Ich finde dieses Gehetze nach der absoluten Druckgeschw. auch völlig daneben.
Glücklicherweise ist mein Chef da nicht so verbohrt und überläßt den Druckern die Entscheidung, welche Geschwindigkeit wir fahren.
Es versteht sich aber von selbst, dass niemand mit der Maschine "schleicht", nur um mglw. einem ungeliebten, nachfolgenden Auftrag auszuweichen.
Wir verdrucken BD matt, ab etwa 100 g/qm schon mit 13.000 bis 15.000 Bg./h, das aber abhängig von der Auflage. Kleine Auflagen (weniger als 1.000 Bg.) brauche ich nicht so zu jagen.
Glänzender BD läuft erst ab etwa 115 g/qm so schnell und dickere Materialien (über 250 g/qm, egal ob matt od. glzd.) dann wieder so zw. 9.000 und 11.000 Bg./h
Liegt aber daran, dass wir in der Auslage auf den Bogenbremsmodulen die Saugbänder mit Steg haben. Die sind ja für Karton nicht so gut geeignet, haben aber den Vorteil, dass sie sich nicht so schnell auf der Rückseite abzeichnen. Eigentlich tuen sie dies gar nicht, erst wenn sie abgelaufen sind, dann saugen sie dünneres Papier sichtbar an und man hat diesen Effekt einer "Rinne".
Unverhältnismäßig teuer sind diese Saugbänder...aber das kennt man ja von Heidelberg!!
Insgesamt sind wir aber sehr selbstüberlassen in der Auswahl der Geschwindigkeit, aber jeder Drucker sorgt schon dafür, dass es schnurrt!
Mich interessiert darüberhinaus auch, ob ihr auch Schmalbahn in geringen Grammaturen verdrucken müßt, weil der Standbogen es technologisch so verlangt, oder ob ihr bis Grammaturen von bspw. 135 g/qm die Laufrichtungsbindung (Rücken parallel zur Laufrichtung) ignoriert, um die Laufrichtung des Papiers in Umfangsrichtung der Maschine wählen zu können. Denn auf der 102 läuft SB im Format 70x100, aber auch schon bei 63x88 cm echt bescheiden...ich sag nur Auslage!