Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Druckerpapst« (22. Mai 2010, 15:07)
Richtig. Es bringt nichts, wenn man die Meinung aufkommen lässt, dass "die da oben" einfach nur scheiße sind. Das bürgert sich ja mit der Zeit ein und dann steht man vor der Situation, dass niemand mehr dem anderen vertraut. Der Abteilungsleiter/Chef vertraut dem Drucker nicht mehr, weil der anscheinend nur Mist macht und der Drucker ist der Meinung, dass der Chef/Abteilungsleiter keine Ahnung hat und ihn eh nur ausbeuten will. Und so hasst man sich gegenseitig und vergisst dabei vollkommen, dass man für die gleiche Sache arbeitet.
Es wäre sicher vom Vorteil, wenn jeder mal beide Seiten sieht und versucht die andere Seite zu verstehen. Denke nicht, daß allen Vorgesetzten egal ist, was die Leute denken.
Jeder in seiner Position hat seine Probleme und jeder hat seine Fehler. Genauso wie kein Vorgesetzter fehlerlos ist, ist dies auch kein Drucker.
) aufgebaut.Nö, das führt nicht zu weit, weil das zumindest die Ursache der unzufriedenheit mit der Bezahlung ist. Die Druckereien haben sich über die Jahre gegenseitig die Preise kaputt gemacht. In erster Linie haben sie dazu die Löhne gedrückt. Das kann man ja auch schon sehr gut daran erkennen, das es kaum noch Druckereien gibt, die im Tarif angeschlossen sind. Der Rest den du geschrieben hast ist im Prinzip belangloses blabla, weil es in jeder Druckerei in Deutschland so ist, das die Lohnnebenkosten den Lohn nochmal teurer machen. Für 2 Arbeiten ist allerdings schon rein rechnerisch falsch. Die Lohnnebenkosten sind nicht nochmal 100% des Brutto.
Zitat
Würde alle geschlossen auf ihren Preisen beharren und diese auch wirtschaftlich sinnvoll anpassen, dann gäbe es solch Problem nicht. Aber das führt nun zu weit, denke ich...
Im Prinzip hast du also mit dem letzten Satz genau den Kern des Problems getroffen. Das Problem ist der selbstgenerierte Preisdruck. Daher kommt es zu Spannungen im Betrieb, nicht nur beim Lohn. Solange die Druckereien weiter ihre Preise kaputt machen, wird sich an der Situation nichts zum positiven verändern. Nun zum Kern deiner Aussage. Im Prinzip kann ich deinen Beitrag ja verstehen, wenn du sagst das man für die selbe Sache arbeitet. Aber leider sind die Mitarbeiter nicht freiwillig in dieses Spiel mit hineingegangen. Es sind die Chefs (oder von mir aus die Aussendienstler), die diesen Preiskampf führen. Die Mitarbeiter sind nur diejenigen, auf dessen Rücken dieser Kampf ausgetragen wird. Nur das der AN sich dagegen nicht wehren kann. Beispiele dazu wurden ja genügend gepostet hier. Es ist also im Prinzip schon völlig falsch in diesem Punkt immer weiter die Verbrüderung von Arbeitgebern und Arbeitnehmern zu fordern, solange die AN nicht die Wahl haben, ob sie bei diesem Spielchen mitspielen wollen oder nicht. Denn das Spiel läuft so : Entweder du machst die Lohndrückerei mit oder du bist raus. Ganz einfach. Und bitte komme jetzt nicht mit dem Argument, das uns Druckereien aus anderen Ländern die Preise kaputt gemacht haben. Die meisten Druckereien kämpfen in erster Linie gegen lokale Konkurrenz. Wenn überhaupt, dann macht Deutschland inzwischen die Preise in Frankrfeich, Benelux und Co. kaputt. Das kann ich aber gut verstehen. Du kannst, wenn Du an einen Tarif gebunden bist, nicht mehr angemessen auf die wirtschaftlichen Situationen reagieren. Wenn Du weniger verdienst, musst Du weniger bezahlen. Mal angenommen, Du hast 10 Drucker, für welche Du alles in allem 40 000 Euro erwirtschaften musst (tariflich geregelt). Du hast aber lediglich Aufträge, bei den nur noch 32 000 Euro für die Drucker übrig bleibt. Da musst Du 2 Drucker entlassen. Oder Du kannst die Löhne anpassen und für alle Drucker nur noch je 3200 Euro springen lassen. Was ist denn besser? 2 arbeitslose Drucker (eventuell kann man die als temporär arbeitslos bezeichnen, aber erstmal sind die es) oder 10 Drucker, welche weniger verdienen.Nö, das führt nicht zu weit, weil das zumindest die Ursache der unzufriedenheit mit der Bezahlung ist. Die Druckereien haben sich über die Jahre gegenseitig die Preise kaputt gemacht. In erster Linie haben sie dazu die Löhne gedrückt. Das kann man ja auch schon sehr gut daran erkennen, das es kaum noch Druckereien gibt, die im Tarif angeschlossen sind.
Zitat
Würde alle geschlossen auf ihren Preisen beharren und diese auch wirtschaftlich sinnvoll anpassen, dann gäbe es solch Problem nicht. Aber das führt nun zu weit, denke ich...
Mir ging es auch eher um den Umgang mit diesem Problem. Die gesamten Kosten für einen Arbeitsplatz können schon mal das Doppelte sein, was der Arbeitnehmer letztendlich in der Hand hat. Da täusch Dich mal nicht! Oder meinst Du, die Kosten für einen Arbeitsplatz, bei dem der Mitarbeiter 1000 Euro netto hat wären unter 2000 Euro anzusiedeln?
Zitat
Der Rest den du geschrieben hast ist im Prinzip belangloses blabla, weil es in jeder Druckerei in Deutschland so ist, das die Lohnnebenkosten den Lohn nochmal teurer machen. Für 2 Arbeiten ist allerdings schon rein rechnerisch falsch. Die Lohnnebenkosten sind nicht nochmal 100% des Brutto.![]()
Ich glaube nicht, dass der Preiskampf "selbstgeneriert" ist. Natürlich macht man da mit, weil man am Markt bestehen möchte, aber das Problem ist eher der Zeitgeist. Alles muss verfügbar sein, und zwar schnell und billig. Ohne Umwege! Und dazu kommen noch die ganzen Flitzpiepen, welche mal Chef spielen wollen, aber weder fachlich noch moralisch das Zeug dazu haben und nicht sehen, dass die Mitarbeiter mehr wert sind als die Kunden. Kunde sagt, Firma macht!
Zitat
Im Prinzip hast du also mit dem letzten Satz genau den Kern des Problems getroffen. Das Problem ist der selbstgenerierte Preisdruck. Daher kommt es zu Spannungen im Betrieb, nicht nur beim Lohn. Solange die Druckereien weiter ihre Preise kaputt machen, wird sich an der Situation nichts zum positiven verändern.
Nun zum Kern deiner Aussage. Im Prinzip kann ich deinen Beitrag ja verstehen, wenn du sagst das man für die selbe Sache arbeitet. Aber leider sind die Mitarbeiter nicht freiwillig in dieses Spiel mit hineingegangen. Es sind die Chefs (oder von mir aus die Aussendienstler), die diesen Preiskampf führen. Die Mitarbeiter sind nur diejenigen, auf dessen Rücken dieser Kampf ausgetragen wird. Nur das der AN sich dagegen nicht wehren kann. Beispiele dazu wurden ja genügend gepostet hier. Es ist also im Prinzip schon völlig falsch in diesem Punkt immer weiter die Verbrüderung von Arbeitgebern und Arbeitnehmern zu fordern, solange die AN nicht die Wahl haben, ob sie bei diesem Spielchen mitspielen wollen oder nicht.
Richtig. Und die weiseste Entscheidung wäre, da nicht mitzumachen. Das traut sich heute aber keiner, weil er in dann meist in staatliche Abhängigkeiten rutscht (ALG I/ALG II) und da auch gar nicht mehr so einfach rauskommt und weil er sieht, dass es fast überall so ist. Zudem gibt es Idioten, die machen es mit, richtig. Aber mal ehrlich, da sinddie selbst schuld.
Zitat
Denn das Spiel läuft so : Entweder du machst die Lohndrückerei mit oder du bist raus. Ganz einfach.
Nichts liegt mir ferner, als so etwas zu behaupten. Dein letzter Satz ist aber auch Blödsinn. Aber es spricht für die deutsche Demut und Bückhaltung, sich als schuldiger zu sehen. In Deutschland kämpft man gegen die lokale Konkurrenz, mit dem lokalen Konkurrenzkampf macht man aber global die Preise kaputt. Das ist nicht sehr logisch, werter Druckerpapst.
Zitat
Und bitte komme jetzt nicht mit dem Argument, das uns Druckereien aus anderen Ländern die Preise kaputt gemacht haben. Die meisten Druckereien kämpfen in erster Linie gegen lokale Konkurrenz. Wenn überhaupt, dann macht Deutschland inzwischen die Preise in Frankrfeich, Benelux und Co. kaputt.
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Druckerpapst« (22. Mai 2010, 16:57)
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Eine kenne ich definitiv. Ist aber eher so die kleine Klitsche, mit zwei kleinen Hobeln und ingesamt 7 Mann. Da ist alles wie im Fernsehen....heul.

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Powerprinter66,Ich bin mit Laib und Seele Drucker, auch wenn ich Leitungsfunktion (gehabt) habe. Das erste, was ich in einer Druckerei mache, wenn ich reinkomme: Tief einatmen. Dieser Geruch ist einfach unbeschreiblich, aber in jeder Druckerei auf der Welt gleich.
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Endlich mal jemand der es treffend ausdrückt Danke !! Mal sehen ob ich morgen so jemanden vorfinde oder doch wieder nur Schuster!!Zitat von »Powerprinter66«
Wir sind einfach eine Subkultur...aber nur die sind richtige Drucker die dieses Gefühl quasi mit in der Hose tragen...Druckereier haben (sorry,aber was direkteres,treffenderes fiel mir nicht ein).
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