Sonntag, 13. März 2011, 00:07

Mit dem oben beschriebenen 9er Sateliten hast Du dann auch die Frage nach 4 farben in einem Greiferschluß beantwortet.

...gibt es denn solche maschinen noch?
Warum hat sich das nicht durchgesetzt?
Es ist schwer im Tempel des Rechts logisch zu argumentieren, wenn der Hohepriester nicht ganz dicht ist.

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